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Eine Medaille ist für unsere Zweite noch drin!

Ein Sieg über den VfB Mühlhausen am Samstagabend ist hierzu unabdingbar/ Fünf Spieler sagen Tschüss/ Saisonausklangsfest mit Fans nach dem Abpfiff

Der SV Hermsdorf hat sich nicht unerwartet den Landesmeistertitel geholt. Mit einem 25:24- Sieg über den VfB Mühlhausen machte das Team vom Thüringer Autobahnkreuz, mit dem reaktivierten ehemaligen Eisenacher Bundesligaspieler Nick Heinemann, den Deckel drauf. „Leider war unsere linke Angriffsseite an diesem Tag zu schwach“, blickte Karsten Knöfler, der Coach des VfB Mühlhausen, zurück. Der SV Hermsdorf ist mit aktuell 14:0 Punkten (ein Spiel gegen Ronneburg steht noch aus) in der Meisterrunde sicherlich ein würdiger Titelträger. Das Prozedere in Richtung Aufstieg in die Mitteldeutsche-Oberliga steht aber wohl noch nicht fest.  

Für die Medaillenplätze kommen noch mehrere Teams in Frage, wenngleich für Karsten Knöfler der Reiz eines Vizemeistertitel nicht besonders hoch ist. Der ThSV Eisenach II möchte die Saison auf dem Treppchen abschließen. Ein voller Erfolg am letzten Spieltag ist die Grundvoraussetzung, Schrittmacherdienste der Konkurrenz wären nötig. Zum Saisonausklang empfängt der ThSV Eisenach II am Samstag, 21.05.2022 um 19.30 Uhr in der Werner-Aßmann-Halle den VfB TM Mühlhausen.

Für einige wird es die letzte Partie im ThSV-Trikot sein. Berufsbedingt beendet Torhüter Maximilian Steppan seine einjährige Liaison in der Wartburgstadt. Der junge Rückraumspieler Karl-Marius Schnell hat seinen absoluten Wunsch-Studium-Platz in Frankfurt/Main bekommen. Für Rückraumspieler Hannes Meyer steht künftig die berufliche Entwicklung im Focus. Der hochtalentierte Tom Steiner, zuletzt immer wieder durch Verletzungen gehandicapt, möchte weiter Handball spielen, aber nicht unter Leistungskriterien. "Die Verletzung meiner Schulter klingt nicht ab, behindert mich sogar im Alltag. Ob und wo es im Handball weitergeht, ist derzeit offen", teilt Tom Steiner mit. Diese vier Spieler werden verabschiedet. Schon nicht mehr dabei ist Kreisspieler Patrick Cuturic, der mit seiner Partnerin ein neues Lebenskapitel aufschlägt, sich ausdrücklich für die tolle Zeit beim ThSV Eisenach bedankt, aber um Verständnis für seinen Schritt bittet. „Ja, der Kader wird sich etwas verändern. Der Großteil der Stammkräfte bleibt an Bord, Neuzugänge sind aber schon in der Pipeline“, lässt Daniel Hellwig, der Coach des ThSV Eisenach II, wissen. „Wir laden nach der Partie unsere Fans zu einem kleinen Saisonausklangsfest vor die Werner-Aßmann-Halle ein“, informiert Qendrim Alaj, der Kapitän des ThSV Eisenach II.

Riesenchance für den jungen Max Schlotzhauer

Doch zunächst steht das Saison-Halali an. Im torreichen Hinspiel unterlag der ThSV Eisenach II, personell arg gehandicapt, beim VfB TM Mühlhausen mit 34:38. Markus Bergemann und Felix Fick erzielten seinerzeit für die Knöfler-Schützlinge zusammen 20 Treffer. „Diese Niederlage sitzt noch wie ein Stachel. Das Rückspiel wollen wir gewinnen. Ich erwarte einen Sieg“, betont Daniel Hellwig. Einige der seinerzeit fehlenden Akteure, wie Ole Gastrock-Mey, Philipp Urbach, Karl-Marius Schnell und Nawid Karimi-Zand, sind wieder dabei. Armend Alaj steht auf der Langzeitverletztenliste. Max Schlotzhauer wird die Kreisposition besetzen. „Eine Riesenchance für den Youngster, der mein vollstes Vertrauen genießt“, unterstreicht Daniel Hellwig. Mit Ole Gastrock-Mey, Qendrim Alaj und Julius Brenner wird die Stammformation im Rückraum beginnen. „Im Angriffsspiel werden wir einiges verändern“, erklärt Daniel Hellwig mit Blick auf den Samstagabend. Das Kreisläuferspiel, mehrfach mit zwei Kreisspielern, gehört zu den Erfolgsfacetten des VfB Mühlhausen. „Wie wir dieses ausbremsen können, das war einer der Schwerpunkte im Training der Woche“, berichtet Daniel Hellwig.

VfB-Coach Karsten Knöfler hofft auf viele Bergmann-Treffer

„In unseren Reihen steckt genug Qualität, um das Saisonabschluss-Spiel in Eisenach zu gewinnen. Wir wollen mit einem guten Gefühl aus der Saison scheiden und im nächsten Spieljahr wieder im Titelkampf angreifen“, berichtet Karsten Knöfler, der mit seinem stärksten Aufgebot nach Eisemnach kommt.  Er geht davon aus, dass alle Mann für die neue Saison an Deck bleiben. „Wir haben unser Potential noch lange nicht ausgereizt, können auch taktisch noch zulegen“, blickt der Coach des VfB Mühlhausen, einst Trainer im Nachwuchsbereich des ThSV Eisenach, in die nahe Zukunft. Am Samstagabend hofft er auf viele Tore seines Shooters Markus Bergmann, „auf eine linke Angriffsseite, im Gegensatz zur Niederlage in Hermsdorf, zumindest in Normalform“. Mit Torhüter Adrian Winkler und Außen Maximilian Jäschke stehen weiterhin zwei ehemalige Eisenacher im Aufgebot des VfB Mühlhausen.

 

Th. Levknecht