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ThSV Eisenach II gastiert bei Thüringer Mehrnationenteam

Bei Konstanz über 60 Minuten ist auch in der "Wolfsgrube" einiges möglich

Vorbei die Zeit, als Maik und Remo Gerstenberg, Lars Thieme, Steffen Wetzl und der Ex-Eisenacher Roland Frank das Gesicht der SG Suhl/Goldlauter prägten. Schon in der Vorsaison standen zahlreiche ausländische Akteure auf dem Spielprotokoll. Deren Zahl wurde noch einmal erheblich aufgestockt. Nun prägen Nenad Mirkovic, Nebosja Raljic, Daniel Szenteszki und Vladimir Dimic das Gesicht. Wer als Thüringenligist so auf dem internationalen Handballmarkt tätig wird, hat klare Absichten. Kein Wunder, wenn die SG Suhl/Goldlauter als Geheimfavorit für den Titel in der Handball-Thüringenliga der Männer gehandelt wird. Der ThSV Eisenach II, aktueller Tabellenführer (5:1 Punkte) hat also ein Mehrnationenteam vor der Brust, wenn er am Samstag, 28.09.2019 um 19.30 Uhr auf das Parkett der Suhler “Wolfsgrube“ läuft.

 

Suhls Trainer Daniel Hellwig peilt einen Heimsieg an

„Die Favoritenrolle haben zweifellos die Gastgeber zu tragen“, erklärt ThSV-Coach Michael Stegner-Guillaume. Sein Kollege Daniel Hellwig, der Trainer der SG Suhl/Goldlauter, sieht die Rollenverteilung zwar etwas anders, macht aber kein Hehl daraus, beim Abpfiff das heimische Parkett als Sieger zu verlassen. „Wir haben die Fehler der vorwöchentlichen Niederlage in Hermsdorf analysiert und diese Woche daran gearbeitet. Leider standen grippebedingt nicht alle Spieler zur Verfügung. Es ist am Samstag ein neues Spiel, ein anderer Gegner, ein ganz anders Team als noch im letzten Jahr, auf welches wir treffen. Wir spielen zuhause in unserer Halle. Wir wollen gewinnen, das ist doch klar“, so Suhls Trainer vor der Partie. Laut Daniel Hellwig fehlen Abwehrchef Daniel Szenteszki aus persönlichen Gründen sowie die langzeitverletzten Dawid Biskup und Jakub Pala.

ThSV-Coach Michael Stegner-Guillaume hofft auf Konstanz

„Wenn wir in Suhl zwei gute Halbzeiten abliefern, haben wir eine Chance. Bisher fehlte uns die Konstanz, auch innerhalb eines Spieles. Lassen wir eine Halbzeit nach, sieht es für uns nicht gut aus“, bekennt Michael Stegner-Guillaume. Er lobt die Moral seiner Crew, werde auch bei Rückständen bis in die Schlussviertelstunde, wie jüngst im Heimspiel gegen den SV BW Goldbach/Hochheim, nach Lösungen gesucht, reiche die Luft auch für einen längeren Endspurt. „Eine gute Abwehr im Zusammenspiel mit dem Torhüter ist Grundvoraussetzung“, betont Michael Stegner-Guillaume. Im Angriff forciert die Rückraumreihe um Qendrim Alaj und Noah Streckhardt stets das Tempo. Eine gut besetzte Bank bietet, anders als im Vorjahr, mehrere personelle Alterbnativen. Die sich bietenden Torchancen müssten aber auch genutzt werden, merkt Michael Stegner Guillaume an.

Renato Pauli besonders motiviert

Eisenachs Neuzugang Renato Pauli, einer der Matchwinner des ThSV Eisenach II am vergangenen Wochenende, als ein 21:24-Rückstand mit einem 7:0-Tore-Lauf in einen 32:29-Sieg über das Team aus der Handballhochburg des Landkreises Gotha umgewandelt wurde, dürfte am Freitagabend besonders motiviert sein. Er trug in der Vorsaison das Trikot der SG Suhl/Goldlauter. „Er integriert sich immer besser, ist als Typ herzlich willkommen“, unterstreicht Michael Stegner-Guillaume. Der Eisenacher Trainer wird vermutlich die Formation der Vorwoche aufbieten.

Th. Levknecht