News / 2. Handball Bundesliga

Miserable Chancenverwertung

Unser Team unterliegt beim TV Emsdetten mit 25:28 (15:17) - Erster Aktueller Spielbericht

In einem Nachholspiel vom 27. Spieltag unterlag der ThSV Eisenach am gestrigen Mittwochabend beim TV Emsdetten mit 25:28 (15:17). Es war die 10. Auswärtsniederlage der Saison. Der TV Emsdetten bejubelte seinen 8. Heimsieg, nahm einen großen Schluck aus der Flasche Klassenerhalt, hat er nun 19 Pluspunkte auf dem Konto. Die Eisenacher verharren bei 25 Pluszählern. Die Münsterländer mit ganz viel Feuer waren klarer Sieger im Torhüterduell, agierten wesentlich effizienter beim Torwurf und tanzten nach dem Abpfiff ausgelassen auf dem Parkett der Ems-Halle. Vor den Thüringern stehen drei weitere Auswärtsspiele in Folge, am Samstag beim ebenfalls noch um den Klassenerhalt bangenden TuS Ferndorf. Trotz seiner 25 Pluspunkte, aus dem Schneider ist der ThSV Eisenach noch nicht!

 

Alle Spieler des TV Emsdetten wussten, was die Stunde geschlagen hat. Im direkten Duell mit einem Mitkonkurrenten in Sachen Ligaverbleib zählten nur zwei Punkte. Hochmotiviert und einsatzstark präsentierten sich die Münsterländer von Beginn, zu halbherzig in Abwehr und Angriff die Gäste aus Thüringen. Immer wieder zappelten die Distanzwürfe der Hausherren (Wasilewski, Wesseling, Jansen) im Eisenacher Kasten. Die ThSV-Keeper Blaz Voncina und Thomas Eichberger (ab der 14. Min.) bekamen kaum eine Hand an den Ball. Die Rückraumwerfer des TV Emsdetten profitierten freilich von den Freiräumen der Eisenacher Abwehr. Eisenachs Angriffsspiel atmete bei weitem nicht das Tempo und die Zielstrebigkeit des jüngsten Heimsieges. Zunächst beantworteten die Thüringer aber Führungen der Hausherren, die zunächst mit Linksaußen Dirk Holzner nur einen Ex-Eisenacher auf dem Parkett hatten. Willy Weyhrauch glich auf Zuspiel von Jannis Schneibel zum 2:2 aus (4.). Jannis Schneibel selbst netzte zum 6:6 ein (11.). Gute Torchancen (Snajder, Weyhrauch) ließen die Wartburgstädter ungenutzt verstreichen. Mit platzierten Würfen netzte der Tabellen-Vorletzte zum 10:7 ein (16.). Nach einer Auszeit kam der am vergangenen Wochenende verletzt fehlende Alexander Saul im rechten Rückraum, Daniel Hideg rückte auf seine angestammte Position im linken Rückraum. Die Hausherren trafen zum 14:11 (26.). Daniel Hideg sorgte mit einem Doppelpack dafür, dass Eisenachs Pausenrückstand nur 2 Treffer betrug (17:15).

Mit deutlich mehr Elan kamen die Eisenacher aus den Kabinen. Daniel Dicker setzte mit zwei Treffern die ersten Akzente (18:17, 33.). Die Gastgeber zeigten sich beeindruckt. Ihnen unterliefen unter Druck Fehler. Kapital vermochten die Eisenacher daraus nicht entscheidend ziehen, auch wenn die Hausherren wackelten. Beim Stand von 20:19 hatte Peter Walz die Ausgleichschance auf der Hand, doch sein Dreher verfehlte den Kasten (38.). Überhaupt, die Chancenverwertung war Eisenachs Pferdefuß. Das lag auch am sich steigernden Konstantin Madert im Kasten des TV Emsdetten. Pech für Eisenachs Ivan Snajder, sein Ball landete am Holz (43.). Die Münsterländer nutzten die sich bietenden Chancen. Der kurzzeitig im rechten Rückraum eingewechselte Ex-Eisenacher Marcel Schliedermann markierte das 24:20 (46.). Der TVE-Keeper fischte einen Weyhauch-Ball herunter (48.), blieb gegen Jannis Schneibel Sieger. Willy Weyrauch setzte das Leder dann gleich am Tor vorbei. Mit Daniel Hideg, Martin Potisk und Jannis Schneibel im Rückraum versuchten due Eisenacher die Niederlage abzuwenden. Die Treffsicherheit von Adrian Wöhler von der Siebenmetermarke reichte dazu nicht. Auch wenn Thomas Eichberger nun den einen oder anderen Ball vor der Linie zu greifen bekam, seine Feldspieler gaben das Leder gegen vom Siegeswillen beseelte Gastgeber wieder aus der Hand. Robin Jansen fing den Ball ab und vollendete zum 26:22 (55.). Auch eine Eisenacher Auszeit änderte nichts mehr an der Punktevergabe.

 

Statistik

ThSV Eisenach: Voncina, Eichberger, Fehr; Iffert (1), Wöhler (4/3), Potisk, Walz (1),  Hideg (5),  Alaj, Dicker (5),  Obranovic, Schneibel (2),  Snajder (1), Weyhrauch (3), Saul (3)

Th. Levknecht