News / 2. Handball Bundesliga

Auszeit mit Frederick Griesbach, Coach des TV Hüttenberg

Die Werner-Aßmann-Halle in Eisenach ist am Samstag, 31.10.2020 ab 19.30 Uhr die Austragungsstätte des thüringisch-hessischen Nachbarschaftsvergleiches zwischen dem ThSV Eisenach und dem TV Hüttenberg.

Wir sprachen im Vorfeld mit Frederick Griesbach, dem Coach des TV Hüttenberg:

Gegen den HC Elbflorenz klappte es zwar nicht mit dem ersten Sieg, doch der erste Pluszähler kam durch das 33:33 auf das Konto. Eingangs der Schlussphase lag Ihr Tram 27:30 hinten, doch dann wurde es hoch dramatisch…?

Wir erwarten von uns selbst, dass wir immer weitermachen und niemals aufgeben – wenn sich das dann in Form von Punkten, oder eben einem wie am Samstag, widerspiegelt, ist die Freude natürlich umso größer.

Warum kommt Ihre Mannschaft nicht in Tritt, ist sie noch zu „grün“? Hat der seine Karriere beendende Ex-Eisenacher Tomas Sklenak eine zu große Lücke hinterlassen?

Die Lücke, die Skleny hinterlässt, ist selbstverständlich sehr groß und das nicht nur auf handballerischer, sondern vor allem auch auf menschlicher Ebene. Um diese Lücke zu schließen, müssen wir unseren jungen Spieler aber auch die Chancen und die Zeit geben, in die Rolle hineinzuwachsen. Nach fünf Punktspielen können wir festhalten, dass sie alles dafür tun, um ihre eigenen Fußabdrücke zu hinterlassen.

Sie tragen Ihre Heimspiele inzwischen in der großen leeren Rittal Arena Wetzlar aus. Ein zusätzliches Handicap?

Im Vergleich zu einem vollen Hüttenberger Sportzentrum – absolut ja! Aber das ist momentan leider nicht möglich; von daher spielen da viele verschiedene Faktoren rein, die weit über das Sportliche reichen.

Im Sommer kam der Ex-Eisenacher Stefan Kneer vom benachbarten Erstligisten HSG Wetzlar. Er befindet sich nach einer Rücken-Operation noch im Aufbautraining, will, so seine Aussage, „der Mannschaft in diesem Jahr noch helfen“. Wie sieht es bei dem inzwischen 34-jährigen Ex-Nationalspieler aus?

Zunächst mal hilft uns Stefan bereits jetzt. Stefan bezog sich mit seiner Aussage auf eine unmittelbare Unterstützung auf dem Spielfeld. Im Training demonstriert Stefan Tag für Tag, was Professionalität bedeutet, aber letztlich braucht er und damit auch wir einfach weiter Geduld.

Die Spielabsage aufgrund der Corona-Pandemie häufen sich, haben Sie Angst um die Zunft der Saison?

Das sind Dinge, die wir nur marginal beeinflussen können. Wir haben jetzt noch mal verstärkt Wert daraufgelegt, dass wir unsere Hausaufgaben in Sachen Hygienekonzept erledigen, um jeden nochmals auf die angespannte Corona-Situation zu sensibilisieren. Mehr können wir momentan nicht machen und alles andere wird sich ergeben.
Ansonsten bin ich mir ziemlich sicher, dass wir keine komplette Runde spielen werden, wie wir es bisher gekannt haben. Ich denke aber auch, dass wir genügend kreative Köpfe haben, die innovative und neue Lösungen präsentieren, so dass der Handballsport als Ganzes weiterhin seine Rolle spielen wird.

Am Samstag geht es zum thüringisch-hessischen Nachbarschaftsvergleich nach Eisenach. Vom „Knoten geplatzt“ war bei Ihnen am vergangenen Spieltag zu hören. Mit welchen Absichten, welcher Strategie reisen Sie in die Wartburgstadt? Wie sieht es personell aus?

Der erste Punkt war besonders für das Mentale sehr wichtig. Wir haben uns nach dem enormen Umbruch im Sommer bisher von Spiel zu Spiel entwickelt und wollen diesen positiven Prozess weiterführen. In verrückten Zeiten und einer ebenso außergewöhnlichen zweiten Liga ist grundsätzlich alles möglich, von daher möchten wir beide Punkte aus Thüringen mitnehmen. Für uns geht es darum, die schnellen Gegenstoßspieler in den Griff zu bekommen, um dann im stehenden Angriff aggressiv gegen den Rückraum zu verteidigen.
Personell bringen wir aus der englischen Woche diverse kleinere Verletzungen mit, deren Ausmaß zum aktuellen Zeitpunkt (Montag) noch nicht abzuschätzen ist. Stefan Kneer und auch Moritz Zörb werden weiterhin ausfallen.

 

Th. Levknecht