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Elisabeth-Gymnasium überraschend auf Platz 3

Jugend trainiert für Olympia: Mädchen des Elisabeth-Gymnasium Eisenach bejubeln beim Leichtathletik-Landesfinale 3. Platz

Hochsommerliche Temperaturen herrschten beim Landesfinale der Leichtathleten „Jugend trainiert für Olympia“ auf dem Sportgelände neben dem Schmuckstück Oldenberghalle in Ohrdruf (Landkreis Gotha). Über das Kreisfinale im Mai 2022 und das Regionalfinale im Juni in Arnstadt konnte sich die Mädchenmannschaft des Elisabeth-Gymnasiums Eisenach unter Leitung vom Sportlehrer Peter Grüneberg als Sieger der Region West etwas überraschend für das Landesfinale qualifizieren. Das mit großem Engagement organisierte Sport-Event endete aus Eisenacher Sicht mit einer deftigen Überraschung. Die Mädchen des Elisabeth-Gymnasiums Eisenach jubelten nach den Strapazen des Tages, landeten auf dem Siegertreppchen, belegten den 3. Platz, wurden mit ganz viel Lob aus allen Lagern bedacht.  „Unser Dank geht an Schulsport-Koordinator Thomas Waitz, dem den Transport der Sportlerinnen übernehmenden ThSV Eisenach sowie allen Sportlern, Eltern und der Schulleitung vom Elisabeth- Gymnasium, dessen Name in Arnstadt und Ohrdruf immer wieder positiv auffiel“, wollte Peter Grüneberg vermerkt wissen.

Einzel- zum Mannschaftsergebnis zusammengefügt

Peter Grüneberg erläutert den Wettkampfmodus: „Wenn in einer Nicht – Mannschaftssportart, also einer Einzelsportart wie der Leichtathletik, ein Mannschaftswettbewerb stattfindet, aus dem die Summe der Einzelergebnisse mittels Punktbewertung erfolgt, hat dies besondere Merkmale. Es sind nicht nur reine Platzierungspunkte wie bei einem Cupwettbewerb, wo der Sieger. z.B. 10 Punkte und der 10. dann 1 Punkt erhält, sondern jedes Ergebnis wird nach Mehrkampftabelle mit dem erreichten Punktwert berechnet. Somit zählen immer von drei möglichen Startmöglichkeiten pro Disziplin und Mannschaft/Schule, die beiden besten Einzelergebnisse, wobei jeder Sportler nur maximal an drei Disziplinen, inklusive der Staffel, teilnehmen darf.“ Der Sportlehrer ergänzt: „Durch diesen limitierten Modus ergeben sich interessante Varianten in der Aufstellung und das Ganze trägt eine philosophische Komponente in sich – der Einzelne erscheint und trägt in sich wesentliche Merkmale des Wesentlichen. Das Wesen erscheint, die Erscheinung ist wesentlich und in der Summe der Einzelwerte wird das allgemeine Mannschaftsergebnis erzeugt.“

 

Zur Auswahl standen mit dem 75 Meter- Sprint, dem Weitsprung, dem Hochsprung, dem 800 Meter- Lauf, dem Ball und dem Speerwurf und der 4 x 75 Meter- Staffel ergo 6 Einzeldisziplinen und 1 Staffel. Zusammengefasst 7 Bewerbe für die Schulsportwettbewerbsform „Jugend trainiert für Olympia“ in diesem Fall der WK III w (AK 13-15/7.-9.Klasse).

Die Mädels des Elisabeth-Gymnasiums trafen auf sehr starke Konkurrenz der Sieger aus den Schulamtsbezirken Nord (Mühlhausen), Süd (Rudolstadt), Ost (Stadtroda), Mitte (Gutenberg Gymnasium Erfurt) und natürlich den hochqualifizierten Sportgymnasien Jena und Erfurt- 7 x Mannschaften/Teams. Der verantwortliche Sportlehrer Peter Grüneberg war 2012 in Berlin beim Bundesfinale im großen Betreuerstab von 8 Sportlehrern und Trainern dabei, als dem Coubertin-Sportgymnasium das „Husarenstück“ gelang, das Bundesfinale in der WK III bei den Jungen und Mädchen siegreich zu gestalten. Dieser Erfahrungsschatz kam dem engagierten Sportlehrer und Trainer – diesmal als „Einzelkämpfer“ - zugute, mit dem Elisabeth Gymnasium sowohl 2018 (WK IV w), als auch jetzt 2022 (WK III w), beim Landesfinale Thüringens, den Bronzerang hinter den beiden Sportgymnasien zu erringen.

