News / 2. Handball Bundesliga

Hoffnung auf die Rückkehr verletzter Spieler

ThSV Eisenach gastiert zum Auftakt einer englischen Woche am Freitagabend beim VfL Lübeck-Schwartau

Ähnlich wie beim ersten Auswärtsspiel der Saison (in Fürstenfeldbruck) steht dem ThSV Eisenach am Freitag, 16.10.2020 ein 830-Kilometer-Trip (Hin- und Rückfahrt an einem Tag) bevor. Zum zweiten Saison-Auswärtsspiel und zu Beginn einer englischen Woche geht es in den Norden, an die Ostsee. Der VfL Lübeck-Schwartau ist in der heimischen Hansehalle um 19.30 Uhr Gastgeber. Für die Partie sind 570 Besucher zugelassen.

VfL Lübeck-Schwartau schon unter Erfolgsdruck

In der Vorsaison hinkte der VfL Lübeck-Schwartau seinem eigenen Anspruch weit hinterher. Der Dauerritt am Abgrund, bei dem der Saisonabbruch aufgrund der Corona-Pandemie schon fast wie Erlösung wirkte, ist Geschichte. Die Verantwortlichen reagierten, wurden auf dem Transfermarkt tätig, verstärkten auf wichtigen Positionen den Kader. Schwedische Hoffnungsträger wurden an Land gezogen. Spielgestalter Julius Lindskog Andersson kam vom TuS Ferndorf, Kreisläufer Carl Löfström von Bayer Dormagen. „Das könnte die entscheidende Achse werden im Zusammenspiel mit guten Rückraumwerfern. Da wird es für jede Mannschaft ganz schwer“, konstatiert Eisenachs Trainer Markus Krauthoff-Murfuni. Aktuell stehen die Norddeutschen ohne Pluszähler da und somit schon etwas unter Druck, wollen gegen die Thüringer unbedingt punkten.  Zum Saisonauftakt wurde dem Titelfavoriten Nummer 1, dem VfL Gummersbach, ein prächtiger Fight geliefert.  Eine 25:27-Niederlage stand zu Buche,  die jedoch hoffen ließ. Diese Hoffnung erfüllte sich zumindest am zweiten Spieltag nicht. „Eine inakzeptable Leistung“, schimpfte Trainer Pjotr Przybecki rückblickend auf die erste Halbzeit in Dessau. Der Aufsteiger führte 16:10. Die erwartete Aufholjagd wurde erst nach einem 11:18-Rückstand (39.) gezündet. Letztlich erfolglos. Der Dessau Roßlauer  HV verbuchte mit einem 26:24-Erfolg im zweiten Saisonspiel den zweiten Doppelpunktgewinn. „So darf man in Dessau nicht auftreten, das habe ich der Mannschaft auch deutlich gesagt. Jetzt müssen wir sehen, wie wir die Jungs schnell wiederaufbauen. Am Freitag steht schon das nächste Spiel an – und da müssen wir unbedingt punkten“, betont Piotr Przybecki. Er meint das Heimspiel gegen den ThSV Eisenach. Personell hat er alles an Deck.

ThSV Eisenach hofft auf enges Spiel bis in die Schlussphase

Die Wartburgstädter konnten sich am vergangenen Spieltag für eine Aufholjagd in der Partie gegen Titelanwärter TuS Nettelstedt-Lübbecke nicht belohnen. Einen 12:16-Pausenrückstand verwandelten sie in eine 24:22-Führung zehn Minuten vor der Sirene. Ein Grund für die 27:29-Niederlage, ihre verletzungsbedingt arg dünn besetzte Wechselbank. „Verletzte Spieler kommen langsam zurück“, atmet Markus Krauthoff-Murfuni auf. Als Spielgestalter werden Jonas Ulshöfer und Martin Potisk dabei sein. „Wir werden wahrscheinlich mit einer gut besetzten Kapelle in der Hansehalle auflaufen. Ich hoffe auf ein enges Spiel, das wir lange offenhalten und die Entscheidung erst in der Schlussphase fällt“, fügt der Eisenacher Trainer hinzu. Die Fehler vom Nettelstedt-Heimspiel mögen sich nicht wiederholen. „Interessant für mich, wie unsere Mannschaft mit der Belastung einer englischen Woche umgeht“, erklärt Markus Krauthoff-Murfuni. „Die Mannschaft spielt lieber als zu trainieren“, lässt der Eisenacher Trainer wissen.