News / 2. Handball Bundesliga

Für nahezu alle Erst- und Zweibundesligisten Lizenz für nächste Saison

LIQUI MOLY HBL sendet positives Signal in für den Profisport schwierigen Zeiten/ Lizenzierungskommission nutzt Ermessensspielräume zur Erteilung der Lizenzen für Vereine der 1. und 2. Bundesligen

Die Lizenzierungskommission des Handball-Bundesliga e.V. hat heute entschieden, dass alle Vereine in der 1. und 2. Handball-Bundesliga, somit auch der ThSV Eisenach, die Lizenz für die Spielzeit 2020/21, teilweise mit der Auflage der Begrenzung des Personalaufwands, erhalten. „Mit dieser Entscheidung, die unter dem Vorbehalt der jeweiligen sportlichen Qualifikation steht, will die Lizenzierungskommission ein positives, motivierendes und absolut notwendiges Zeichen an die Klubs senden. Diese beweisen sich in schwierigen Zeiten täglich als Krisenmanager und unternehmen alles ihnen Mögliche, um der Corona-Pandemie und deren Auswirkungen erfolgreich entgegenzutreten“, heißt es in der Verlautbarung aus der HBL-Zentrale.

 

Keine Lizenz für die HSG Krefeld

Lediglich die HSG Krefeld erhält keine Lizenz zur Teilnahme am Spielbetrieb der Saison 2020/21. Der Zweitligist hatte den Lizenzantrag nicht fristgemäß innerhalb der Ausschlussfrist zum 1. März 2020 bei der Lizenzierungskommission eingereicht.

 

Nachlizenzierung aller Vereine bis Ende August 2020

„Sowohl für die Lizenzierungskommission als auch für die Klubs beider Bundesligen stellt die Corona-Pandemie und deren bereits jetzt deutlich spürbare massive Auswirkungen auf die sportlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen eine bisher nie dagewesene Herausforderung dar“, heißt es in der HBL-Pressemeldung.

Rolf Nottmeier, Vorsitzender der Lizenzierungskommission: „Noch vor Kurzem haben wir eine deutliche Zunahme der Finanzkraft der Klubs festgestellt. In dem aktuellen Prüfungsverfahren war eine fundierte Prüfung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit aufgrund der außergewöhnlichen Umstände nur sehr eingeschränkt möglich. Wir haben daher bewusst mit Augenmaß unter Berücksichtigung der unverschuldeten Notlage der Vereine und Nutzung der Ermessungsspielräume der Lizenzordnung diese positive Entscheidung getroffen.“

Da die Auswirkungen der Corona-Pandemie zu dieser Zeit kaum überschaubar sind, hat die Lizenzierungskommission alle Vereine zu einer außerordentlichen Nachlizenzierung bis Ende August 2020 verpflichtet. Zu diesem Zeitpunkt sollte mehr Klarheit sowohl über die Fortsetzung des Spielbetriebs als auch über wesentliche finanzielle Auswirkungen der Corona-Pandemie bestehen.

Der unabhängigen Lizenzierungskommission gehören neben dem Vorsitzenden Rolf Nottmeier, Richter am Arbeitsgericht Minden, Olaf Rittmeier, Steuerberater und Frank Bohmann, Geschäftsführer der Handball-Bundesliga GmbH an. Unterstützt wird die Kommission durch Mattes Rogowski, Leiter Sport & Lizenzierungsverfahren bei der HBL GmbH.

 

Corona-Pandemie: Sportlich und wirtschaftlich bedrohlicher Einschnitt

"Für die HBL GmbH und alle Vereine stellt die Corona-Pandemie und die Entscheidung, die laufende Saison auszusetzen, einen sportlich und wirtschaftlich einzigartigen, massiven und bedrohlichen Einschnitt dar. Der gesamte Handball-Profisport trifft die notwendigen Entscheidungen aus Überzeugung und will damit einen Beitrag leisten, die Corona-Pandemie bestmöglich einzudämmen, um schnellst möglich den Spielbetrieb wieder aufnehmen zu können. Oberste Priorität hat die Gesundheit und der Schutz der Bevölkerung“, heißt es abschließend in der Presseaussendung der Handball-Bundesliga GmbH.

 

Th. Levknecht