News / 2. Handball Bundesliga

Die Marmeladenstädter kommen am Samstag

Unser Team empfängt am Samstag um 19.30 Uhr den VfL Lübeck-Schwartau

„Handball-Festspielwochen“ bezeichnet der ThSV Eisenach die Serie von vier Heimspielen in Folge. Die ersten beiden waren glanzvoll, mit den Siegen über die als Tabellenführer angereisten Teams des ASV Hamm-Westfalen (30:24) und TuSEM Essen (30:26). Das ließ die gesamte Liga aufhorchen. „Wir haben im Sommer auf die Charaktere der Neuverpflichtungen geachtet, wollten Spieler, die alles geben. Jetzt wächst was zusammen“, freute sich Eisenachs Manager Rene Witte. Der Aufsteiger von der Wartburg rangiert mit 9:5 Punkten auf dem 7. Tabellenplatz, punktgleich mit dem VfL Gummersbach. „Um ehrlich zu sein, damit hatte ich nicht gerechnet. Wir verfahren nach der Devise, unseren Focus stets auf das nächste Spiel zu richten, uns dafür bestens vorzubereiten, um das Maximale zu erreichen. Erst danach blicken wir auf die Tabelle. Neun Punkte sind gut, Platz 7 ist nicht so wichtig. Vor uns liegen noch 27 Spieltage“, erklärt Eisenachs Coach Sead Hasanefendic. Am Samstag, 12.10.2019 gastiert der VfL Lübeck-Schwartau um 19.30 Uhr in der Werner-Aßmann-Halle.

Ostseestädter unter Druck

Bei den Ostseestädtern steht der Erstliga-Aufstieg auf der Agenda. Das Ziel, vor zwei Jahren im Rahmen der Umfirmierung zur Kommanditgesellschaft mit Lübeck im Namen formuliert, ist der Aufstieg bis 2020 plus ein oder zwei Jahre. Mit der Verpflichtung von Piotr Przybecki (Trainer) sowie dem Rückraum-Duo Mex Ragune (ehemaliger U 21 – Nationalspieler, vom ASV Hamm) und Nikola Potic (serbischer Nationalspieler, von RK Zagreb) wurden dafür drei wichtige Eckpfeiler gesetzt. Das heißt, Mannschaft und Trainer müssen liefern. Mit einem Jahr Karenzzeit. Spätestens 2021. Die beste Abwehr der Liga, die Bastion Hansehalle sollen dabei als Trümpfe stechen. Mit einem Etat von geschätzten 1,5 Millionen Euro, mehr Personal im Team hinter dem Team und dem Investment in den Nachwuchs sieht sich der VfL auf einem guten Weg. Der Bau einer erstligatauglichen Halle soll nun über die Bühne gehen. „Die Region hat Bock auf Erstbundesliga-Handball“, schreibt der für die „Lübecker-Nachrichten“ tätige einstige DDR-Auswahltorhüter Jens Kürbis.

„Unsere Fans, das ist der Hammer!“

Der ThSV Eisenach möchte am Samstag vor sicherlich großer Kulisse da anfangen, wo er in der Vorwoche aufgehört hat, mit einer stabilen Abwehr im Zusammenspiel mit dem Torhüter, mit präzisen und konsequent abgeschlossenen Tempogegenstößen und Kreativität im Positionsangriff. Das gebündelt mit Leidenschaft, auf dem Parkett und den Rängen. „Unsere Fans, das ist der Hammer. Das habe ich selbst in Zagreb nicht erlebt“, betont Eisenachs 2,08-Meter-Kreisläufer Marko Racic. Getreu dem Motto, eine erfolgreiche Mannschaft ändert man nicht, beabsichtigt Eisenachs Coach Sead Hasanefendic die Formation der Vorwoche mit der Aufgabe gegen die Norddeutschen zu betrauen. Dazu gehört auch, seine drei so unterschiedlichen Spielgestalter Martin Potisk, Voav Lombrosa und Jonas Ulshöfer so effizient wie möglich einzusetzen. „Ich darf daran erinnern, für diese drei jungen Spieler, 19- und 20-jährig sowie einem 25-Jährigen von einem Absteiger aus der 3. Liga, ist die 2. Bundesliga völliges Neuland. Ja, wir jonglieren, um sie in bestimmten Spielphasen effektiv einzusetzen“, erläutert Seas Hasanefendic. „Zwei starke Teams treffen am Samstagabend aufeinander, die sich bestimmt einen packenden Fight liefern werden. Na klar, mit der Unterstützung unserer treuen Fans wollen wir das heimische Parkett als Sieger verlassen“, lässt der Eisenacher Trainer wissen.

