Das sportlicher Qualität, größerer Medienpräsenz und höherer Attraktivität auch für Sponsoren, besitzt für ThSV-Marketing-Geschäftsführer Karsten Wöhler die Wertigkeit eines Aufstiegs. „Eine große Herausforderung für den gesamten Verein und die Region“, betont der einstige Vollbluthandballer. Mit der skandinavischen Handballphilosophie des im Mai verpflichteten jungen Trainers Adalsteinn Eyjolfsson soll die klare Forderung von Präsident Gero Schäfer, „Potential endlich abrufen“, umgesetzt werden. Der neue Mann an der Spitze des Traditionsvereins, im eigenen Berufsleben ein erfolgreicher Kaufmann, und seine Vorstandskollegen achten zudem sehr auf haushalterische Ausgeglichenheit. „Einnahmen und Ausgaben müssen sich die Waage halten“, so die unmissverständliche Devise. Karsten Wöhler ist eifrig (und erfolgreich!) unterwegs, um neue Partner zu finden, bewährte zum Fortführen und Aufstocken ihres Engagements zu überzeugen. Ihm steht Ex-Spieler Christoph Jauernik, der verletzungsbedingt seine eigene leistungssportliche Laufbahn beenden musste, im organisatorischen Bereich zur Seite. Christoph Jauernik zeichnet sich zugleich im Trainerstab des Vereins für das Thüringenligateam Männer und die A-Jugend-Regionalliga mit verantwortlich.
In deutlich zu verbessernder Abwehrarbeit, im Zusammenspiel mit Torhüter Radek Musil (dem Siebenmeterkiller der Liga der Vorsaison!), sieht der 33-jährige Isländer auf der ThSV-Bank eine Grundvoraussetzung. Daran arbeitet Adalsteinn Eyjolffsson seit seinem Amtsantritt. Der erstbundesligaerfahrene (Melsungen, Stralsund) ehemalige tschechische Nationalspieler Petr Hruby (30 Jahre, zuletzt Regionalligist Einheit Halle) ist für Spezialaufgaben im Deckungsverband vorgesehen. Die Verpflichtung des erfahrenen Torjägers Eryk Kaluzinski (33 Jahre, kam vom HSV Hannover) und des jungen Linkshänders Gabor Langhans (21 Jahre, von den Füchsen Berlin) soll für mehr Variabilität im Rückraum sorgen. Hier könnte Daniel Luther eine wichtige Jokerrolle übernehmen. Zwei von der eigenen Spielanlage völlig unterschiedliche Typen, Alexander Koke und der tschechische Nationalspieler Tomas Sklenak, sind für die Aufgaben des Spielgestalters vorgesehen. Diese sollen mit Spielzügen auch die Stärken von Kreisspieler Benjamin Trautvetter zum Tragen bringen. Der 25-jährige Lockenkopf, mit stets optimistischer Ausstrahlung, ein „waschechter Isenächer“, trägt in der neuen Saison die Kapitänsbinde. Aber auch das Spiel über Außen soll forciert werden. Nick Heinemann (25 Jahre), bis zum Sommer 2009 einer der Top-Torjäger im Team von Anhalt Bernburg in der Nord-Staffel, hat nach einer für ihn völlig unzufriedenstellenden Saison 09/10 Abwanderungsgedanken ad acta gelegt. Auf Rechtsaußen will der von der Körpergröße Kleinste im Team (1,78 m) für Power sorgen. Girts Lilienfelds, der lettische Nationalspieler, wenn endlich einmal verletzungsfrei, soll auf der rechten Angriffsseite (im Rückraum und auf Außen) wichtige Akzente setzen. Der ThSV Eisenach sieht sich sportlich und wirtschaftlich gerüstet für das Unternehmen „Qualifikation für die eingleisige 2. Handballbundesliga“! Th. Levknecht