News / 2. Handball Bundesliga

„Wir fahren nach Eisenach, um auch dort zu gewinnen.“

Nachgefragt bei Piotr Przybecki, Coach des VfL Lübeck-Schwartau, vor dem Trip in die Wartburgstadt

Am Sonntag, 07.03.2021 gastiert der im Aufwind befindliche VfL Lübeck-Schwartau beim ThSV Eisenach. Zu Wochenmitte sprachen wir mit Piotr Przybecki, dem Coach der Norddeutschen:

Beim 25:22 am Dienstagabend über den TV Hüttenberg hatte Ihre Mannschaft mehr Mühe als erwartet. Woran lag es?

Wir haben zu viele Chancen liegen lassen und uns das Leben dadurch selbst schwer gemacht. Es gab Phasen im Spiel, in denen wir keine guten Lösungen im Angriff gefunden haben, aber trotzdem konnten wir das Spiel am Ende für uns entscheiden, weil wir zum richtigen Zeitpunkt wichtige Tore gemacht haben.

Sie verbuchten zuletzt 10:4 Punkte, haben sich im erweiterten Feld der Aufstiegsaspiranten festgebissen. Was ist für den VfL Lübeck-Schwartau machbar, die von Geschäftsführer Daniel Pankofer ausgegebene Zielstellung „einstelliger Tabellenplatz“ könnte korrigiert werden?

Natürlich wollen wir den aktuellen Tabellenplatz bis zum Ende halten, aber wir wissen auch, wie schnell man ein paar Plätze abrutschen kann. Wir wollen in der Rückrunde besonders auswärts noch mehr Konstanz in unsere Leistungen bringen.

Was zeichnet Ihr Team aktuell aus?

Wir wollen aus einer stabilen Deckung heraus ins Tempospiel kommen. Das gelingt uns momentan ganz gut. Auch in der Offensive sind wir variabler geworden.

Wie sind sie mit Ihrem Torwartduo zufrieden? Dennis Klockmann bekommt mit Nils Conrad echte Konkurrenz?

Dennis Klockmann hat seine Qualitäten in dieser Saison schon oft gezeigt und uns damit zu einigen Siegen verholfen. Nils Conrad ist ein junger, talentierter Torhüter, der in dieser Saison ebenfalls schon gezeigt hat, dass man sich auf ihn verlassen kann. Ich bin mit beiden sehr zufrieden.

Haben die schwedischen Hoffnungsträger die Erwartungen erfüllt?

Ich würde Julius Lindskog Andersson und Carl Löfström nicht als Hoffnungsträger bezeichnen, aber beide sind eine Verstärkung für uns. Julius hat unser Offensivspiel als Regisseur auf ein neues Niveau gehoben. Carl Löfström arbeitet am Kreis unheimlich viel und ist auch in der Abwehr stark.

Lassen auch Sie leere Handballhallen frösteln?

Ja, es ist wirklich sehr traurig, in den leeren Hallen zu spielen. Die Fans gehören zum Handball und machen den Sport zu dem, was er ist. Die Emotionen von außen fehlen uns sehr.

Am Sonntag geht es nach Eisenach. Reisen Sie am Spieltag an? Was erwarten Sie von dem Abend in der Werner-Aßmann-Halle?

Ja, wir reisen erst am Spieltag an. Ich erwarte einen Gegner, der im Heimspiel alles geben wird, um die zwei Punkte zu holen. Wir brauchen wieder eine richtig gute Leistung und wollen unsere Form aus den beiden Heimspielen jetzt auch auswärts zeigen. Wir fahren nach Eisenach, um auch dort zu gewinnen.

Wie sieht es in Ihrem Team personell aus?

Fynn Ranke und Thees Glabisch werden wie schon zuletzt nicht zur Verfügung stehen. Die anderen Spieler sind fit und können eingesetzt werden.

 

Th. Levknecht