News / 2. Handball Bundesliga

Auszeit mit Marcel Schliedermann

Marcel Schliedermann trifft am Sonntag, 11.04.21 mit dem TV Emsdetten auf seinen Ex-Verein ThSV Eisenach

Am Sonntag, 11.04.2021 gastiert der ThSV Eisenach um 17.00 Uhr zum fälligen Punktspiel beim TV Emsdetten. Im Team des TV Emsdetten stehen gleich vier Ex-Eisenacher: Aivis Jurdžs (von 2013 bis 2015 in der Wartburgstadt), Tomas Urban (2015 bis 2017), Dirk Holzner (2015 bis 2017) und Marcel Schliedermann (2014 bis 2019).

Vor der Partie gegen seinen Ex-Verein sprachen wir mit Marcel Schliedermann:

Wie geht’s?

Mir geht es gut. Ich bin fit und freue mich auf den Sonntag.

Im Januar gab es beim TV Emsdetten einen Trainerwechsel. Peter Portengen hat das Amt übernommen. Die statistischen Werte haben sich völlig geändert. Vorher wurden im Schnitt 24,4 Tore geworfen und 26,7 Treffer kassiert. Im neuen Kalenderjahr markierte der TV Emsdetten bisher im Schnitt knapp 33 Tore, musste aber auch 31 Gegentore hinnehmen. Was hat sich an der Spielweise verändert?

Wir spielen jetzt deutlich schneller nach vorn. Nach Ballbesitz starten wir sofort zum schnellen Gegenangriff. Wir geben jetzt 60 Minuten Vollgas.

 

In den letzten drei Punktspielen versenkte Ihre Mannschaft zusammen 105 Bälle. Nach klaren Heimsiegen über den EHV Aue (35:28) und die Rimpar Wölfe (36:26) verzeichneten Sie im Auswärtsspiel beim Dessau-Roßlauer HV eine 34:36-Niederlage. Woran haperte es in der Anhalt Arena?

Mit 34 erzielten Toren muss man ein Spiel gewinnen. Woran haperte es? Schlichtweg an unserer Abwehrleistung. Wir bekamen keinen richtigen Zugriff. Es wurde nicht konsequent verschoben. Wir boten den Dessauer Angreifern zu viel Platz.

 

Sie kamen in Dessau erst zur zweiten Halbzeit und dann im rechten Rückraum, nicht auf Rückraum Mitte, sorgten für beträchtliche Torgefahr. Welche Rolle spielen Sie derzeit beim TV Emsdetten?

Ich werde da eingesetzt, wo mich der Trainer braucht. Johannes Wasielewski, unser Rückraum-Rechter, fehlt verletzungsbedingt, also wurde ich im rechten Rückraum eingewechselt. Das ist nicht meine Standardposition. Ich werde zeigen, was ich auch auf anderen Positionen kann.

 

Wie in der Vorsaison muss der TV Emsdetten um den Klassenerhalt bangen. Wie sehen Sie die Lage im unteren Tabellenteil?

Da ist alles spannend. Binnen zwei Spieltagen kann sich die Konstellation ändern. Ich rechne damit, das bleibt auch bis zum Saisonende so. Wir kennen Abstiegskampf. Wir wissen damit umzugehen. Unser Ziel ist klar, da unten rauszukommen.

 

Der Ex-Eisenacher Aivis Jurdžs taucht schon seit langem nicht mehr im Spielprotokoll auf. Was ist mit ihm?

Er hat verletzungsbedingt nur zu Saisonbeginn ganz wenige Spiele bestritten. Aivis unterzog sich kürzlich einer komplizierten Knieoperation, hält sich aktuell in der Reha auf.

 

Am Sonntag kommt der ThSV Eisenach in die Emshalle. Ein besonderes Spiel für Sie?

Ja. Das kann ich nicht leugnen. Ich habe 5 Jahre in Eisenach gespielt. Mit Höhen und Tiefen. Das vergisst man nicht. Spiele gegen ehemalige Vereine sind für mich stets was besonders, besteht doch stets eine Verbindung zum Ex-Verein. Ich freue mich auf das Wiedersehen am Sonntag. Ich möchte natürlich, dass die Punkte in der Emshalle bleiben.

 

Der TV Emsdetten, in der Tabelle knapp über dem Strich, steht unter Zugzwang. Was spricht für Ihre Mannschaft?

Wir haben uns in heimischer Halle stabilisiert, zuletzt gute und erfolgreiche Spiele abgeliefert. Wir konzentrieren uns stets auf die nächste Partie. Das ist die gegen den ThSV Eisenach. Ganz klar, zwei Punkte sind unser Ziel. Zuhause müssen wir ganz einfach doppelt punkten!

 

Können Sie eine Aussage zur personellen Lage machen?

Aivis Jurdzs und Johannes Wasielewski werden fehlen. Letzter ist gerade in leichtes Athletiktraining eingestiegen. Es ist davon auszugehen, dass wir in der Formation der letzten Wochen auflaufen.

 

Ihr Vertrag läuft zum Saisonende aus ...?

Der TV Emsdetten und ich sind in Gesprächen.

 

Th. Levknecht