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ThSV II: Sieg in Ziegelheim trotz 36 Gegentoren

Gebrüder Alaj, Armend und Qendrim, netzten in Ziegelheim zusammen 18 Bälle ein

Offensive war Trumpf in der Wieratalhalle in Ziegelheim. Binnen 60 Minuten fielen 74 Tore. Beide Abwehrreihen agierten recht körperlos, die Schiedsrichter verteilten gerade einmal zwei Zeitstrafen. Der ThSV Eisenach II kassierte 36 Gegentore, jubelte am Ende dennoch. Die Schützlinge von Michael Stegner-Guillaume versenkten nämlich selbst 38 Bälle. „Siege in Ziegelheim stehen stets hoch im Kurs“, unterstrich ThSV-Trainer Michael Stegner-Guillaume aufgekratzt. Die Gebrüder Alaj, Armend und Qendrim, markierten zusammen 18 Treffer. Der ThSV Eisenach II belegt, nach bereits sieben absolvierten Punktspielen, mit 9:5 Punkten den 2. Tabellenplatz. Auf Platz 1 rangiert der Sonneberger HV (11:1 Punkte nach 6 Spielen). Der LSV Ziegelheim bleibt mit 0:10 Punkten im Tabellenkeller.

„Trotz der 36 Gegentore zeigten wir uns in der Abwehr verbessert, konnten die Anspiele zum Kreis unterbinden. Torhüter Marius Noack präsentierte sich besonders im ersten Abschnitt in Hochform, er parierte Siebenmeter und den Nachwurf“, konstatierte Michael Stegner-Guillaume. Bei zurückspringenden Bällen waren allerdings die Ziegelheimer vielfach zuerst am Leder und versenkten dieses. Im Vorwärtsgang überzeugte der ThSV Eisenach II mit der besseren Spielanlage. Lediglich beim 4:2 (10.) lagen die Hausherren vorn. Mit Ardit Ukaj auf Links- und Jonas Hennig auf Linksaußen, Julius Brenner im linken und Armend Alaj im rechten Rückraum, Qendrim Alaj als Spielgestalter und Hannes Meyer am Kreis übernahmen die Eisenacher das Sagen. Juluas Brenner netzte aus dem linken Rückraum ein. Armend Alaj versenkte zum 6:10 (17.). Der LSV Ziegelheim, auch eine Überzahlphase nutzend, glich noch einmal zum 14:14 aus (27.). Beim ThSV Eisenach II kam der leicht fußverletzte Renato Pauli im rechten Rückraum, rückte Armend Alaj auf die Rechtsaußenposition. Der ThSV Eisenach II ging mit einer 3-Tore-Führung (15:18) zu den Pausengetränken.

Starke rechte Angriffsseite

Nach dem Seitenwechsel war es vor allem die rechte Angriffsseite, die die Ziegelheimer Abwehr alt aussehen ließ. „Wir initiierten immer wieder Angriffsaktionen zu Armend Alaj, die dieser erfolgreich abschloss“, freute sich Michael Stegner-Guillaume. Kapitän Qendrim Alaj versenkte zum 18:22 (37.). Die Ziegelheimer wehrten sich, wollten nicht erneut verlieren. Der vom HSV Ronneburg gekommene Tscheche Lukas Zwerina schloss erfolgreich ab, der über 40-jährige Steffen Moritz warf all seine Routine in die Waagschale. Beim 23:24 (per Siebenmeter von Marcel Jahn, 42.) gelang den Gastgebern nochmals der Anschlusstreffer. Ein Doppelschlag von Renato Pauli zum 23:26 (44.) verdeutlichte das Begehren der Männer von der Wartburg, beide Punkte mitzunehmen. Sie behaupteten fortan eine 2- oder 3-Tore-Führung. Der ins ThSV-Gehäuse gekommene Andreas Fehr untermauerte mit abgewehrten Bällen das Ansinnen seines Teams. Dann eine klare Ansage: Ardit Ukaj traf von Linksaußen doppelt zum 30:35 (53.). Der eingewechselte 17-jährige Jannis Förster drückte das Leder vom Kreis zum 31:36 über die Linie (55.). Auch Youngster Moritz Bewie kam im Rückraum. Ziegelheims Lukas Zwerina stockte seine persönliche Ausbeute auf 9 Treffer auf, doch das hatte nur statistischen Wert. Ausgiebig gejubelt wurde im Lager des ThSV Eisenach II. Die weitweste Auswärtsfahrt der Saison endete mit einem Doppelpunktgewinn.

Das nächste Punktspiel bestreitet der ThSV Eisenach II erst am Sonntag, 03.11.2019, wenn die SG Suhl/Goldlauter in der Werner-Aßmann-Halle gastiert.

 

Statistik

Statistik

LSV Ziegelheim : Urwank. Püschel; Zwerina (9), Kühnert (1), Heinig (6), Moritz (2), Lehmann, Küttner, Wunderlich (3), Klupsch, Krause (7/2), Jahn (8/5), Biedemann, Wolf

ThSV Eisenach II : Noack, Fehr; Brenner (5), Pauli (6), Meyer (1), Kemmler, Ukaj (5), Schunke, Hennig, A. Alaj (10), Bewie, Q. Alaj (8/3), Förster (3)

Siebenmeter : LSV Ziegelheim 9/7 – ThSV Eisenach II 4/3

Zeitstrafen : LSV Ziegelheim 0 – ThSV Eisenach II 2 x 2 Min.

Schiedsrichter: Beyer/Wagner

 

Th. Levknecht