News / 2. Handball Bundesliga

Ein Derby am Vorabend des 3. Advent

Nach dem Traditionsderby am Dienstag im Erzgebirge beim EHV Aue steht für den ThSV Eisenach am Samstag, 12.12.2020 um 19.30 Uhr ein weiterer Klassiker auf dem Punktspielplan. In der 62. Auflage stehen sich der ThSV Eisenach und der Dessau-Roßlauer HV in der Werner-Aßmann-Halle gegenüber. Der mdr überträgt die Partie im livestream.

„Ein Derby hat stets seine besondere Brisanz. Schade, dass es ohne Zuschauer stattfinden muss. Wir wollen, anders als in den letzten Spielen, von Beginn richtig durchstarten“, erklärt Eisenachs Manager Rene Witte. Die Wartburgstädter müssen auf ihren verletzten Kreisläufer und Abwehrchef Kristian Beciri verzichten. Mit Justin Mürköster stand schon zuvor ein Kreisläufer auf der Verletztenliste. Auf den erst vor zwei Wochen zurückgeholten Kreisläufer Hannes Iffert lastet somit viel Arbeit. „Wir müssen alle konsequenter und disziplinierter spielen. Ich selbst muss mich routinierter in alle Abläufe einbringen, um zu versuchen, die Ausfälle der beiden Teamkollegen zu kompensieren“, erklärte Hannes Iffert mit Blick auf den Samstagabend. In Aue erwachte der ThSV Eisenach erst so richtig nach dem Seitenwechsel, mit vorgerufen durch die Abwehrumstellung auf eine 5:1-Variante. Die Wartburgstädter haben derzeit 8:12 Punkte vorzuweisen. „ Die Situation ist vergleichbar mit der vor dem Heimspiel gegen den TV Emsdetten. Konkret: Wir wollen und wir müssen gewinnen, zugleich wollen wir uns für die erste Halbzeit in Aue rehabilitieren. Wir wissen, den Dessau-Roßlauer HV zeichnet eine flexible Angriffsgestaltung aus. Vincent Sohmann ist der Kopf. Viele Tempowechsel werden von ihm eingeleitet. Was ist bei uns erforderlich? Mentale Stärke, Effizienz beim Torwurf, Kompaktheit in der Abwehr im Zusammenspiel mit dem Torhüter“, beschreibt ThSV-Coach Markus Murfuni die Ausgangslage für sein Team.

Der Dessau-Roßlauer HV, ein starker Aufsteiger, ist mit derzeit 13 Pluszählern nicht unzufrieden, schwächelte aber zuletzt. Im Heimspiel gegen Ferndorf stand nach einer 17:12-Halbzeit-Führung eine 26:28 Niederlage beim Abpfiff. „ In Rimpar und zuletzt im Heimspiel gegen Ferndorf haben wir zu viele gute Torchancen ausgelassen. Gegen Ferndorf brachten wir im Schlussabschnitt zwei entscheidende Siebenmeter nicht unter. Letztlich kam Ferndorf mit seinem Tempospiel zum Erfolg. Wir haben in der zweiten Halbzeit in der Abwehr keinen Zugriff bekommen“, analysierte Uwe Jungandreas. Der Coach des Dessau-Roßlauer HV beschreibt die Aufgabe in Eisenach folgendermaßen: „Wir wollen unsere Leistung stabilisieren, mit einer guten Abwehr und einem disziplinierten Angriff. Ich sehe den ThSV Eisenach und uns derzeit auf einem Niveau. In Eisenach bestehen freilich andere Möglichkeiten als bei uns. Auch der ThSV Eisenach hat junge Leute im Kader, ich denke da an die Rückraum-Mitte-Position. Ich stelle mich auf ein extrem hartes Spiel vom Spielverlauf her ein. Auch wenn keine Zuschauer in der Halle sind, die besondere Atmosphäre einer Werner-Aßmann-Halle fehlt, die Partie trägt dennoch Derbycharakter. Hinter dem Einsatz unseres Abwehrchefs Daniel Schmidt steht verletzungsbedingt ein Fragezeichen.“

Th. Levknecht