News / 2. Handball Bundesliga

Teamsport Thüringen: Erste Vereine erhalten Hilfe vom Land

Rund 3,2 Millionen Euro Fördervolumen beantragt. Vier Bewilligungsbescheide vor dem Abschluss

Aus "Thüringer Allgemeine" vom 25.09.2020 von Axel Eger

 

Vier Ballsportvereine der Initiative „Teamsport Thüringen“ können in Kürze mit der Auszahlung der beantragten Corona-Nothilfen rechnen. Die Bescheide für die Tischtennisspieler von Post Mühlhausen, die Handballer des ThSV Eisenach, die Basketballer von Science City Jena und die Fußballer des FC Carl Zeiss Jena seien bewilligungsreif, teilte das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport mit.

Das Fördervolumen für die vier Vereine beträgt zusammen rund 1,85 Millionen Euro, sagte Ministeriumssprecher Felix Knothe. Acht weitere Anträge würden bearbeitet, in diesen Fällen müssten von den Vereinen noch Unterlagen nachgereicht oder Fragen geklärt werden.

Die erste Tranche der zur Auszahlung kommenden Gelder umfasst den Zeitraum vom 17. März bis 31. August und soll den Vereinen helfen, fehlende Zuschauer- und Werbeeinnahmen auszugleichen. Für das Gesamtprogramm liegen der Gesellschaft für Arbeits- und Wirtschaftsförderung (GfAW) zwölf Anträge von Profisportvereinen und einer des Landessportbundes vor. Das beantragte Nothilfe-Volumen beträgt rund 3,18 Millionen Euro.

In der Initiative „Teamsport Thüringen“ hatten sich im Mai zwölf Top-Vereine des Mannschaftssports zusammengetan, um zur Bewältigung der wirtschaftlichen Notlage gemeinsam gegenüber der Thüringer Politik aufzutreten. Initiator des Bündnisses war René Witte, Manager des ThSV Eisenach. Die rot-rot-grüne Landesregierung stellte sechs Millionen Euro für den Sport bereit, wovon auch Einzelsportler partizipieren können.

Wie Knothe auf Nachfrage bestätigte, wurde auch ein Antrag des FC Rot-Weiß Erfurt geprüft und abgelehnt, da der Verein „bereits zum Vorjahresende von Corona unabhängig insolvent war“.

Dem ThSV Eisenach etwa war durch den Saisonabbruch in der 2. Handball-Bundesliga ein sechsstelliger Betrag im Sponsoring weggebrochen, wie Witte im Gespräch mit dieser Zeitung erklärt hatte. Das vom Verein beantragte Fördervolumen werde komplett bewilligt, bestätigte Knothe und nannte auch die Antragstellung der anderen drei aktuell bewilligungsreifen Vereine „vorbildlich“.

Derweil hat der ThSV die Generalprobe für mögliche Saisonheimspiele mit Zuschauern bestanden. 244 Besucher weilten beim 24:29 im Test gegen Erstliga-Aufsteiger Coburg in der Werner-Aßmann-Halle. „Unser Hygienekonzept ist zu 100 Prozent aufgegangen“, sagte Witte. Und Trainer Markus Krauthoff-Murfuni war durchaus zufrieden mit der Einstellung seiner Spieler, die sich erstmals nach über sechsmonatiger Pause wieder den eigenen Fans präsentieren konnten.