News / 2. Handball Bundesliga

In Dessau weiter sieglos

Unser Team unterlag in der 64. Auflage des alten Derbys beim Dessau Rosslauer HV mit 31:34 (13:15).

Die Eisenacher Durststrecke in der Anhalt Arena Dessau hält an. Seit 48 Jahren warten die Eisenacher hier auf einen Sieg. Das blieb auch am gestrigen Sonntag so. Der ThSV Eisenach unterlag beim Dessau Rosslauer HV vor 987 Zuschauern mit 31:34(13:15). Letztendlich gaben die Wartburgstädter die Partie zu Beginn der 2. Halbzeit aus der Hand. Wie so oft in den vergangenen Jahren, Dessaus Keeper Philip Ambrosius wurde in der entscheidenden Phase das Zünglein an der Waage. Die Gastgeber zogen auf 19:14(36.) davon. Deckungsumstellungen beim ThSV Eisenach fruchteten nicht. Ob 6:0 oder 5:1, die Dessauer netzten ein. Eisenachs Torhüter Johannes Jepsen verhinderte mit einer Vielzahl von erfolgreichen Paraden eine höhere Gegentorezahl.  

Die Vorzeichen standen allerdings nicht gut. Mit Kreisspieler Peter Walz und Rückraumspieler Jannis Schneibel konnten grippebedingt zwei wichtige Stammkräfte die Fahrt nach Sachsen-Anhalt erst gar nicht antreten. Besonders Kapitän Peter Walz wurde im Angriff (Kreismitte) und in der Deckung (Innenblock) schmerzlich vermisst. Martin Potisk lief bei seinem Comeback zu großer Form auf, marschierte immer wieder in die Nahtstellen der Abwehr der Hausherren. Fynn Hangstein, nach Startschwierigkeiten, war mit 8 Treffern Eisenachs erfolgreichster Werfer.

Die Eisenacher wehrten die Anfangsoffensive der Hausherren (3:1, 7.) erfolgreich ab, initiierten ihr Tempospiel und trafen durch Fynn Hangstein zum 4:7 (14.). Die Eisenacher brachten selbst in Überzahl das Leder nicht unter. Yannick Pust (insgesamt 8 Treffer) traf per Gegenstoß zum 11:9 (22.). Ein Doppelschlag von Martin Potisk ließ die Eisenacher mit 12:13 (27.) in Führung gehen. Die Thüringer patzten, setzten als letzte Aktion der ersten Halbzeit einen Siebenmeter über das Gehäuse.

Wie entfesselt kamen die Hausherren aus der Kabine. Eisenachs Abwehr öffnete die Türen. Jakub Hrstka versenkte zum 19:14 (36.) Nach einer Auszeit schien es, die Eisenacher würden die Partie wieder in den Griff bekommen, doch nach dem 20:17 (39.) schlossen die Hausherren wieder resolut zum 22:17 (43.) und 28:21 (50.) ab. Die Wartburgstädter läuteten zur Schlussoffensive, angeführt von Fynn Hangstein und Martin Potisk, waren beim 30:27 (55.) wieder auf Tuchfühlung. Das Blatt noch zu wenden, dazu fehlte ihnen die Cleverness.

Bereits am Mittwoch wartet auf den ThSV Eisenach der Pokal-Hit gegen Erstligist HSG Wetzlar (Anwurf 20:00 Uhr). Tickets sind vorab erhältlich unter www.thsv-eisenach.de und in der ThSV-Geschäftsstelle.

Th. Levknecht