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Kontinuität an der Spitze unseres Vereins

Shpetim Alaj und Peter Krauß stehen weiterhin an der Vereinsspitze/ Bernd Fichtner und Dr. Rene Kliebisch neu im Vorstand/ Steigende Mitgliederzahlen als Beleg für lebendigen Verein

Sportlich erfolgreich, klar die Nummer 1 des männlichen Handballs in Thüringen, auch in ganz schwierigen Zeiten wirtschaftlich gesund und ausgesprochen lebendig, so schilderte Sheptim Alaj, der alte und neue Präsident den ThSV Eisenach e.V. Von der Mitgliederversammlung wiedergewählt wurden ebenso Vize-Präsident Peter Krauß sowie die Mitglieder des geschäftsführenden Vorstandes Dorothee Schwertfeger, Roberto Trautmann, Till Bitterlich und Enrico Bock. Hoch emotional wurde es bei der Wahl der zwei Mitglieder des erweiterten Vorstandes. Als der Versammlungsleiter Ex-Bundesliga-Spieler Bernd Fichtner, einen der Eisenacher Aufstiegshelden von 1997, inzwischen an den Rollstuhl gefesselt, als Bewerber vorstellte, brandete langanhaltender tosender Beifall auf. Der einstige Klasse-Rechtsaußen war sichtlich gerührt. Er wurde ebenso gewählt wie Dr. Rene Kliebisch, der berufsbedingt verhindert war, sich aber per Videobotschaft auf der LED-Wand vorstellte. Dem auf eigenen Wunsch aus dem Vereinsvorstand ausscheidenden Alexander Nöthe wurde mit herzlichen Worten und einem kleinen Präsent gedankt. Als Athletiktrainer bleibt er indes hautnah am Puls des Vereins. Aufgrund eines bestätigten Corona-Falles in der A-Jugend und der damit verordneten häuslichen Quarantäne für Spieler und Trainer des Teams fehlten aus diesen Reihen die Vereinsmitglieder. Dem erkrankten Sportler wurden beste Wünsche für baldige Genesung übermittelt. Etwa 100 Vereinsmitglieder und Gäste waren gekommen, die auf der Tribüne der Werner-Aßmann-Halle Platz nahmen.  Um die Hygieneanforderungen zu erfüllen, fand die Mitgliederversammlung in diesem Jahr nicht im Foyer, sondern im Innenraum der Halle statt

Neue Sportarena Thema in den Grußworten

In den, die Rolle des ThSV Eisenach würdigenden Grußworten, wurde auch der Neubau einer Sportarena in Eisenach thematisiert. Udo Schilling, Vize-Landrat des Wartburgkreises, betonte, „Sport und Kultur gehören zum Leben.“ Der ThSV Eisenach sei ein gut aufgestellter Verein. Der Kreis werde, auch zur Unterstützung des ThSV Eisenach, den Bau der Sportarena unterstützen. Die vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen der Stadt und dem ThSV hob Eisenachs Bürgermeister Uwe Möller hervor. „Das 01 ist leider noch immer keine laufende Baustelle“, erklärte er mit Blick auf den vorgesehenen Standort der neuen Arena in einem Industriedenkmal auf dem Gelände des einstigen Automobilwerkes Eisenach, zuvor BMW-Standort, von dem der erste BMW überhaupt vom Band rollte.  Das neue Konzept sei ja eigentlich die Rückkehr zum Ursprungsprojekt „Halle in Halle“.  Es seien „Geduld und der Kampf um das Geld“ angesagt. In der Stadtratssitzung am Dienstag beschäftigen sich zwei Tagesordnungspunkte mit dem Bau der Arena. Eine Fördermittelkonferenz sei, so Uwe Möller, für November anberaumt

