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Man kennt sich gut

ThSV Eisenach II gastiert beim Titelaspiranten HSG Werratal/ In beiden Teams stehen viele Spieler, die schon das Trikot des Kontrahenten trugen/ Hannes Meyer fehlt aufgrund einer Sprunggelenkverletzung

Die Tabelle der Handball-Thüringenliga der Männer zeigt ein völlig schiefes Bild, begründet durch die unterschiedliche Zahl der absolvierten Spiele. Der ThSV Eisenach II hat bereits 12 Begegnungen bestritten, rangiert mit 11:13 Punkten auf Platz 7, die erst zu 8 Punktspielen aufgelaufene HSG Werratal belegt mit 10:6 Punkten Platz 8. Das Team aus Breitungen gehört mit der geringen Zahl an Minuszählern zum Verfolger von Tabellenführer Sonneberger HV. „Wir wollen auf den Plätzten 1 bis 3 einkommen“, erklärt auch Dejan Leskovsek, der Coach der HSG Werratal. Um diesen Weg erfolgreich zu bestreiten, will die HSG Werratal am Samstag, 14.12.2019 um 19.30 Uhr in heimischer Umgebung doppelt punkten.

Das Personalkarussell drehte sich im Sommer

Der ThSV Eisenach II ist zu Gast. Auf dem Parkett des Sportzentrums Breitungen wird sich eine Vielzahl von Spielern tummeln, die schon das Trikot des Kontrahenten trugen. Im Sommer vermeldete die HSG Werratal mit Torhüter Lars Kremmer, Linksaußen Sascha Kleint und Rückraumspieler Tom Kreutzer gleich drei Neuzugänge aus der Wartburgstadt. Der ThSV Eisenach begrüßte Torhüter Andreas Fehr und Linksaußen Ardit Ukaj, beide einst in den eigenen Nachwuchs-Reihen, von der HSG Werratal zurück. Mit den Brüdern Qendrim und Armend Alaj sowie Renato Pauli stehen drei weitere Ex-Werratal-Spieler im aktuellen Aufgebot des ThSV Eisenach II. „Viele dieser Spieler sind untereinander befreundet. Während der 60 Minuten am Samstagabend wird die Freundschaft ruhen“, ist sich Dejan Leskovcek gewiss. Er weiß nur zu gut, die Duelle beider Teams tragen stets Derbycharakter. ThSV-Keeper Andreas Fehr trainierte diese Woche mit besonderer Intensität und Engagement. Er ist besonders heiß auf die Rückkehr in seine einstige Wirkungsstätte.

 

Die Favoritenrolle trägt der Gastgeber

Der ThSV Eisenach konnte am vergangenen Wochenende mit einem 37:25-Sieg über den Tabellen-Letzten SG Motor Arnstadt/Plaue die Serie von 4 Heimniederlagen beenden. Die mit zahlreichen ausländischen Spielern besetzte HSG Werratal unterlag eine Woche nach dem von 42 Strafminuten und zwei roten Karten begleiteten 27:20-Heimerfolg über den HSV Ronneburg beim SV Hermsdorf mit 23:29. Auch 9 Treffer von Anton Kalic waren zu wenig. „Wir müssen 60 Minuten Besonnenheit wahren“, erklärt Werratal-Trainer Dejan Leskovcek. Der ThSV Eisenach II muss auf Kreisspieler Hannes Meyer (in der Vorwoche 7 Treffer) verzichten, der sich im Training am Dienstag eine Sprunggelenkverletzung zuzog. Youngster Jannis Förster wird wohl vornehmlich dessen Rolle übernehmen. „Wollen wir den Favoriten ärgern, vielleicht sogar ins Straucheln bringen, dürfen wir mit unserer jungen Mannschaft nicht verkrampfen, wir müssen das Tempo konstant hochhalten, wir dürfen uns aber nicht in Zweikämpfen gegen die robuste Abwehr der Gastgeber aufreiben“, gibt Michael Stegner-Guillaume, der Coach des ThSV Eisenach II, seiner Crew mit auf den Weg. Seine Abwehr muss versuchen, einen starken Rückraum zu bremsen, die Anspiele zum Kreis zu unterbinden. Der ThSV-Angriff wird auf einen besonders motivierten Lars Kremmer im Tor der HSG Werratal treffen, einst zu den Stützen im Jugendbundesligateam des ThSV Eisenach zählend, in der Vorsaison vielfach mit guten Kritiken für seine Einsätze in der 1. Mannschaft des ThSV Eisenach bedacht, die souverän den Wiederaufstieg in die 2. Handballbundesliga schaffte. Mit der ihm dann zugedachten Rolle vermochte sich der hochtalentierte Lars Kremmer nicht anzufreunden, kehrte zum von seinem Vater als Präsident geführten Heimatverein in der Thüringenliga zurück.

Th. Levknecht