Peter Grüneberg mit der richtigen Taktik

Wie kann man die Ergebnisse einordnen? Aus der Erfahrung von Peter Grüneberg ist ein Mannschaftsergebnis von über 7000 Punkten wie ein „Goldene Krug“, für den es 7 „Goldene Becher“ braucht- das heißt, wenn je 2 Sportler pro Disziplin 500 Punkte schaffen, sind das 6000 Punkte (2 x 500 Punkte x 6 Einzeldisziplinen) und idealerweise 1000 Punkte für die Staffel, womit ein Optimal-Wert von 7000 Punkten herauskäme, die tatsächlich ein Spitzenwert darstellen und für das Bundesfinale in Berlin (September) einen vorderen Platz absichern. Das besagte Erfurter Sportgymnasium konnte mit 7100 Punkten einen solchen Spitzenwert als Landessieger erreichen und sich somit für Berlin hochverdient qualifizieren!

Dabei gelangen dem Erfurter Sportgymnasium 6 x „Goldene Becher“ (6 x Einzelwerte über 500 Punkte und über 1000 Punkte in der Staffel, dem zweitplatzierten Jenaer Guts Muths Sportgymnasium Jena (gesamt 2. mit 6482 Punkten) 3 x Werte über 500 Punkte, dem Elisabeth Gymnasium Eisenach (gesamt 3. mit 6024 Punkten) 2 x Werte über 500 Punkte und die auf den Plätzen folgenden Gymnasien Gutenberg Erfurt- 4.- 5864 Punkte/1 x, RS Stadtroda 5. mit 5598 Punkten/0 x, Tilesius Mühlhausen- 6. mit 5582 Punkten /0 x und Fridericianum Rudolstadt – 7. mit 5525 Punkten/1 x.

Im Team des Elisabeth.-Gymnasiums wurden durch A-Lizenz-Inhaber Peter Grüneberg vor dem Finale sechs verschiedene Varianten durchgerechnet, um zur optimal erscheinenden Punktezahl zu gelangen.  aus dem Kaleidoskop der optimal erscheinenden höchsten Punkterreichung. Ähnlich wie beim Schach läuft man Gefahr, zwar eine Disziplin optimal zu besetzen (z.B. Kugel), aber verliert eine gute „Figur“ (Punkte) bei der Staffel (oder umgekehrt), weil der Modus jeden Sportler auf 3 Starts limitiert.

Platz 3 vor dem Gutenberg-Gymnasium Erfurt

Es begann zuversichtlich mit Rang 3 in der Staffel (Staffel I) mit der Startläuferin Helena Böhm, die auf alle drei vom SV Einheit/LG Ohra – Energie startende Schülerinnen weitergab:  Maria Matewosjan, Lea Weber und Josephine Tronicke, die in 44,03 s das Elisabeth Gymnasium auf Rang 3 brachten. Der Weitsprung folgte und da konnten Lea Weber mit PBL von 4,70 m und Maria Matewosjan mit 4,56 m wertvolle Punkte (516/500) einbringen und zugleich für die höchsten Punktwertung innerhalb ihrer Mannschaft sorgen, wodurch das Elisabeth- Gymnasium nach 2 von 7 Disziplinen auf Rang 2 kletterte. Von da ab pendelte die Platzierung von der 3. bis zur 7.Disziplin immer zwischen Platz 4 und Rang 3, der dann letztlich mit 160 Punkten vor dem stark aufkommenden Gutenberg Gymnasium Erfurt gehalten werden konnte. Die beste Einzelplatzierung erreichte Maria Matewosjan mit Rang 2 im Hochsprung mit 1,42 m und zu den wertvollsten Einzelergebnissen zwischen 400 – 499 Punkten sollen noch aufgeführt werden: Jolina Querfeld mit 8,78 m im Kugelstoß- 4. (423 P.) und Ballwurf – 13. mit 37,00 m (449 P.), Helena Böhm im Ballwurf – 7. mit 41,00 m (480 P.), Lea Weber 75 m – 6. in 10,46 s (480 P.) und auch die 800 m Zeiten unter 3:00 min von Böhm und Lydia Herrmann in 2:58,55 min bzw. 2:59,78 min, trugen wesentlich zum Erfolg bei, wie auch der Einsatz der anderen Mädchen im Gefüge des Kollektivs wie Johanna Backhaus, Lena Trescher, Leni Traberth, Alexandra Sosnina, Johanna Reinhardt und Lena Bröckel.