News / 2. Handball Bundesliga

„Am Saisonende müssen wir über dem Strich stehen“

ThSV Eisenach will den Abstiegskampf annehmen, sieht die Partie am Samstagabend gegen Dormagen als erstes Endspiel

„Wir sind mit unserer jungen Mannschaft noch nicht so gut wie manche meinen“, hatte Eisenachs Trainer Sead Hasanefendic im Laufe der Saison immer wieder erklärt. Auch Manager Rene Witte hatte auf die Euphorie-Bremse getreten, als sich der Thüringische Traditionsverein nach 11:1 Punkte in Folge und insgesamt 19:9 Zählern in der Spitzengruppe der Tabelle sonnte. „Als unbekannte Mannschaft haben wir die Konkurrenz zunächst überrascht“, so Rene Witte. „Eine schöne Momentaufnahme“, betonten die Verantwortlichen seinerzeit. Zum Ende des Kalenderjahres folgten vier Niederlagen, darunter zwei schmerzhafte in heimischer Halle gegen den TuS Ferndorf und den HC Elbflorenz. In den zweiten Teil der Saison startete der ThSV Eisenach in der Vorwoche zwar deutlich verbessert, unterlag aber beim TV Hüttenberg mit 27:29. „Neun ausgelassene Wurfchancen von beiden Außenpositionen und eine Torwartleistung unter den Erwartungen“ führte Sead Hasanefendic rückblickend als Gründe an.

„Das Heimspiel gegen Dormagen ist ein erstes Endspiel!“

„Ja, wir befinden uns in einer schwierigen Situation, in einer sportlichen Krise, aus der wir uns befreien müssen. Wir müssen den Abstiegskampf annehmen. Zum Saisonende müssen wir über dem Strich stehen“, betont Rene Witte. „Wir befinden uns 6 Punkte vor dem Relegationsplatz“, fügt er zur Verdeutlichung hinzu. Um die Mission Ligaerhalt erfolgreich zu gestalten, habe man „an ein paar Stellschrauben gedreht“, so der Eisenacher Manager. „In den letzten Wochen haben sich neue personelle Varianten herauskristallisiert“, berichtet Sead Hasanefendic. „Zu unseren 19 Punkten brauchen wir noch 10 bis 12 hinzu“, betont Rene Witte. Das Heimspiel am Samstag, 08.02.2020 um 19.30 Uhr gegen den TSV Bayer Dormagen sei ein erstes Endspiel. Das besonders an die Adresse der Fans. „Wir brauchen Samstagabend ganz besonders unsere Zuschauer. Ich war bisher beeindruckt, wie das Publikum unsere Mannschaft unterstützt, anfeuert, pusht. Das brauchen wir gegen Dormagen von der ersten bis zur letzten Minute. Unsere junge Mannschaft braucht diese Rückendeckung“, appelliert Co-Trainer Markus Krauthoff-Murfuni an die ThSV-Anhängerschaft. Der in Hüttenberg schmerzlich vermisste Linksaußen Adrian Wöhler ist wieder dabei, hat seine Krankheit überwunden. „ Ich gehe davon aus, die komplette Mannschaft zur Verfügung zu haben. Ich hoffe auf einen alten torgefährlichen Adi Wöhler“, erklärte Sead Hasanefendic zu Wochenmitte.

Bayer Dormagen kommt mit breiter Brust

Der Eisenacher Coach weiß über die Schwere der Aufgabe. Der TSV Bayer Dormagen kommt als Tabellen-Sechster und nach einem 32:23-Sieg über den HSV Hamburg mit breiter Brust. Da war richtig Feuer unter dem Hallendach des Bayer-Sportcenters. Wir konnten unseren Trumpf - die Abwehr mit Torwart - bestens ausspielen“, strahlte Dusko Bilanovic, der Coach der Bayer-Zweitliga-Handballer. Angesprochen auf den Trip nach Eisenach, auch in Erinnerung an den Dormagener 10-Tore-Sieg beim Hinspiel über die Wartburgstädter: „Das wird ein schweres Spiel. Wir haben uns über den hohen Sieg im Hinspiel gefreut. Aber das wiederholt sich nicht von selbst, da müssen wir schon Vollgas geben, um wieder zu punkten. Wir schätzen Eisenach als gute Heimmannschaft, die ihre Stärke lange gezeigt hat. Das Team besitzt ein Heim- und ein Auswärtsgesicht - was bestimmt auf die heimische Halle und die Zuschauer zurückzuführen ist.“ Als eine „dynamische, junge, physisch geprägte, läuferisch und abschlussstarke Mannschaft“, charakterisiert Eisenachs Trainer Sead Hasanefendic die Rheinländer. „Wir müssen hoch motiviert sein und richtig gut spielen“, betont der ThSV-Coach.

Eintrittskarten vorab online unter www.thsv-eisenach.de, in der ThSV-Gescjhäftsstelle und in allen Pressehäusern der Mediengruppe Thüringen. Tickets am Samstag ab 18.15 Uhr an der Abendkasse der Werner-Aßmann-Halle.

Th. Levknecht