News / 2. Handball Bundesliga

Große Sorgenfalten hinsichtlich der Rahmenbedingungen für die Saison

Sportliche Vorbereitung läuft unter Einhaltung der Corona-Hygiene-Regeln planmäßig

In 5 Wochen wollen die Handballbundesligen den Neustart wagen, in die Punktspielsaison 2020/2021 einsteigen. Der Spielplan der 2. Handballbundesliga der Männer sieht für den ThSV Eisenach zum Auftakt am Samstag, 03.10.2020 ein Auswärtsspiel bei Aufsteiger TuS Fürstenfeldbruck und eine Woche später (Samstag, 10.10.2020) ein Heimspiel gegen den TuS Nettelstedt-Lübbecke vor,

„Wir wollen ein richtiges Team auf die Platte bekommen, alle Unwägbarkeiten - Zuschauer ja, Zuschauer nein - ausblenden, uns auf das Sportliche fokussieren“, betont ThSV-Coach Markus Krauthoff Murfuni.  „Wir blicken auf 100 Jahre Handball in Eisenach, 30 Jahre ThSV Eisenach zurück, wir wollen nicht klagen, wir werden kämpfen“, erklärt Rene Witte, der Geschäftsführer und Manager der Marketing GmbH des ThSV Eisenach. Das sehen alle beim Traditionsverein so. Die von Ex-Nationalspieler Uwe Seidel trainierte A-Jugend bereitet sich gerade mit großem Engagement auf die Qualifikationsspiele zur Jugendbundesliga gegen die SG EHV/Nickelhütte Aue (Hinspiel am 06.09. in Eisenach, Rückspiel am 13.09. im Erzgebirge) vor. Alle Nachwuchsteams einschließlich der zweiten Männermannschaft stehen mit viel Fleiß im Trainingsbetrieb.

 

Ständig wechselnde Rahmenbedingungen

Ein Punktspielstart mitten in der Corona-Pandemie, zweifellos mit vielen Unwägbarkeiten, vielen unbeantworteten Fragen und aufgrund wieder steigender Infektionszahlen ständig ändernder Rahmenbedingungen.  Nicht nur für den ThSV Eisenach. Für alle Teams im Ober- und Unterhaus des deutschen Handballs. Anders als beim großen Bruder Fußball, die Handballbundesligisten brauchen für die Existenz Zuschauer. „Die Voraussetzungen, die Bedingungen, ändern sich Woche für Woche. Das ist das größte Problem“, betont Rene Witte. Aufwendig erarbeitete Hygienekonzepte müssen wieder verworfen werden. „Unsere Wirtschaftlichkeit basiert auf zwei Säulen, Tickets und Sponsoren“, erläutert der der 42-Jährige, in jungen Jahren selbst für den ThSV Eisenach am Ball.  Dauerkarten seien mit Blick auf die bisher völlig ungewisse Lage nicht verkauft worden. Vielen treuen Sponsoren gehe es wirtschaftlich nicht gut, seien selbst von Kurzarbeit betroffen. Die Zusammenarbeit soll dennoch fortgesetzt werden.  „Ein Budget ist nicht planbar“, betont Rene Witte. Die vom ThSV Eisenach mit ins Leben gerufene Initiative „Team Sport Thüringen“, in der 12 Spitzensportvereine des Freistaates Thüringen vereint sind, ist der Thüringer Politik, insbesondere Minister Helmut Holter und dem Landtagsabgeordneten Raymond Walk, überaus dankbar, dass es im Thüringer Landtag zu einem mit großer Mehrheit gefassten Beschluss zur finanziellen Hilfe für diese sportlichen Botschafter Thüringens gekommen ist. Probleme gebe es, so Rene Witte, allerdings noch bei den Formalien für die Beantragung.

Finale Saisonvorbereitung gestartet

Unterdessen läuft im 17-Spieler-Team des neuen Cheftrainers Markus Krauthoff-Murfuni, im Vorjahr Co-Trainer an der Seite des erfahrenen Sead Hasanefendic, die sportliche Vorbereitung unter strikter Einhaltung der Hygieneregeln planmäßig. Pre-preparation, nach der sechswöchigen Vorbereitung auf die Vorbereitung (mit ganz vielen von Athletiktrainer Alexander Nöthe geleiteten Einheiten) und einer Regenerationswoche ist seitvergangenen Montag die finale Vorbereitung angesagt. „Wir haben den Kern der Mannschaft gehalten, uns mit den Neuzugängen an Qualität verstärkt“, erklären Rene Witte und Markus Krauthoff-Murfuni unisono. Der ThSV-Coach lobt die professionelle Einstellung der neu zum Team gestoßenen österreichischen Nationalspieler Thomas Eichberger (Torwart) und Daniel Dicker (Rückraum) sowie des championsleagueerfahrenen Kroaten Kristian Beciri (Kreis). Die im Vorjahr in der 1. DHB-Pokal-Hauptrunde zugezogene Verletzung bei Kristian Volar erweist sich deutlich komplizierter als erwartet. Der 26-jährige Rückraumspieler kann noch nicht vollständig ins Mannschaftstraining einsteigen. Der sich während der Vorbereitung einen Fingerbruch zugezogene Rechtsaußen Ante Tokic ist guter Dinge, in zwei Wochen wieder voll mittrainieren zu können. Markus Krauthoff-Murfuni hat Rückraumspieler Alexander Saul mit der Kapitänsrolle betraut. Der Linkshänder übernahm nicht nur die Spielführerbinde vom seine Laufbahn beendenden Duje Miljak, sondern auch ein gehöriges Stück Verantwortung. „ Auf der einen Seite war ich überrascht, auf der anderen Seite auch stolz, solch ein Vertrauen zu bekommen“, kommentierte Alexander Saul die Übertragung des Kapitänsamtes.

Testspiele gegen namhafte Konkurrenten

Im Vorbereitungsplan inbegriffen sind Testspiele gegen Erst- und Zweitbundesligisten: am 04.09. in Suhl gegen die DJK Rimpar Wölfe, am 08.09. beim SC Magdeburg, am 11.09. beim HC Elbflorenz Dresden, am 13.09. in Eisenach gegen die Eulen Ludwigshafen, am 23.09. in Eisenach gegen den HSC Coburg und am 26.09. in Dutenhofen gegen die HSG Wetzlar.

 

Th. Levknecht