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Derbytime beim ThSV II

Sonntag 16.00 Uhr Aßmann-Halle: ThSV II - SV BW Goldbach/Hochheim

„Alles an Deck“, melden der SV Blau-Weiß Goldbach/Hochheim und der ThSV Eisenach II. Jens Merten und Oliver Taubert, das neue Trainerteam des SV Blau-Weiß Goldbach/Hochheim, und Michael Stegner Guillaume, seit dieser Saison Coach beim ThSV Eisenach II, haben für den Sonntagnachmittag keine personellen Sorgen. Dann stehen sich beide Teams um 16.00 Uhr in der Eisenacher Werner-Aßmann-Halle gegenüber. Die Neuauflage eines Derbys, das seine Anziehungskraft nicht verfehlen dürfte!

Ex-Eisenacher Daniel Bohrt bisher bester Werfer der Goldbacher

Das Team aus der Handballhochburg des Landkreises Gotha ist bestens in die Saison gestartet. Einem 26:23-Heimerfolg über den LSV Ziegelheim folgte in einer ausgesprochen torarmen Begegnung ein 19:12-Sieg bei der SG Motor Arnstadt/Plaue. Wie die HSG Werratal und die SG Suhl/Goldlauter hat der SV BW Goldbach/Hochheim 4:0 Punkte vorzuweisen. Gleich dahinter, mit 3:1 Zählern der ThSV Eisenach II. Im Nessetal setzt man auf das bewährte Team, hat aus der A-Jugend Marc-Justin Wellendorf hochgezogen. Florian Schneegaß im Tor kann an guten Tagen eine Partie allein entscheiden. Für Treffer aus dem Rückraum sind Marko Oluic und Daniel Fekete zuständig. Daniel Bohrt, lange Zeit im Nachwuchs des ThSV Eisenach am Ball und im Eisenacher Sportinternat wohnend, jetzt ein Studium absolvierend, kommt als Allrounder zum Einsatz. Er markierte in den beiden ersten Ligaspielen der Saison zusammen 10 Treffer und war damit bester Werfer seines Teams. Siegfried Juhnke, als Abteilungsleiter Handball, seit vielen Jahren das Herzstück des Handballs im Raum Goldbach, rechnet mit einem spannenden Spielverlauf. Er will allerdings etwas kürzertreten, widmet sich vornehmlich dem Jugendbereich, administrativen Aufgaben, fungiert weiter als Hallensprecher und zeichnet sich für das kleine Hallenjournal verantwortlich. Er ist halt „Mister Handball“ in Goldbach!

Eisenachs Qendrim Alaj kennt noch fast alle in den Goldbacher Reihen

Beim ThSV Eisenach wird wohl ein Ex-Goldbacher auf der Regieposition beginnen. Qendrim Alaj spielte mit den damaligen „Hornets“ unter Trainer Andreas Schwabe drei Jahre in der Mitteldeutschen Oberliga, bis der Verein diese Abenteuer ad acta legte. „Ich kenne fast noch alle im Team“, erklärt Qendrim Alaj: was natürlich ein Beleg dafür ist, dass ein Großteil beim SV Blau-Weiß Goldbach/Hochheim seit vielen Jahren zusammenspielt. Beim ThSV Eisenach II, einer Reserve und Ausbildungsmannschaft, ist das natürlich anders, Fluktuation ist angesagt. Auch in diesem Sommer. Philipp Emmelmann (Karriereende), Sascha Kleint (zur SG Werratal) und Pascal Küstner (zum VfL Wanfried) zogen das ThSV-Triokot aus. Andere, darunter etliche Heimkehrer, wie Hannes Meyer (vom SV T & C Behringen/Sonneborn) sowie Ardit Ukaj und Andreas Fehr (beide von der SG Werratal), schlüpften in das Trikot des ThSV Eisenach. Dem neuen Team fehlt es noch an Stabilität in der Abwehr. „Wir müssen hinten vor allem konstanter werden, Abwehrarbeit muss Spaß machen, durch Ballgewinne gekrönt werden. Wir haben junge Kerle mit schnellen Beinen“, erläutert Michael Stegner-Guillaume, auf dessen sportlicher Vita auch eine Goldbach-Zeit steht. Er wird vermutlich mit einer 6:0-Abwehr beginnen, dann aber variieren. Dahinter steht mit Marius Noack, Andreas Fehr und John Martin das vielleicht beste Torwarttrio der Thüringenliga. „Im Angriff müssen wir unsere Torwurfeffektivität verbessern, die gut herausgespielten Torchancen auch nutzen“, so der ThSV-Coach. Er muss auf das spielerische Moment setzen, ist sein Team an Zentimetern nicht das größte, steht kein Rückraum-Shooter im Kader. Das individuelle Potential hierfür ist zweifellos vorhanden. Ein gegenüber dem Vorjahr deutlich angewachsener Kader bietet Michael Stegner-Guillaume viele Möglichkeiten. Für den Sonntag steht auch wieder Julis Brenner zur Verfügung, eine Option für den linken Rückraum. „Welche 14 Namen wir auf dem Spielprotokoll freischalten, wird sich erst nach dem Abschlusstraining entscheiden“, lässt der ThSV-Trainer wissen. Erfolg kommt nicht von allein, so rief er seine Schäfchen auch am Feiertag zum Training….

 

Th. Levknecht