Anpfiff der Begegnungen ist jeweils um 18.00 und 20.00 Uhr. Eintrittskarten sind in Eisenach bereits im Vorverkauf erhältlich in der Geschäftsstelle des ThSV Eisenach (Werner-Aßmann-Halle) sowie in der HME-Tankstelle (Langensalzaer Straße).
Heute wollen wir den HCM Conatanta etwas näher vorstellen.
Constanta - Badeort an der westlichen Schwarzmeerküste, eine der ältesten Städte Rumäniens, mit über 300.000 Einwohnern die größte Stadt in der Region Dobrudscha. Ihr sportliches Aushängeschild ist der Handbal Club Municipal Constanta, der „HCM Constanta“. Ein europäisches Spitzenteam, das soeben nach 2009 erneut die rumänische Meisterschaft eingefahren hat und in der kommenden Saison auch in der Champions League wieder für die eine oder andere Überraschung gut sein dürfte. In der Vorrundengruppe D trifft das rumänische Team u.a. auf die SG Flensburg-Handewitt. Wie schwer HCM Constanta zu spielen ist, musste im Vorjahr auch der französische Topclub Montpellier HB feststellen, als er überraschend in Rumänien als Verlierer die Halle verlassen musste. Im Vorfeld der neuen Runde in der Königsklasse heizt HCM-Manager Nurhan Ali die Stimmung schon einmal an: „Wir fürchten niemanden und wollen uns erneut unter den 16 besten Mannschaften einreihen“. Dabei setzen die Rumänen ganz auf ihren neuen Star-Trainer.
Nach dem plötzlichen Tod ihres serbischen Trainers Zoran Kurtes Anfang Mai wurde vor kurzem mit Alexandru Buligan eine rumänische Handball-Legende als Chefcoach präsentiert. Buligan war zu seiner aktiven Zeit einer der besten Torhüter der Welt, bestritt für seine rumänische Heimat mehr als 200 Länderspiele, wurde Bronzemedaillengewinner bei der Olympiade 1984. Mit Portland San Antonio wurde der heute 50-Jährige 2002 als Spieler und drei Jahre später als Co-Trainer Champions League-Sieger. Im selben Jahr wurde er an der Seite von Carlos Pastor mit Spanien Weltmeister. Zuletzt war der Rumäne Co-Trainer von „Reyno de Navarra San Antonio“.
In der Vorrundengruppe 2 ist also für viel Brisanz gesorgt. Den Spielplangestaltern ist es gelungen, ein echtes Endspiel um den Gruppensieg am letzten Vorrundenspieltag zu ermöglichen. Wenn beide Favoriten sich durchsetzen und ihrer Favoritenrolle gerecht werden, trifft am 5. August Constanta auf Weißrussland. Ein osteuropäischer Vergleich, der schon im Vorfeld viel verspricht. Damit stünde erstmals ein europäisches Team seit mehreren Jahren im Halbfinale des Sparkassen-Handballcups. Die Vorzeichen sind günstig, zumal das Team mit aktuellen rumänischen Nationalspielern gespickt ist. Einer der Leistungsträger ist Torwart Mihai Catalin Popescu, der „Hexer von der Schwarzmeerküste“. Ein Siebenmeterkiller, ausgestattet mit unglaublichen Reflexen. Europäische Klasse hat auch der kroatische Spielmacher Kresimir Ivankovic. Der amtierende kroatische Nationalspieler ist den deutschen Handballfans noch bestens aus seiner Zeit bei der HSG Wetzlar bekannt.
Th. Levknecht