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Kontinuität an der Vereinsspitze

Rückblick auf unsere Mitgliederversammlung: Shpetim Alaj und Peter Krauß weiter an der Spitze des Vereinsvorstandes des ThSV Eisenach e.V./ Leichter Mitgliederzuwachs

Im Gegensatz zum allgemeinen Corona bedingten  Trend bei Vereinen, der ThSV Eisenach verzeichnet einen leichten Mitgliederzuwachs. Erst kürzlich einen Mitgliedsantrag unterschrieb die Bundestagsabgeordnete Tina Rudolph (SPD), die wie das langjährige Vereinsmitglied und Landtagsabgeordneter Raymond Walk (CDU) zur turnusmäßigen Mitgliederversammlung des ThSV Eisenach e.V. das Wort ergriff. Knapp 400 Mitglieder hat der Einsparten-Verein aktuell. Ihre ersten Wettkämpfe bestritt gerade das im Vorjahr gegründete Rollstuhl-Handballteam „Blue Lions ThSV Eisenach“, das erste in Thüringen. „Frontmann“ Bernd Fichtner wurde ausdrücklich gedankt! Auch als mdr-Morgenhahnteam schlug sich die Crew prächtig, bewies viel Wissen und räumte 500 € ab. Im Rahmen der Mitgliederversammlung wurden von Vorstandsmitglied Dr. Rene Kliebisch vorgetragene verschiedene Änderungen der Vereinsatzung beschlossen.

Bei den auf der Tagesordnung stehenden Wahlen war Kontinuität angesagt. Die beiden Unternehmer Shpetim Alaj (Präsident)) und Peter Krauß (Vizepräsident) stehen weiterhin an der Spitze des Vereinsvorstandes. In den geschäftsführenden Vorstand wurden mit großer Einmütigkeit Dorothee Schwertfeger, Silvana Theuvsen, Till Bitterlich und Roberto Trautmann gewählt. Das langjährige Vorstandsmitglied Enrico Bock hatte aus beruflichen Gründen nicht wieder kandidiert. Im erweiterten Vorstand wirken weiterhin Bernd Fichtner und Dr. Rene Kliebisch mit. Der alte und neue Präsident dankte seinen Vorstandskollegen für die gute Zusammenarbeit während der letzten Amtsperiode. Den Verantwortlichen auf Bund-, Landes,- Kreis- und Stadtebene dankte Shpetim Alaj für das gemeinschaftliche Zusammenwirken in punkto Finanzierung der neuen Arena in Eisenach im O1 des ehemaligen Automobilwerkes, zugleich dem Standort, wo der erste BMW in Deutschland vom Band rollte.

Präsident Shpetim Alaj stellte seinen Rechenschaftsbericht unter dem Satz von Albert Einstein „Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind“. Als die wichtigsten Aufgaben im Geschäftsjahr 2021 bezeichnete er die Bewältigung der Corona-Pandemie einschließlich der schrittweisen Rückkehr zur Normalität, die Neuausrichtung im Jugendbereich zur Intensivierung des Leistungssports mit der hauptamtlichen Stelle eines Jugendkoordinators, die Gründung der Rollstuhl-Handballmannschaft um Bernd Fichtner und die Sicherung der Mobilität der Nachwuchsteams. Beleg für die gute Jugendarbeit sei die Erteilung des HBL-Jugendzertifikates 2022. Natürlich habe man auch Fehler gemacht, aus denen es zu lernen gelte.

Kooperation mit dem SVW und mehreren Schulen

Shpetim Alaj ging auf die Saisonplatzierungen und die Entwicklung der verschiedenen Vereinsteams ein. Im Minibereich entwickele sich die Zusammenarbeit mit dem SV Wartburgstadt gut. Diese Trainingsgruppe mit Übungsleiterin Julia Frömberg umfasst aktuell 20 Mädchen und Jungen. Geradezu ein Boom erfahre die Kooperation mit der Grundschule „Nessetal“ in Wenigenlupnitz, wo sich 60 Kinder für die Handball-Schul-AG meldeten. „Unser Dank geht an die Schulleiterin Doreen Voigtmann, deren Sohn erste sportliche Schritte beim ThSV Eisenach unternahm, jetzt international im Basketball erfolgreich ist“, erklärte der ThSV-Präsident.  Positiv seien die Kooperationen mit dem Elisabeth- und dem Ernst-Abbe-Gymnasium, wodurch ThSV-Talente während des Sportunterrichts Trainingseinheiten beim ThSV Eisenach absolvieren können. Die Homepage des Elisabeth-Gymnasium berichtet aktuell über die handballerische Entwicklung „ihrer Talente“. Schulleiter Tino Nazareth zeigt sich sehr interessiert.

