News / 2. Handball Bundesliga

Nochmal alle Kräfte mobilisieren

Unser Team gastiert zum richtungsweisenden Match am 2. Weihnachtsfeiertag bei den Rimpar Wölfe / sportdeutschland.tv überträgt wieder live

In souveräner Manier feierte der ThSV Eisenach vor dem Weihnachtfest einen 35:28 (16:13) -Erfolg im thüringisch-fränkischen Derby über den HSC Coburg.  Die Wartburgstädter glichen mit diesem Doppelpunktgewinn ihre Bilanz auf 15:15 Zähler aus. Nun bietet sich die Gelegenheit, mit einem positiven Punktekonto die Schwelle zum neuen Kalenderjahr zu überschreiten. „Genau das wollen wir auch“, betont Eisenachs Trainer Misha Kaufmann mit Blick auf den 2. Weihnachtsfeiertag. Die Wartburgstädter gastieren am Sonntag, 26.12.2021 ab 17.00 Uhr bei den DJK Rimpar Wölfen, die ihre Heimspiele in der s. Oliver Arena in Würzburg austragen. Die Schiedsrichterinnen Katharina Heinz-Hebisch und Sonja Lenhardt werden eine Partie vor leeren Rängen leiten. Die bayerische Landesregierung und die Regierung von Unterfranken haben im Rahmen der Bekämpfung der Corona-Viren einen Zuschauerausschluss verordnet. Der ThSV Eisenach musste das Heimspiel gegen den HSC Coburg, unter „normalen Umständen“ ein absoluter Zuschauermagnet, schon als Geisterspiel austragen. Bis zu 3.000 Handballenthusiasten aus Thüringen und Franken hätten wohl den Handballtempel unter der Wartburg bevölkert. Eisenachs Manager Rene Witte bezifferte allein den Verlust beim Ticketverkauf auf 60.000 Euro. Hinzu kommen in Eisenach noch die Einnahmen durch das Catering, das durch ehrenamtliche Kräfte abgesichert wird.

Bei der Amtsübernahme von Misha Kaufmann im Oktober hatte der ThSV Eisenach 2:10 Punkte aufzuweisen. Nun sind es 15:15 Zähler. Für den Eisenacher Coach ist die Partie im Fränkischen richtungsweisend. „Mit einem Doppelpunktgewinn können wir unser Streben nach einem Platz in der oberen Tabellenhälfte untermauern, dies dann im neuen Jahr mit Vehemenz angehen“, erklärt der ehrgeizige Schweizer auf dem Eisenacher Trainerstuhl. Er wird vermutlich personell alles an Deck haben. „Die Rimpar Wölfe sind ausgesprochen kampfstark, kommen viel über den Willen. Kämpferisch müssen wir mindestens den gleichen Level vorweisen, um dann unsere Taktik erfolgreich zum Tragen zu bringen“, so Misha Kaufmann. Die Rimpar Wölfe, aktuell mit 14:22 Punkte auf dem 16. Tabellenplatz, sorgten kürzlich für eine faustdicke Überraschung. Eine Woche nach dem 29:23-Auswärtssieg in Ferndorf bejubelten sie in eigener Halle einen 28:25-Erfolg über Ligaprimus VfL Gummersbach. Zu dieser Partie waren noch 469 Zuschauer zugelassen, gekommen waren 247. Vor dem Weihnachtsfest kassierten die Schützlinge von Julian Thomann, der im Sommer auf den zu den Eulen Ludwigshafen abgewanderten Ceven Klatt als Trainer folgte, eine 30:34-Niederlage beim VfL Lübeck-Schwartau. Die Kreisläufer Simon Baumgarten (115 Kilo) und David Kovacic (110 Kilo) machten der Abwehr der Ostseestädter zu schaffen. Leihgabe Simon Baumgarten, bis 2019 beim TVB Stuttgart, bestreitet am Sonntag seine letzte Partie bei den Rimpar Wölfen, wird verabschiedet. Aus dem rechten Rückraum wartet Steffen Kaufmann mit vielen guten Entscheidungen auf. Patrick Schmidt, 114 Tore in 18 Spielen, auf Platz 4 der Torjägerliste der Liga, und der junge Yonatan Dayan dirigieren von der mittleren Aufbauposition das Angriffsspiel. Im Vorjahr machte Yonatan Dayan den Eisenachern an gleicher Stelle arg zu schaffen. Trotz 6 (!!) abgewehrter Siebenmeter von Keeper Blaz Voncina (seit kurzem beim VfL Lübeck-Schwartau) reisten die Eisenacher mit leeren Händen zurück. Eisenachs Defensive ist also voll gefordert. Torhüter Johannes Jepsen wird im alten Jahr noch einmal im Brennpunkt stehen. Mit der Abwehrleistung war man beim ThSV Eisenach trotz des Sieges über den HSC Coburg nicht so ganz zufrieden. Trainer Misha Kaufmann und Co-Kapitän Ante Tokic fanden kritische Worte. Während der Trainingseinheiten zum Weihnachtsfest wurde das auch thematisiert. Eisenachs Angriff will möglichst an die Effizienz vom Derbysieg anknüpfen. Die lag bei fantastischen 80 Prozent bei den Torwürfen. Abgeklärtheit und Konsequenz beim Torwurf dürfte vonnöten sein. Im Kasten der Rimpar Wölfe steht mit Marino Mallwitz der Keeper, der in der Liga bisher die meisten Bälle abgewehrt hat. Für ihn stehen 173 Paraden, womit er das Ranking in der Fangquote der Torhüter anführt. „Wir werden noch einmal alle Kräfte mobilisieren, um mit einem Erfolgserlebnis das Jahr 2021 abzuschließen“, unterstreicht Rene Witte.

Th. Levknecht