News / 2. Handball Bundesliga

„Wir wollen im März ungeschlagen bleiben“

ThSV Eisenach will Ungeschlagen-Serie auch am Mittwochabend beim TV Hüttenberg fortsetzen / Wiedersehen mit Stefan Kneer

Englische Woche für den ThSV Eisenach. Nach der 96. Auflage des Traditionsderbys mit dem EHV Aue (Endstand 24:24) reisen die Wartburgstädter am Mittwoch, 31.03.2021 nach Mittelhessen. Der TV Hüttenberg ist um 19.30 Uhr in der Rittal Arena Wetzlar Gastgeber.

„Wir wollen unsere Ungeschlagen-Serie im März fortsetzen, zugleich unseren Aufwärtstrend bestätigen “, erklärt Markus Murfuni, der Coach des ThSV Eisenach. Aus 4 Spielen des Monats März stehen zwei Siege und zwei Remis, folglich 6:2 Punkte, in der Bilanz. Der ThSV Eisenach rangiert auf dem 10. Tabellenplatz (21:25 Punkte), der TV Hüttenberg belegt Rang 14 (17:29 Zähler). Zwei dieser Punkte eroberten die Hessen am 31.10.2020 mit einem 24:20 in der Eisenacher Werner-Aßmann-Halle. „Diese Partie in heimischer Halle haben wir bis heute nicht vergessen. Es war eine unserer schlechtesten Saisonleistungen. Das sage ich, ohne die Leistung von Hüttenberg minimieren zu wollen. Wir haben uns auf die Fahnen geschrieben, bei der Neuauflage eine klare Antwort zu geben“, lässt Markus Murfuni wissen. Die Eisenacher verzeichnen keine neuen Ausfälle, sodass sie wohl mit der Formation vom Wochenende im großen und leider leeren Rund der Rittal Arena auflaufen werden.

Stefan Kneer: Nach 4 Niederlagen brauchen wir dringend Punkte

Markus Murfuni bescheinigt dem TV Hüttenberg nach dem Trainerwechsel „einen einfachen, klaren und sicheren Handball“. Die stets offensive Abwehr lasse wenig Gegentore zu. „Wir brauchen viel, viel Bewegung im Angriff, um diese Abwehr in Schwierigkeiten zu finden“, blickt der Eisenacher Coach auf den Mittwochabend. Im Deckungs-Innenblock steht einer, der beim Hinspiel in Eisenach verletzungsbedingt noch zuschauen musste. Stefan Kneer von 2002 bis 2006 beim ThSV Eisenach zum Bundesligaspieler gereift, am Eisenacher Elisabeth-Gymnasium mit einer Eins das Abitur ablegend, gehört seit dem Sommer des Vorjahres zum Aufgebot des TV Hüttenberg. Nach seiner Zeit in der Wartburgstadt lief der Rückraumspieler für HBW Balingen-Weilstetten, TV Großwallstadt, SC Magdeburg, Rhein-Neckar-Löwen und die HSG Wetzlar in der 1. Handballbundesliga auf, bevor er als Mittdreißiger zum TV Hüttenberg wechselte. Für den 73-fachen Nationalspieler stehen 995 Erstbundesligatreffer (sämtlich Feldtore) in der Statistik. „Das wird am Mittwochabend ein Aufeinandertreffen von zwei Teams, die Punkte für den Ligaverbleib brauchen. Ganz klar, dieses direkte Duell wollen wir gewinnen, zumal wir die letzten vier Ligabegegnungen verloren haben“, unterstrich Stefan Kneer nach dem Training am Montagabend. Aktuell macht er den gegnerischen Angriffsreihen mit Patrick Jockel im Deckungs-Innenblock das Leben schwer. Mit Linksaußen Christian Rompf (beim Sieg in Eisenach 6 Treffer) und Torhüter Niko Weber stehen weitere erfahrene Spieler im inzwischen von Johannes Wohlrab recht erfolgreich trainierten Team. Die Hessen werden die Partie gegen die Thüringer mit der Formation vom Auswärtsspiel in Dresden bestreiten.

Markus Murfuni: Das wird eine knackige Aufgabe für uns

 „Das wird eine knackige Aufgabe, wir dürfen uns nicht vom Tabellenplatz täuschen lassen. Auf uns wartet eine erfahrene und robuste Truppe, mit viel Willen und Mannschaftsgeist“, betont Markus Murfuni. Die Hessen hatten kürzlich den VfL Gummersbach am Rand einer Niederlage, gingen mit einer 21:17-Führung in die Schlussviertelstunde, um dann hauchdünn mit 23:24 zu verlieren. In Dresden zogen sie – nach Tagen der Quarantäne und nur einmaligem Mannschaftstraining - zuletzt mit 22:26 (13:12) den Kürzeren. Trainer Johannes Wohlrab griff in die Taktikkiste, ließ über 60 Minuten 7 gegen 6 spielen. „Von der Disziplin her haben wir das wirklich gut gemacht. Wenn man aber seine freien Chancen nicht nutzt und am Ende nur 22 Tore wirft, hat man es nicht verdient. Zudem kam bei Elbflorenz Keeper Huhnstock rein und hält über 60 Prozent. Es gibt eine Position in diesem Sport, die den Unterschied ausmacht und das ist der Torhüter. Wir müssen jetzt schleunigst den Mund abwischen und direkt wieder Gas geben, da am Mittwoch Eisenach auf uns wartet“, konstatierte TVH-Trainer Johannes Wohlrab. „Jetzt müssen wir uns mit 100 Prozent auf Eisenach vorbereiten und am Mittwoch die zwei Punkte holen“, wird Kreisspieler Vit Reichl zitiert.

Die Männer von der Wartburg werden was dagegen haben…

 

Th. Levknecht