News / 2. Handball Bundesliga

Auszeit mit Martin Wild, Trainer des TuS Fürstenfeldbruck

„Wir wollen allen zeigen, wie wir uns seit der 10-Tore-Niederlage beim Hinspiel entwickelt haben.“

Der TuS Fürstenfeldbruck gastiert am Samstag, 20.02.2021, beim ThSV Eisenach. Wir sprachen zu Wochenmitte mit Martin Wild, dem Coach des Aufsteigers:

Am ersten Spieltag der Saison bezog Ihre Mannschaft im Heimspiel gegen den ThSV Eisenach eine deftige 10-Tore-Niederlage. Wie hat sich Ihr Team seitdem entwickelt?

In den ersten beiden Saisonspielen gegen Eisenach und Gummersbach haben wir viel Lehrgeld bezahlt, dann aber schnell hinzugelernt. Wir konnten 12 der 15 folgenden Partien offen gestalten, haben aber leider fünf oder sechs Mal mit einem Tor verloren und „nur“ vier gewinnen können.

Für Außenstehende ist der TuS Fürstenfeldbruck schnell in der Liga angekommen. Dafür sprechen das 33:30 über den HC Elbflorenz und der 27:26-Erfolg in der Erzgebirgshalle beim EHV Aue. Die Konkurrenz liegt in Reichweite. Zuletzt standen ganz knappe Heimniederlagen zu Buche: 30:33 gegen die SG Bietigheim, 29:30 gegen die Rimpar Wölfe, 34:35 gegen den VfL Lübeck-Schwartau, 27:29 gegen den TV Emsdetten. Was fehlt, um letztendlich auch zu punkten?

Die Routine auf diesem Niveau. Uns gelingt es noch nicht, in den entscheidenden Phasen unter Druck weiter die richtigen Entscheidungen zu treffen, unser Konzept über 60 Minuten auf den Punkt zu spielen. Wir sind mit unserer unerfahrenen Mannschaft noch in einer Lernphase und entwickeln uns gut und stetig weiter.

Auf welche Spielphilosophie setzt Martin Wild? Wer sind die Leistungsträger?

Wir bauen auf eine offensive Abwehr, um aus dieser möglichst viel Tempospiel anzusetzen. Das ist kein großes Geheimnis. Unser Vorteil ist ein ausgeglichener und eingespielter Kader.  

Wie ist die 2. Bundesliga mit Amateuren zu bewältigen?

Es macht Spaß. Ist zugleich eine Gratwanderung, insbesondere in einer englischen Woche, wie dieser. Viele von uns mussten zwischen dem Spiel am Mittwoch beim ASV Hamm-Westfalen und am Samstag in Eisenach Donnerstag und Freitag zur Arbeit. Da leidet natürlich die Regeneration.

Wie schwer wiegt es, dass der TuS Fürstenfeldbruck inzwischen – wie alle Teams – seine Heimspiele ohne Zuschauer austragen muss?

Wir würden – wohl wie alle Teams – gern wieder vor Zuschauern spielen. In vielen knapp verlorenen Begegnungen hätten sie eventuell den Ausschlag für uns geben können. Aber so geht es allen Teams.

Der TuS Fürstenfeldbruck gastiert am Samstag beim ThSV Eisenach. Ein 4-Punkte-Spiel für beide Mannschaften?

Es ist ein wichtiges Spiel für beide Mannschaften. Gefühlt ist aber jedes zweite Spiel in dieser Liga ein 4-Punkte-Spiel.

Was geben Sie Ihrem Team mit auf den Weg für die Partie in der Werner-Aßmann-Halle?

Zeigt allen, wie sehr ihr euch nach der 10-Tore-Niederlage beim Hinspiel entwickelt habt!

 

Th. Levknecht