News / 2. Handball Bundesliga

„Das wird eine Mentalitätsfrage!“

Unser Team gastiert am Sonntag bei den Wölfen Würzburg/ Tickets für ThSV-Fans in ausreichender Zahl an der Tageskasse/ Daheimgebliebene können die Partie in der ThSV-Sportlerklause verfolgen

Keinen Ausrutscher will sich der ThSV Eisenach leisten, wenn er am Sonntag, 27.11.2022 um 17.00 Uhr in Würzburg in der Tektake Arena (vormals s.oliver Arena), Stettiner Straße 1, auf die Wölfe Würzburg trifft. Mit 2:22 Punkten, nur über TuSEM Essen gelang mit 29:23 ein Erfolg, rangieren die Gastgeber auf dem letzten Tabellenplatz. Vergangenen Spieltag unterlagen sie 29:32 bei der HSG Konstanz. Vor dem Gipfeltreffen am Samstag, 03.12.2022 um 19.30 Uhr gegen HBW Balingen-Weilstetten wollen die Eisenacher doppelt punkten, können auf die Unterstützung vieler eigener Fans bauen. „Das wird eine Mentalitäts-, eine Einstellungsfrage. Wir dürfen uns nicht vom Tabellenplatz der Wölfe Würzburg blenden lassen. Wir müssen zu 100 Prozent bereit sein, auf den Punkt spielen“, erklärt, Misha Kaufmann, der Coach des auf dem 2. Tabellenplatz rangierenden ThSV Eisenach, mit Blick auf den Sonntag. Auch sein Team blieb vom im Verein grassierenden Grippe-Virus nicht verschont. Im Laufe der Woche mussten etliche Spieler pausieren. „Ich hoffe, sie sind Sonntag fit“, so Misha Kaufmann. Rückraumspieler Daniel Hideg laboriert an einer Fußverletzung, hofft aber am Sonntag auflaufen zu können.

Besondere Partie für Philipp Meyer

Für Eisenachs Abwehrchef Philipp Meyer, ein wachechter Bayer, wird es eine ganz besondere Begegnung, trug er doch 6 Jahre das Trikot der Gastgeber. „Ich freue mich, viele bekannte Gesichter zu sehen, viele Freunde zu treffen. Neu wird es für mich sein, erstmals in die Gästekabine zu gehen“, erklärt Philipp Meyer. Nach den vielen Spielerabgängen sei er nicht so ganz überrascht, dass sein Ex-Verein momentan im Tabellenkeller steht. „Ich fahre natürlich am Sonntag nach Würzburg, um mit dem ThSV Eisenach zwei Pluspunkte mitzunehmen. In den folgenden Spielen hoffe ich auf Punktezuwachs bei den Wölfen Würzburg, damit sie da unten rauskommen“ ergänzt der 25-Jährige.

Wölfe-Coach Julian Thormann will mit seinem Team „alles reinhauen“

Die Wölfe Würzburg sehen die Gäste aus Thüringen in der Favoritenrolle. „Wir wollen in jedem Spiel gewinnen, egal gegen wen, auch am Sonntag alles reinhauen“, erklärt Wölfe-Trainer Julian Thormann. Er muss wahrscheinlich auf die erkrankten oder verletzten Dominik Schömig, Linus Greis und Benedikt Brielmeier verzichten.

ThSV Eisenach mit unguten Erinnerungen an das Vorjahr

Die Wartburgstädter dürften gewarnt sein. Am zweiten Weihnachtsfeiertag des Vorjahres erlebte der ThSV Eisenach vor coronabedingt leeren Rängen in Würzburg eine böse Überraschung. Die Wartburgstädter kassierten eine empfindliche 26:35 (14:16) -Niederlage. Wölfe Trainer Julian Thormann erinnert sich: „Wir haben die Eisenacher 5:1-Abwehr sehr erfolgreich bespielt. Das gibt Mut für den Sonntagnachmittag.“ ThSV-Coach Misha Kaufmann stellte damals zerknirscht fest: „Wir wollten gewinnen, doch der Kopf war nicht dabei.“ Bei seinen Spielern spukten wohl schon die freien Tage zum Jahreswechsel im Kopf umher. Freie Tage stehen aktuell nicht an. Vor den Eisenachern stehen noch 7 Spiele bis zum Jahreswechsel.

Wölfe Würzburg: Nach Namensänderung nicht der gewünschte Trend

„Neuer Name, neuer Erfolg“, war im August des Jahres aus Unterfranken zu hören. Handball-Zweitbundesligist DJK Rimpar Wölfe hatte sich in Wölfe Würzburg umbenannt, hoffte auf mehr Zuschauer und mehr Sponsoren. „Es ist eine strategische Entscheidung“, erklärte Manager Roland Sauer und formulierte ambitionierte Ziele; „Wir wollen bis zum Jahr 2025 wieder zu den besten 25 Mannschaften Deutschlands gehören.“ Aktuell heißt es allerdings „Neuer Name, alte Schwierigkeiten.“ Für die sportliche Talfahrt macht Trainer Julian Thomann berechtigt den gewaltigen Substanzverlust aus. Philipp Meyer (ThSV Eisenach), Marino Mallwitz (HC Elbflorenz), Yonatan Dayan (ASV Hamm-Westfalen) Felix Jaeger (HSC Coburg) verließen den Verein, Julian Sauer beendete seine Karriere. „Diesen Verlust konnten wir durch junge Talente nicht auffangen. Sie brauchen Zeit der Eingewöhnung“, beschreibt Julian Thormann die Situation. „Ja, wir stecken im Abstiegskampf“, ergänzt der Wölfe-Trainer. Aber auch die erhoffte Steigerung beim Zuschauerzuspruch blieb aus. Bisher kamen im Schnitt nur 669 Zuschauer. Am Sonntag dürften es einige mehr werden…

In der ThSV-Sportlerklause das Spiel in Würzburg sehen

Wer nicht mit nach Würzburg fährt, kann die Partie des ThSV Eisenach in der „ThSV-Sportlerklause“ verfolgen, hier im Anschluss auch das Fußball-WM-Spiel zwischen Deutschland und Spanien sehen.