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Im Spielerporträt: Luka Kikanovic

Luka Kikanovic wird auch am Samstag mit der Nummer 5 auflaufen

Ein deutschsprechender Slowene mit österreichischem Akzent gehört seit dem Sommer zum Zweitbundesligaaufgebot des ThSV Eisenach. Luka Kikanovic, am 24.10.1996 in Celje geboren, 1,98 Meter groß und 100 Kilo auf die Waage bringend, soll für Torgefahr aus dem linken Rückraum sorgen. Er spielte zuletzt in Österreich, zwei Jahre für den HC Bregenz, davor ein Jahr beim HC Linz. Bereits mit 8 Jahren begann er bei RK Celje mit dem Handball. Mit 18 Jahren war er sowohl für RK Celje als auch per Zweitspielrecht für RK Radece um Punkte am Ball, bestritt somit zumeist zwei Pflichtspiele an einem Wochenende. Einmal in Deutschland zu spielen, diesen Traum hegte er schon lange. Nun erfüllte sich dieser.

 

Wir sprachen mit Luka Kikanovic, ledig, aber in festen Händen:

Weshalb entschieden Sie sich schon in jungen Jahren für den Handballsport?

Celje, meine Heimatstadt, ist eine Stadt des Handballs. Viele Handballgrößen stammen aus Celje. Auch meine Schwester spielt Handball, der Weg war für mich praktisch vorgezeichnet. Handball ist ein faszinierender Mannschaftssport.

Welche Erfolge haben Sie bisher vorzuweisen?

Im Jugendalter war ich für alle Auswahlteams Sloweniens nominiert. Bei den Olympischen Jugendspielen 2014 eroberte ich mit Slowenien die Goldmedaille. Mit den Nachwuchsteams des RK Celje belegte ich stets den 1. Platz. Mit Linz und Bregenz stand ich jeweils im Halbfinale des österreichischen Pokals.

… und nun Eisenach?

Ich freue mich riesig, diese Chance beim ThSV Eisenach bekommen zu haben, mich unter einer Trainerikone entwickeln zu dürfen. Ich bin noch ein junger Spieler, ich brauche viel Training, um mich zu entwickeln. Sead Hasanefendic ist der richtige Mann für mich. Mir lagen Angebote aus verschiedenen Ländern vor, doch ich entschied mich für einen Traditionsverein in Deutschland.

Doch dann kam der Wechsel nach Österreich?

Celje ist eine Stadt des Handballs in Slowenien, doch der Handball spielt in anderen Breiten keine so große Rolle. Mein Blick richtete sich schon damals nach Deutschland. Wechsel nach Linz und Bregenz, wo man als Handballer schon größere Popularität genießt, war praktisch ein Meilenstein auf dem Weg nach Deutschland.

Wie kommt Luka Kikanovic mit der Stadt unter der Wartburg klar?

Linz, die Landeshauptstadt von Oberösterreich, hat 206.000 Einwohner. Bregenz, eine wunderschöne Stadt m Bodensee, hat knapp 30.000 Einwohner. Nun bin ich in einer 43.000 Einwohner zählenden Kleinstadt in Thüringen. Hier ist nahezu alles, Kaufhalle, Kaffee, fußläufig erreichbar. Ich schätze die kleinen Kaffees. Leider erlischt das Leben in Eisenach schon früh am Abend. Ich interessiere mich für die kulturelle Geschichte, war schon auf der Wartburg und auf dem Burschenschaftsdenkmal. Ich nutzte den Thüringer Wald zu Spaziergängen mit meinem Hund.

Welche sportlichen Ziele verfolgt Luka Kikanovic?

Mein großes Ziel ist die 1. Handballbundesliga. Mit dem ThSV Eisenach will ich möglichst jedes Spiel gewinnen. Das gelingt nicht immer. Am Ende der Saison werden wir sehen, wo wir einkommen. Natürlich möglichst weit oben.

 

Welche Stärken, welche Reserven sehen Sie bei sich?

Zu den Stärken würde ich meine Distanzwürfe zählen. Reserven habe ich noch in der Abwehr.

 

Welche Art des Handballs bevorzugen Sie?

Ich stehe für schnelles Spiel, beim Gegenstoß und im Positionsangriff, um leichte Tore zu erzielen, auch aus dem Fernwurfbereich. Eine gute Abwehr mit Ballgewinnen ist Voraussetzung für leichte schnelle Tore.

 

Wie empfinden Sie das Klima im Team?

Das Klima ist Super. Wir haben Spaß im Training und auch in der Kabine. Was ich aber auch sagen möchte: Wir brauchen noch Zeit, bei 7 neuen Spielern.

 

Th. Levknecht