Raymond Walk, der als örtlicher Landtagsabgeordneter die vom ThSV Eisenach ins Leben gerufene „Initiative Team Sport Thüringen“ auf Landesebene maßgeblich unterstützt hat, zugleich Stadtratsmitglied der CDU in Eisenach, signalisierte eine breite Unterstützung für das Projekt in der Stadtratssitzung am Dienstag. Der Entwurf der Sportarena hatte bereits im Hauptausschuss des Stadtrates viel Lob erhalten. Michael Klostermann, Vorsitzender der SPD-Stadtratsfraktion, brachte seine Freude zum Ausdruck, „dass der Kreis nun mit ins Boot steigt.“ Er nahm damit Bezug auf das Grußwort des Vize-Landrates. Für Euphorie sei es zu aber früh, es gäbe noch zu viele finanzielle Lücken, betonte Michael Klostermann.  Als „schier unendliche Geschichte“ bezeichnete KSB-Vorsitzender Volker Schrader den Hallenneubau in Eisenach. Er hoffe, „die Ampeln werden endlich auf Grün gestellt“. Viele weitere Sportler, wie Volley- und Basketballer, bräuchten dringend die neue Sportstätte. Volker Schrader würdigte den ThSV Eisenach als „Verein am Wachsen“, insbesondere durch die steigende Zahl an Kinder- und Jugendlichen.

„Ohne den ThSV Eisenach geht im Thüringer Handball nichts!“

„Nahezu alle Landesmeistertitel in den verschiedenen Altersklassen gingen nach Eisenach. Wir stellen den übergroßen Teil der Auswahlmannschaften unseres Bundeslandes. Unsere B-Jugend schloss die Pflichtspiele des Mitteldeutschen Handballverbandes auf Platz 3 ab“, konstatierte Shpetim Alaj. Das deutliche Scheitern der A-Jugend in der Qualifikation zur Jugendbundesliga gegen die SG EHV/Nickelhütte Aue zeigt, wo noch Nachholbedarf ist. „Nach einer Pause hat der ThSV Eisenach wieder das Jugendzertifikat der Handballbundesliga erhalten“, berichtete Shpetim Alaj und dankte diesbezüglich besonders Roberto Trautmann, Alexander Nöthe und Markus Krauthoff-Murfuni. Bundesliga-Spieler im eigenen Verein als Vorbild zu haben, sei doch besonders stimulierend. Allerdings müssten die Talente neben Trainingsfleiß auch Beharrlichkeit, Geduld und einen dem Leistungssport untergeordneten Alltag aufbringen, „Ohne den ThSV Eisenach geht im Thüringer Handball nichts“, betonte der Vereins-Präsident. Er wollte dies eigentlich direkt an die Adresse der angekündigten Präsidentin des Thüringer Handballverbandes richten, doch zur Mitgliederversammlung des Aushängeschildes des männlichen Handballs im Freistaat  war kein Vertreter des THV-Präsidiums erschienen. Am kommenden Mittwoch ist eine Gesprächsrunde anberaumt, um künftige Strukturen des Thüringer Handballs mit zuständigen Stellen zu besprechen.  

 

Dank an viele Partner und Mitstreiter

Der ThSV Eisenach e.V.  ist mit 51 Prozent an der Marketing GmbH beteiligt. „Wir fanden vor 2 ½ Jahren einen hausgemachten Minus-Betrag vor. Mit einer Kapitalerhöhung und Dank vieler Spenden ist es uns gelungen, das aufzufangen. Unser Dank geht an all die vielen Spender, jedoch ganz besonders an Peter Krauß“, betonte Shpetim Alaj. Langanhaltender Beifall von der Tribüne untermauerte diese Aussage.  Der Vereinschef dankte zugleich Manager Rene Witte und dem Team der Marketing-Geschäftsstelle für die geleistete Arbeit, insbesondere in der schwierigen Zeit der Corona-Pandemie. Der Dank ging ebenso an die Thüringer Landesregierung und den Thüringer Landtag für den Beschluss zur finanziellen Unterstützung der Spitzensportvereine im Mannschaftssport, also auch dem ThSV Eisenach, die alle Botschafter des Freistaates sind. „Die Situation ist sehr, sehr kritisch“, unterstrich Shpetim Alaj. Er dankte der Eisenacher Stadtführung und den Mitgliedern des Stadtrates für ihre jüngsten Beschlüsse zum Bau einer neuen Sportarena.  Nur so könne der ThSV Eisenach wettbewerbsfähig bleiben. Inbegriffen in den Dank, alle Sponsoren und Partner, alle ehrenamtlichen Helfer und die zahlreichen treuen Zuschauer. Stellvertretend für die vielen Mitstreiter ehrte der ThSV Eisenach Andreas Zettl aus dem Technikteam, auch als Maskottchen „Schorsch“ bekannt, und Jozo Renic, der mit seinem Hotel „Sophienaue“ stets auch kurzfristige Unterstützung gewährt. „Gemeinsam werden wir die Krise bewältigen“, betonte Shpetim Alaj.

