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ThSV Eisenach II gastiert bei einer abwehrstarken Heimmacht

Unsere Zweite mit Personalsorgen in der Nessetalhalle Goldbach/ Gastgeber wollen ihre Heimstärke untermauern

Foto: Soll sich mehr zutrauen, der junge Rückraumspieler Julius Brenner - Foto: Ch. Heilwagen

Der SV Blau-Weiß Goldbach/Hochheim musste in der laufenden Saison in der heimischen Nessetalhalle lediglich beim 21:28 gegen die SG Suhl/Goldlauter über eine Niederlage quittieren. Heimstärke basierend auf einer bärenstarken Abwehr ist zumeist angesagt. Der SV Hermsdorf wurde mit 21:13 und die HSG Werratal mit 26:11 bezwungen. „In heimischer Umgebung wollen wir weiter auf Erfolgskurs bleiben“, erklärt Siegfried Juhnke, „Mister Handball“ des SV Blau-Weiß Goldbach/Hochheim, mit Blick auf das Wochenende selbstbewusst. Das Team aus der Handballhochburg des Landkreises Gotha empfängt am Samstag, 07.03.2020 um 19.00 Uhr den ThSV Eisenach II. Ein Aufeinandertreffen von Tabellen-Nachbarn mit jeweils 15 Pluszählern. Der SV Blau-Weiß Goldbach/Hochheim, erst 15 Punktspiele absolvierend, belegt mit 15:15 Punkte Tabellenplatz 7, der ThSV Eisenach II mit 15:19 Punkten den 8. Rang.

Ex-Eisenacher Daniel Bohrt in guter Verfassung

Der Optimismus des SV Blau-Weiß Goldbach/Hochheim ist auch dadurch begründet, dass er diesen Nachbarschaftsvergleich mit Derbycharakter nahezu – im Gegensatz zum ThSV Eisenach II - mit voller Kapelle bestreiten kann. Auch der Ex-Eisenacher Daniel Bohrt, nach Auffassung von Siegfried Juhnke, aktuell bestens in Form, ist dabei. Der 21-jährige Student stößt normalerweise donnerstags zum Training, kann derzeit durch eine Studienpause aber alle Trainingseinheiten in der Heimat absolvieren. „Mit Jens Merten und Oliver Taubert haben wir im Sommer ein sich bestens ergänzendes Trainergespann gefunden. Jens Merten legt vor allem viel Wert auf eine stabile Abwehr. Diese Bestrebungen haben sich mit Blick auf unsere Resultate schon ausgezahlt“, lässt Sigfried Juhnke, offiziell Abteilungsleiter Handball, wissen. Er wird auch am Samstagabend die 60 Minuten am Hallenmikrofon begleiten. Im Aufgebot der Gastgeber stehen auch die torgefährlichen Marko Oluic (bisher 69 Treffer) und Daniel Fekete (54 Treffer).

Foto: Beim Hinspiel konnte sich Hannes Meyer gegen die Goldbacher Abwehr durchsetzen

ThSV-Greenhörner mit viel Verantwortung in heißer Atmosphäre

Der in diesen Tagen Vaterfreuden entgegensehende Kapitän Qendrim Alaj, einst selbst in Golbach am Ball, ist beim ThSV Eisenach II mit 27 Lenzen der „Oldie“. Die Youngster aus der Kategorie U 20 Bastian Kemmler, Juli Brenner, Adrian Warlich und Jonas Hennig werden auf dem heißen Pflaster der Nessetalhalle viel Verantwortung tragen, „Dass sie es können, wissen wir ja. Sie müssen einfach noch selbstbewusster werden“, betont Michael Stegner-Guillaume, der Coach des ThSV Eisenach II. Seine torgefährlichsten Spieler, Renato Pauli (gesperrt) und Armend Alaj (im Zweitbundesligateam festgespielt), sind nicht dabei. Und auch Torhüter Andreas Fehr kann nicht aufgeboten werden. Aufgrund der Verletzungs- und Krankheitsmisere im Eisenacher Zweitbundesligateam ist der 29-Jährige nach seinem zweiten Einsatz am Freitagabend im Auswärtsspiel bei TuSEM Essen festgespielt. Der erst 20-jährige Marius Noack, am Freitag auch in der 2. Bundesliga im Einsatz, ist hingegen spielberechtigt und dabei. Er wird in Goldbach von John Martin unterstützt. Ein dickes Fragezeichen steht auch hinter den Einsätzen von Maximilian Manys (noch im Urlaub) und Noah Streckhardt (erkrankt). Obwohl auch noch jung an Jahren, Philipp Urbach und Ardit Ukaj sind als Führungsspieler mit gefragt. Durchaus denkbar, Philipp Urbach rückt in der Abwehr in die Mitte. Welcher Deckungsvariante er vertraut, darauf wollte sich Michael Stegner-Guillaume am Donnerstagabend noch nicht festlegen. Trotz der Besetzungsprobleme, man fahre nicht in den Nachbarkreis, um die Punkte abzuliefern. “Ich sehe das Spiel als das Zusammentreffen von zwei Teams auf Augenhöhe. Wenn wir lange mithalten, ist was drin“, betont Michael Stegner-Guillaume.

Th. Levknecht