„Wir kommen über die Autobahn, um beide Punkte mitzunehmen.“

Die Gäste-Kogge ist noch nicht so richtig auf Kurs, besonders die 23:24-Heimniederlage gegen den HC Elbflorenz schmerzte. „Langjährige Leistungsträger stehen nicht mehr im Team, neue junge Spieler, insbesondere auf der rechten Seite, sind hinzugekommen, da ist einfach noch Geduld gefragt. Wichtige Akteure fehlten zudem verletzungsbedingt. Das will ich aber nicht als Alibi gelten lassen. Fakt ist aber auch, in dieser ausgeglichenen Liga entscheiden oftmals nur Details, wie knappe Spielausgänge zeigen. Wir brauchen einfach noch ein bisschen Zeit, um zu konstant guten Leistungen zu finden“, erklärt Piotr Przybecki, der langjährige Bundesligaprofi und polnische Nationalspieler (131 Länderspiele), von 2017 bis 2019 Auswahltrainer seiner Heimat, seit dem Sommer auf der Kommandobrücke des VfL Lübeck-Schwartau. „In den vielen Jahren meiner Bundesliga-Karriere habe ich reichlich Erfahrungen in der Werner-Aßmann-Halle gesammelt. Eine Halle mit vielen Emotionen von den Rängen, wo es richtig Spaß macht, dagegen zu halten. Ich erwarte für uns eine spannende Aufgabe, ein schweres Auswärtsspiel. Körperlich und mental! Wir nehmen die stundenlange Fahrt auf der Autobahn auf uns, um in Eisenach auf Sieg zu spielen. Wie in jedem Spiel wollen wir auch in Eisenach gewinnen“, unterstreicht Piotr Przybecki. Sein Stammkeeper Dennis Klockmann, seit Jahren einer der besten seines Fachs der Liga, musste krankheitsbedingt beim Training pausieren, dürfte aber am Samstagabend im Kasten des VfL Lübeck-Schwartau stehen. „Ich gehe davon aus, das Aufgebot der Vorwoche aufbieten zu können“, so Pjotr Przybecki.

Ticket-Sonderangebot für Dauerkarten-Inhaber

Der ThSV Eisenach unterbreitet seinen Dauerkarten-Inhabern ein besonders Angebot. Jeder Dauerkarten-Inhaber kann am Samstag eine Person seiner Wahl zum freien Eintritt einladen, ihr ein blaues Herz schenken. Wie funktioniert das? Der Dauerkarten-Inhaber bringt seinen Gast mit, dieser erhält nach dem Einscannen der Dauerkarte beim Einlass das blaue Herz, das ihm freien Zutritt zur Halle für einen kostenfreien Stehplatz gewährt.

Abendkasse öffnet um 18.00 Uhr

 

Der ThSV Eisenach rechnet, auch nach den jüngsten Heimspielerfolgen, mit einer gut gefüllten Werner-Aßmann-Halle, empfiehlt den Ticket-Vorverkauf zu nutzen, online unter www.thsv-eisenach.de, in der ThSV-Geschäftsstelle und in allen Pressehäusern der Mediengruppe Thüringen. Die Abendkasse öffnet am Samstag um 18.00 Uhr.

 

Th. Levknecht