News / 2. Handball Bundesliga

Mit dem Schwung vom Heimspiel nach Hagen

Wartburgstädter hoffen beim Auswärtsspiel am Freitagabend beim VfL Eintracht Hagen auf „weiterführende Torwartleistung“

Mit Respekt und Optimismus fährt der ThSV Eisenach am Freitag in die knapp 190.000 Einwohner beherbergende kreisfreie Stadt Hagen am südöstlichen Rand des Ruhrgebietes. In der Krollmann-Arena ist um 19.30 Uhr der VfL Eintracht Hagen Gastgeber. „Eintracht Hagen ist ein aufstrebender Verein, dessen Zweitligateam sich im Sommer personell sehr gut verstärkt hat, in absehbarer Zeit um den Aufstieg mitspielen wird“, erklärt Eisenachs Manager Rene Witte. Der Plan für eine neue Arena in Hagen untermauert diese Aussage. In der Vorsaison unterlag der ThSV Eisenach an gleicher Stätte 22:28. Das soll bei der Neuauflage anders werden. „Wir wollen den Schwung vom Heimspielerfolg über die Eulen Ludwigshafen mitnehmen. Unsere Mannschaft ist gut drauf, ich fordere von ihr zwei Pluspunkte“, lautet die klare Vorgabe des Managers.

Marko Grgic steht auch wieder in Kader

Mit einem Sieg will auch Trainer Misha Kaufmann nach Thüringen zurückkehren. Bei der Vorjahres-Niederlage saß er noch nicht auf der Eisenacher Trainerbank. Am Freitagabend hat er vermutlich alles an Deck. Auch der am Sonntag seinen 19. Geburtstag feiernde Neuzugang Marko Grgic ist wieder fit. „Eine personelle Alternative mehr“, so Trainer Misha Kaufmann. Er will den „Schritt in die richtige Richtung“ mit seinem Team vollziehen. „Eine kompakte und bewegliche Abwehr, die bereit ist Bälle zu erobern, ist für unser System Grundvoraussetzung“, betont der Schweizer in Diensten des Thüringer Traditionsvereines.  Dabei hofft er auf eine „weiterführende Torhüterleistung“. Trotz der guten Leistung von Erik Töpfer und Johannes Jepsen beim 28:23 über die Eulen Ludwigshafen hätten beide Keeper noch Luft nach oben, wären noch lange nicht am Limit. Misha Kaufmann ist bewusst, dass sein Team einer schweren Aufgabe entgegenblickt. Der Rückraum der Gastgeber mit Philipp Vorlicek, Valentin Schmitt, Pouja Norouzi und Valentin Spohn ist kreuzgefährlich.

Ex-Eisenacher Pavel Prokopec Co-Trainer bei Eintracht Hagen

Der VfL Eintracht Hagen steht unter Erfolgsdruck. „Den Saisonstart haben wir uns anders vorgestellt. Wir sind unzufrieden“, erklärt Co-Trainer Pavel Prokopec, von 2008 bis 2010 für den ThSV Eisenach in der 2. Handballbundesliga am Ball. In der 1. DHB-Pokal-Hauptrunde unterlag der VfL Eintracht Hagen bei Drittligist TuS Vinnhorst, dem Ex-Verein von Eisenachs Kreisläufer Ruben Sousa, mit 26:28. In der Liga kassierte das gegenüber der Vorsaison personell breiter aufgestellte Team bisher zwei Niederlagen, in heimischer Halle 28:31 gegen den TuS Nettelstedt-Lübbecke und am Sonntag 29:33 beim Dessau-Roßlauer HV. Eintracht-Sportdirektor Michael Stock brachte es nach dem Abpfiff auf den Punkt. "Das war zu wenig. Dessau war uns vor allem läuferisch und kämpferisch überlegen. Das ist etwas, wofür man weniger technische Qualität braucht, sondern Mentalität - und daran müssen wir schnell arbeiten. Die 2. Bundesliga ist auf diesem Niveau gnadenlos, wir müssen raus aus dem Dornröschenschlaf." Pavel Prokopec ergänzt: „In dieser ausgeglichen starken Liga kann man es sich nicht leisten, ein paar Prozente weniger zu zeigen. Wir müssen in jedem Spiel auf allen Ebenen 100 Prozent liefern.“ Trainer Stefan Neef und sein Co-Trainer Pavel Prokopec erwarten am Freitagabend eine klare Reaktion des Teams. Die Formation aus der Anhalt-Arena in Dessau wird wahrscheinlich die Chance zur Wiedergutmachung erhalten. Kreisläufer Julian Renninger gab da sein Comeback. Im vom TuS Nettelstedt-Lübbecke gekommen Rückraum-Linken Valentin Spohn zogen die Hagener im Sommer „einen dicken Fisch“ an Land, der sich im neuen Wasser aber noch freischwimmen muss. „Unser langzeitverletzter Abwehrchef Alexander Becker wird weiterhin fehlen“, informierte Pavel Prokopec am Dienstagabend auf Nachfrage. „Um das überaus starke Team aus Eisenach in die Schranken zu weisen, müssen wir alles investieren“, fügte Pavel Prokopec hinzu.