News / 2. Handball Bundesliga

Schade! Aufholjagd ohne Happy End

ThSV Eisenach unterliegt bei Aufstiegsanwärter TuS N-Lübbecke 28:31(13:17)

Die einen wollen hoch, die anderen wollen die Klasse halten. Das war die Ausgangsposition am gestrigen Abend in der Merkur Arena Lübbecke. Der hier beheimatete TuS N-Lübbecke befindet sich im Angriffsmodus auf die Aufstiegsplätze, die Gäste vom ThSV Eisenach versuchen händeringend zu punkten, um sich ein Pölsterchen zu den Abstiegsplätzen zu verschaffen. Die Favoritenrolle im Aufeinandertreffen von zwei ehemaligen Erstbundesligisten hatten die Ostwestfalen zu tragen. Sie wurden dieser letztendlich gerecht, auch wenn der Sieg im Finish nochmals auf wackligen Füßen stand. Sie untermauerten ihre Aufstiegsambitionen mit einem 31:28 (17:13)-Erfolg.      Spielentscheidend letztendlich die Phase zwischen der 22. und 39. Minute, als die Ostwestfalen vom 11:11 auf 23:14 davonzogen. Die Aufholjagd der Thüringer blieb letztendlich unbelohnt, verkürzten sie doch noch einmal bis auf 2 Treffer. Der ThSV Eisenach hat im Nachholespiel am Mittwoch gegen den Wilhelmshavener HV zwei wichtige Zähler in Sachen Ligaerhalt im Visier.

Die Wartburgstädter mussten erneut auf Keeper Thomas Eichberger (Bandscheibenvorfall) verzichten, sodass Andreas Fehr an die Seite des zuletzt so starken Oldie Blaz Voncina rückte. Der 37-jährige Keeper stand sofort im Brennpunkt, parierte bis zur 6. Minute zwei Siebenmeter vom Top-Torjäger der Liga, von Tom Skroblien. Seine Vorderleute schlossen Tempogegenstöße resolut zum 1:4 (Potisk) ab. Ivan Snajder versenkte von der Siebenmeterlinie zum 1:5 (8.). Die Antwort der Hausherren ließ nicht lange auf sich warten. Die Eisenacher scheiterten nun, die Ostwestfalen schlossen ihrerseits konsequent zum 6:5 (13.) ab, nutzten dabei eine Überzahlphase. Die Wartburgstädter hielten das Tempo hoch. Willy Weyhrauch glich von Rechtsaußen zum 8:8 aus (17.). Beim Stand von 9:8 (18.) übernahm Jannis Schneibel die Regieposition, Daniel Hideg  rückte in den linken Rückraum. Doch jetzt glänzte der Oldie im Gastgeberkasten, der schon 38-jährige Aljosa Rezar (8 Paraden bis zur Pause).  Mit einem Wurf in das verwaiste ThSV-Gehäuse trafen die Hausherren zum 10:8 (19.). Ivan Snajder besorgte per Gegenstoß den 11:11-Ausgleich (22.). Doch nun schien das Zielwasser beim ThSV Eisenach all. Willy Weyhrauch scheiterte von Rechtsaußen, Ivan Snajder setzte einen Siebenmeter neben den Kasten, ein Hideg-Ball rasierte nur die Lattenoberkante. ThSV-Keeper Blaz Voncina bekam die Würfe nicht mehr vor der Linie zu greifen. Der TuS N-Lübbecke traf aus der Distanz. Peter Strosack wuchtete zum 16:12 ein (28.). Beim Stand von 17:13 wurden die Seiten gewechselt.

Der Favorit wackelte noch einmal

Martin Potisk übernahm wieder die Regieposition. Die Tus-Abwehr um Marko Bagaric riegelte mit viel körperlicher Präsenz ab. Die Hausherren spielten ihre Angriffszüge bis auf en Punkt.  Die Eisenacher kassierten zwei Zeitstrafen (Obranovic nach Foulspiel, Tokic wegen Meckerns), der Aufstiegsaspirant zog auf 21:13 (36.) davon. Ivan Snajder und Alexander Saul brachten den Eisenachern zuerkannte Siebenmeter nicht unter. Sie steckten, obwohl mehrfach in Unterzahl, dennoch den Kopf nicht in den Sand, verkürzten durch Ante Tokic bis auf 5 Treffer (24:19, 46.), was Emir Kurtagic, den Coach des TuS Nettelstedt-Lübbecke, zu einer Auszeit zwang. Beim 25:21 (50.) waren es nur noch 4 Treffer, beim 29:26 (57.) nur 3 und beim 30:28 (59.) gar nur 2 Treffer. Treffer. Der Favoritensieg wackelte noch einmal. Er rettete sich aber noch ins Ziel.

Ante Tokic war mit 7 Treffern bester Eisenacher Werfer.

Statistik

ThSV Eisenach:

Voncina, Fehr; Iffert, Volar, Wöhler (4/1), Potisk (4), Hideg, Tokic (7), A. Alaj, Dicker (1), Obranovic, Schneibel (3), Walz (1), Snajder (4/3), Weyhrauch (2), Saul (2)