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Muss ich meinen Vereinsbeitrag zahlen, obwohl kein Trainings- und Spielbetrieb stattfindet?

Man tritt einem Verein bei, weil man den Sport gemeinsam erleben möchte, den Verein unterstützen will. Da haut man meiner Meinung nach nicht ab, nur weil man zwei Monate den Beitrag - in Anführungsstrichen - umsonst bezahlt.

Foto: Rechtsanwalt Helge Käding 

 

Der Trainings- und Spielbetrieb im Handball steht still. Das Kontaktverbot der Bundesregierung verbietet Versammlungen von mehr als zwei Menschen aus verschiedenen Haushalten, zudem haben die meisten Bundesländer, Städte und Kommunen die Sportstätten gesperrt. Muss man dennoch seinen Mitgliedsbeitrag für den Handballverein entrichten? Rechtsanwalt Helge-Olaf Käding gibt eine klare Antwort:

"Ihr seid Vereinsmitglieder, keine Kunden", erklärt Rechtsanwalt Käding, der die erfolgreiche Facebook-Seite Handballrecht betreibt.
Der Grund: Mit dem Eintritt in den Verein schließt man eine Mitgliedschaft ab - und bezahlt keine Dienstleistung. Wie es mit der Bezahlung eines Spartenbeitrags aussieht, kann Käding nicht pauschal beantworten. "Dafür gibt es keine Musterlösung, das muss man individuell betrachten." Er rät zu einem Blick in die Satzung.

Natürlich könne man auch gemäß der jeweiligen Kündigungsfrist aus dem Verein austreten, führt Käding aus. Der Rechtsanwalt hat dazu jedoch eine persönliche Meinung: "Aus meiner Sicht steht der Solidaritätsgedanke im Vordergrund. Man tritt einem Verein bei, weil man den Sport gemeinsam erleben möchte. Da haut man meiner Meinung nach nicht ab, nur weil man zwei Monate den Beitrag - in Anführungsstrichen - umsonst bezahlt."

 

Helge Käding (Rechtsanwalt Handballrecht)

 

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Thomas Levknecht