Geordnete finanzielle Verhältnisse

Dorothee Schwertfeger, das für Finanzen zuständige Vorstandsmitglied, legte die Zahlen für das letzte Geschäftsjahr vor. Durch die Aktion 100 x 500 sind beispielsweise 35.000 € in die Vereinskasse geflossen. Der Dank ging an alle Spender. Die Aktion werde, so Shpetim Alaj und Dorothee Schwertfeger, fortgeführt. Alle erforderlichen Zahlungen wurden geleistet. Die Kassenprüfer berichteten über die Ordnungsmäßigkeit im Belegwesen. Der Vorstand wurde von der Mitgliederversammlung einstimmig entlastet. Eine neue Beitragsordnung mit familienfreundlichen Tarifen wurde einstimmig angenommen.

FSJler bereichern das Vereinsleben und sich selbst

Präsident Shpetim Alaj berichtete über 100 neue Vereins-Mitglieder, als ein Beleg für den lebendigen ThSV Eisenach. Alle nunmehr 366 Vereinsmitglieder dürfen sich auf eine neue Mitgliedskarte freuen, die zur Inanspruchnahme von Rabatten bei 15 Sponsoren berechtigt. Das Vereinsleben aktiv mitgestaltet hätten im vergangenen Jahr die drei FSJler Erik Müller, Lara Scharfenberg und Bastian Kemmler. Bei einer Tagung des Thüringer Handballverbandes hielten sie einen viel beachteten Vortrag über ihre FSJ-Tätigkeit beim ThSV Eisenach. Per Videobotschaft berichtete Eric Müller über sein FSJ-Jahr beim ThSV Eisenach. Obwohl nun ins Studium eingestiegen, werde er, wenn zeitlich möglich, den ThSV Eisenach weiterhin als Schiedsrichter, Zeitnehmer oder Sekretär unterstützen. Bastian Kemmler, inzwischen auch eine Ausbildung aufnehmend, gehört als aktiver Spieler zum Thüringenligateam Männer des ThSV Eisenach II.

Schüler AG `s an mehreren Eisenacher Schulen

Großer Beliebtheit erfreuen sich die vom ThSV Eisenach ins Leben gerufenen Schul-Arbeitsgemeinschaften Handball, in der Evangelischen Grundschule, der Oststadtschule, der Jakobschule, der Georgenschule, der Hörselschule und in der Wartburgschule. Shpetim Alaj richtete den Appell an die anwesenden Profis, die Schul-AG`s mit zu unterstützen. Als positiv strich der Präsident heraus, dass alle aktiven Spieler und Trainer im Amateurbereich neu eingekleidet wurden. „Ein großer Dank geht an unsere Sponsoren“, betonte Shpetim Alj unter dem Beifall der Mitglieder und Gäste. Auch bei den Schiedstrichtern und Zeitnehmern sei ein Zugewinn zu verzeichnen. Die Absicherung des Spielbetriebes in den verschiedenen Spielklassen stellt erhöhte Anforderungen.

Vielfältiges Vereinsleben

Zu den Events gehörte die Aktion „Sticker Stars“. Alle Spieler, Trainer und Mitstreiter der aktuellen Zeit sowie einige aus alten Zeiten waren auf über 250 Sticker zu finden. Die Aktion wurde von den REWE-Märkten in der Julius-Lippold-Straße und im Einkaufspark „Alte Spinnerei“ unterstützt. Im bundesweiten Abverkauf in der Rubrik Handball habe die Eisenacher Aktion  am stärksten abgeschnitten, informierte das Berliner Start-up Unternehmen.

Höhepunkte waren die Vereinsfahrten mit Nachwuchsteams zu den Punktspielen der 1. Mannschaft nach Baunatal und Coburg. Im Fränkischen nahmen die ThSV-Talente zudem an einem Turnier teil, einige waren als Einlaufkids später dabei. Das vereinsinterne Hallenfußballturnier, die Weihnachtsfeier, ein Fest beim Partner „aquaplex“ standen ebenso auf dem Programm.  Auch künftig werde das Vereinsleben viel Interessantes aufweisen. Jeder sei aufgerufen, sich einzubringen, betont Vereins-Geschäftsführer Roberto Trautmann.

 

Th. Levknecht