News / 2. Handball Bundesliga

Sonntag (!) um 18.15 Uhr (!) Heimspiel

Die Belegung der Aßmannhalle macht es erforderlich: Heimspiel gegen den TV Emsdetten am Sonntag, 24.11.2019 um 18.15 Uhr -

Wichtige Organisatorische Hinweise

Zu für Handball-Eisenach ungewöhnlicher Zeit wird die Partie des 13. Spieltages der 2. Handballbundesliga der Männer ausgetragen. Die Wartburgstädter empfangen am Sonntag, 24.11.2019 um 18.15 Uhr den TV Emsdetten. Die Heimstätte des ThSV Eisenach, die Werner-Aßmann-Halle, ist mehrtägig durch eine bundesweite Judoka-Veranstaltung belegt. Mit einer Sondergenehmigung kommt die Partie zwischen den Wartburgstädtern und dem Team aus dem Münsterland am Totensonntag zur Austragung. Der ThSV Eisenach bittet um Verständnis, dass der Rahmen dem Tag angepasst wird. Eine Außenversorgung findet nicht statt. Speisen und Getränke werden im Foyer und in der ThSV-Sportlerklause gereicht. Die Tageskasse und das Foyer werden um 16.15 Uhr geöffnet, der Zugang zu den Traversen um 17.00 Uhr. Der ThSV Eisenach bittet alle Handballfreunde ohne Eintrittskarte, rechtzeitig zum Sportkomplex Katzenaue zu kommen. Der ThSV Eisenach weist erneut auf die begrenzte Anzahl von Parkplätzen im Sportkomplex Katzenaue hin. Der Hartplatz Katzenaue ist zur Freude der Fußballer in einen Kunstrasenplatz umgestaltet worden, steht nicht mehr zum Parken zur Verfügung. Neben dem Parkplatz Katzenaue und der Parkfläche vor dem Wartburgstadion/aquaplex kann die Parkfläche der Berufsakademie sowie der Parkplatz Spicke (Adam-Opel-Straße), der Parkplatz in der Karl-Marx-Straße sowie die Parkhäuser am Markt und in der Uferstraße genutzt werde. Zuschauer aus dem Stadtgebiet sollten die Stadtbusse nutzen oder gar zu Fuß kommen.

Vorab sprachen wir mit unserem Coach Sead Hasanefendic

Haben Sie die zweite Halbzeit vom Auswärtsspiel in Coburg schon verdaut? Was ist da passiert?

Ich war zwei Tage bei meiner Mutter in Kroatien, konnte etwas Abstand gewinnen. Die zweite Halbzeit zu verdauen, das fiel schon sehr schwer. Aber das gesamte Spiel beschäftigte mich intensiv, viele Faktoren trafen zusammen. Ich erinnere an die 23. Minute: Wir liegen mit einem Tor vorn. Siebenmeter. Wir haben die Chance, auf zwei Treffer zu erhöhen. Stattdessen kassiert Adi Wöhler die rote Karte. Beim Stand von 13:11 für uns sind wir in Überzahl, doch unser sonst so treffsicherer Ante Tokic wirft von Rechtsaußen am Tor vorbei. Wir kassieren kurz darauf 3 Tore und gehen mit einem Rückstand in die Pause.

Wir hatten einen starken Yoav Lumbroso, doch die Top-Shooter links und rechts neben ihm trafen nicht. Alex Saul spielte ohne Mut, Luka Kikanovic ohne Geduld. Andrej Obranovic schied vorzeitig verletzt aus. Martin Potisk konnte krankheitsbedingt nicht dabei sein. Nach dem Seitenwechsel verloren wir vollends unser Konzept. Wir hatten keine Antworten mehr. Das haben wir analysiert. Doch wir dürfen unseren Blick nicht in die Vergangenheit, sondern müssen ihn nach vorn richten. Und da wartet die Heimaufgabe TV Emsdetten.

 

Zuhause hui, auswärts pfui. Wie kann das verändert werden?

Richtig, in unserem Wohnzimmer Werner-Aßmann-Halle spielen wir erfolgreich auf, haben die als Tabellenführer angereisten Teams bezwungen. Doch wir dürfen auswärts nicht anders als in heimischer Umgebung spielen. Nicht zum ersten Mal haben wir in Coburg eine Führung im ersten Abschnitt bis zur Halbzeitpause noch aus der Hand gegeben. Warum? Alle müssen sich mit ihrer eigenen hundertprozentigen Leistung in den kollektiven Erfolg einbringen. Wir müssen als Team spielen. Jeder ist ein wichtiger Baustein. Können wichtige Säulen ihre Leistung nicht einbringen, wie zuletzt in Coburg, gehen wir als Verlierer vom Parkett. Wir können es uns nicht erlauben, ohne Rückraum-Shooter zu spielen. Da sind erster Linie Alexander Saul, Andrej Obranovic und Luka Kikanovic gefragt.

 

Sie sprachen es gerade an, zuletzt fehlten die Treffer aus dem Fernwurfbereich. Wie kann das verbessert werden?

Durch gezieltes Training. Alex Saul ist nicht außer Form, er braucht mehr Mut und das richtige Timing. Luka Kikanovic muss mit mehr Geduld spielen.

 

Nun kommt der TV Emsdetten mit Eisenachs Ex-Kapitän Marcel Schliedermann. Das Team aus dem Münsterland hat sich nach erheblichen Startschwierigkeiten berappelt…?

Nach schwierigem Saisonstart hat sich der TV Emsdetten mit seiner neu formierten Mannschaft stabilisiert. Der VfL Gummersbach wurde bezwungen, TuSEM Essen am vergangenen Spieltag ein packender Fight geliefert. Wir dürfen uns nicht vom augenblicklichen Tabellenplatz täuschen lassen. Die Formkurve des TV Emsdetten zeigt nach oben. Wir müssen mit Emotionen, Engagement und Disziplin in die Partie gehen. Alle müssen ihre Höchstleistung abrufen. Nur 70 Prozent reichen nicht!

Was ist zu Marcel Schliedermann zu sagen? Sein Abgang im Sommer hat mich sehr bedrückt. Mit ihm ging eine echte Persönlichkeit von Bord. Marcel Schliedermann und Daniel Luther gehörten in der Vorsaison zu unseren Säulen. Sie waren immer bereit, 100 Prozent zu geben. Solche Persönlichkeiten, solche Typen braucht man zum mannschaftlichen Erfolg! Marcel Schliedermann und Dirk Holzner, ein weiterer Ex-Eisenacher in den Reihen des TV Emsdetten, werden besonders motiviert sein, sich mit ganz viel Engagement in ihrer einstigen Heimstätte zu präsentieren.

 

Das Spiel findet an einem Sonntag um 18.15 Uhr statt, hat Veränderungen in der Spielvorbereitung zur Folge?

Wir haben somit einen Tag länger zur Vorbereitung, um uns am Sonntagabend gut und erfolgreich zu präsentieren. Wir begannen die Woche mit Kraft- und Ausdauertraining, stiegen dann in die spezielle Vorbereitung einschließlich Videoanalysen auf den Sonntag ein. Um es klar zu sagen: Das wird keine leichte, das wird eine ganz schwere Aufgabe! Das muss meine Mannschaft, das müssen auch unsere Zuschauer wissen.

 

Sead, Danke für das Interview! 

Th. Levknecht

 

 

Das war in der Vorsaison: Sead Hasanefendic und sein Kapitän Marcel Schliedermann