Freud bei der B-, Leid bei der A-Jugend

Natürlich spielte auch die sportliche Bilanz eine Rolle. Shpetim Alaj benannte u.a. den Landesmeistertitel der von Ralf Messer und Severina Fritz betreuten D-Jugend und die erfolgreiche Qualifikation der B-Jugend für die Regionalliga Nordost. In der abgelaufenen Saison hatte die ThSV-B-Jugend, Trainer Matthias Bäurer, die Finalrunde in der der Regionalliga Nordost knapp verpasst, in der Play-Up-Runde mit 4 Siegen in Folge noch den 6. Platz in der Gesamttabelle erreicht. Der C-Jugend, von Michael Stegner und Jan Gesell betreut, habe letztendlich nur ein einziges Tor zum Landesmeistertitel gefehlt. Am 25.06.2022 nimmt die ThSV-C-Jugend als Vizemeister Thüringens an der Mitteldeutschen Meisterschaft in Leipzig teil. Die ThSV-A-Jugend verpasste erneut die Qualifikation zur Jugendbundesliga. In der Hoffnungsrunde in Stuttgart habe das Team gegen Hanau 27 Sekunden vor Schluss mit 2 Treffern geführt, aber noch den Ausgleichstreffer hinnehmen müssen, der den Traum von der Jugendbundesliga platzen ließ. „Die Enttäuschung im ganzen Team war sehr groß. Cleverness und auch Fortune fehlten. Das muss erst einmal verarbeitet werden“, so Shpetim Alaj.  Die sportliche Weiterentwicklung der zweiten Männermannschaft sei seit der Trainerübername von Daniel Hellwig offenkundig. Nur haarscharf wurde nach der Meisterrunde die Bronze-Medaille in der Thüringenliga Männer verpasst.

Zuwachs an externen Zugängen

Nicht zu übersehen, was in Thüringen noch für Titel reicht, außerhalb des Freistaates werden ThSV-Nachwuchs-Teams oft als zu leicht gewogen. Intensives Scouting von Jugendkoordinator Matthias Bäurer habe zu 12 externen Zugängen aus dem gesamten Bundesgebiet im Nachwuchsbereich geführt, die im Lehrlingswohnheim in Eisenach-Nord Quartier beziehen. „Unser Konzept mit Schule und Sport, ärztliche Betreuung, Mittagsversorgung und Fahrdienste überzeugt die Talente und ihre Eltern“, betonte Shpetim Alaj.

Vorbilder im eigenen Verein

„Unsere Nachwuchssportler träumen von einer Karriere als Profi-Handballer, möchten möglichst im Scheinwerferlicht zu Heimspielen des ThSV Eisenach in der Werner-Aßmann-Halle auflaufen. Sie haben die Vorbilder im eigenen Verein, begegnen ihnen täglich“, erklärte Shpetim Alaj auch mit Blick auf die schier atemberaubende Entwicklung der eigenen Zweitbundesliga-Mannschaft, die komplett an der Mitgliederversammlung teilnahm. „Unser Dank geht an die sportliche Leitung um Maik Nowak und Misha Kaufmann, ebenso an Manager Rene Witte und seinem Team der Marketing-Geschäftsstelle“, fügte Shpetim Alaj an.

Solide Finanzen

Über solide Finanzen berichtete Vorstandsmitglied Dorothee Schwertfeger. Die gestiegene Zahl an Vereinsmitgliedern spiegelte sich auch an der Zahl der eingenommenen Mitgliedsbeiträge wieder. Deutlich mehr Spenden (statt 30.000 € im Jahr 2020 nun 61.000 €) erhöhten den finanziellen Spielraum zum Kauf von Kleinbussen für den Nachwuchs. Infolge der Corona-Pandemie und Spielen ohne Zuschauer verringerte sich die Zahl beim Eintrittsgeld. Den größten Posten im Bereich Ausgaben nehmen der Bereich Geschäftsstelle, Übungsleiter-Pauschalen, Reisekosten und Sozialaufwendungen ein. Dass alles gemäß der Vereinssatzung ausgegeben und ordnungsgemäß gebucht wurde, darüber informierte Kassenprüfer Ronny Oelschläger und empfahl der Mitgliederversammlung die Entlastung des Vorstandes für das Geschäftsjahr 2021. Der Vereinsvorstand wurde einstimmig entlastet.

Dank an Ehrenamtliche

 

Das hohe Gut der ehrenamtlichen Helfer würdigte der ThSV Eisenach erneut, dankte stellvertretend für die vielen Ehrenamtler dem stets mit Rat und Tat zur Seite stehenden Volker Schlundt und dem langjährigen Hallensprecher Jürgen Hausburg mit kleinen Präsenten.             

 

„Wenn wir wahren Frieden in der Welt erlangen wollen, müssen wir bei den Kindern anfangen“, mit diesem Zitat von  Mahatma Gandhi  schloss Shpetim Alaj die Mitgliederversammlung.   „Lasst uns beginnen, unsere Kinder gegen Hass und Intoleranz zu erziehen“, fügte der ThSV-Präsident hinzu.