News / 2. Handball Bundesliga

Unser Coach im Interview, unser Co-Trainer mit klarem Appell

„Wir brauchen Samstagabend ganz besonders unsere Zuschauer. Ich war bisher beeindruckt, wie das Publikum unsere Mannschaft unterstützt, anfeuert, pusht. Das brauchen wir heute von der ersten bis zur letzten Minute. Unsere junge Mannschaft braucht diese Rückendeckung“, appelliert unser Co-Trainer Markus Krauthoff-Murfuni an uns alle. Ja, unser junges Team braucht insbesondere nach misslungenen Aktionen Zuspruch!

Foto: (v.l.) Markus Krauthoff-Murfuni, Sead Hasanefendic, Rene Witte 

 

Im ersten Heimspiel des neuen Kalenderjahres empfängt der auf Tabellenplatz 10 rangierende ThSV Eisenach am Samstag, 08.02.2020 um 19.30 Uhr den Tabellen-Sechsten, das Team des TSV Bayer Dormagen. Zum Jahresauftakt unterlag der ThSV Eisenach in der Vorwoche beim TV Hüttenberg 27:29, Bayer Dormagen sorgte mit einem 32:23-Erfolg über den HSV Hamburg für Furore.

Zu Wochenmitte sprachen wir mit Sead Hasanefendic, dem Coach des ThSV Eisenach:

Jahresübergreifend kassierte Ihre Mannschaft 5 Niederlagen in Folge. Wie beunruhigt Sie das?

Ich habe nicht die Niederlagen gezählt, ich hatte ebenso wenig die Serie von Siegen gezählt. Beides liegt hinter uns. Wir schauen von Spiel zu Spiel. In Erinnerung bleibt stets das letzte, und das haben wir in Hüttenberg knapp verloren. Ich war mit dem Spiel unserer Mannschaft in Hüttenberg nicht vollends unzufrieden, hätte mir freilich ein anderes Schlussresultat gewünscht. Torchancen hatten wir reichlich, haben diese aber nicht genutzt.

Sie sprachen es gerade an, in Hüttenberg zeigte sich Ihre Mannschaft gegenüber den Begegnungen zum Jahresausklang verbessert, zu Punkten reichte es aber nicht. Was nehmen Sie Positives mit?

Eine Vielzahl von Torchancen im direkten 1:1-Duell mit dem Hüttenberger Torwart Dominik Plaue sah uns als Verlierer. Die Leistung unserer Keeper blieb unter unseren Erwartungen. Mehrere harte Schiedsrichter-Entscheidungen gegen uns, nicht anerkannter Treffer beim Gegenstoß und Zeitstrafen, mussten wir hinnehmen. Was war positiv? Unser Spiel über die Flügel. Dadurch hatten wir die Chance auf zwei Punkte

Sie begannen in Mittelhessen mit Martin Potisk als Spielgestalter, betrauten dann (wohl auch wegen der zwei Zeitstrafen für Martin Potisk) Yoav Lumbroso mit der Aufgabe im mittleren Rückraum. Was erwarten Sie von diesen beiden blutjungen Mittelmännern?

In der Analyse haben wir festgestellt, unsere Rückraum-Mitte Spieler haben unser Spiel gut geführt. Im zweiten Abschnitt wollte Yoav Lumbroso das Tempo zu hoch schrauben, was unser Konzept nicht vorsah. Wir waren ja mit einem 13:13-Gleichstand in die Pause gegangen, trotz einer schlechten Wurfquote und zu harten Zeitstrafen gegen uns. Um Erfolg zu haben, müssen wir unser erarbeitetes Konzept durchgängig beibehalten. Yoav Lumbroso und Martin Pootisk fehlt mit ihren 19 und 21 Jahren natürlich noch die Erfahrung; aber beide werden sich weiter gut entwickeln. Sie und auch Jonas Ulshöfer werden weiterhin die Chance als Spielgestalter bekommen.

„Im nächsten Spiel brauchen wir eine bessere Torwartleistung, treffsichere Außen, nicht so viele Zeitstrafen gegen uns, nicht so viele Siebenmeter gegen uns“, erklärten Sie zur Pressekonferenz nach der Partie in Mittelhessen. Wie soll das gelingen?

Jedes Spiel ist anders. Unsere bis dato so treffsicheren Außen werden wohl kaum noch einmal solch einen schwarzen Tag erwischen. Wir verloren ja Willy Weyhrauch in Hüttenberg schon vor der Pause. Er ist wieder dabei. Ebenso der wegen einer Erkrankung fehlende Adrian Wöhler. Ich bin überzeugt, die Würfe von außen zappeln wieder im Tor. Und ich rechne auch mit einer besseren Torwartleistung.

Mit einem 32:23-Sieg über den HSV Hamburg ließ der TSV Bayer Dormagen am vergangenen Spieltag aufhorchen. Eine deutliche Warnung an Ihre Mannschaft für Samstagabend?!

Ich habe das Spiel gesehen. Bis zur 20. Minute war die Partie ausgeglichen, dann hat Bayer Dormagen die Partie in die Hand genommen, aufgedreht und ist schon mit einem klaren Vorsprung in die Halbzeitpause. Imposant, wie Dormagen gegen eine gute Hamburger Mannschaft die zweite Halbzeit dominiert hat. Bayer Dormagen präsentierte sich als eine junge, willige, dynamische und gut antizipierende Mannschaft. Auf uns wartet ein schweres Spiel; gleichwohl es für uns alles schwere Spiele sind.

Im Hinspiel stand es zur Halbzeit 13:13, hätte Ihre Mannschaft sogar führen müssen, am Ende setzte es eine 10-Tore-Niederlage. Wie wollen Sie es anstellen, damit es dieses Mal besser wird?

Das erste Aufeinandertreffen fand zu Saisonbeginn statt. Wir wussten noch nicht so recht, wohin der Weg führt. Wir hätten seinerzeit mit einem 3- oder 4-Tore-Plus in die Pause gehen müssen. Im zweiten Abschnitt sind wir vollends aus unserem Konzept ausgebrochen, lieferten wohl die schlechteste zweite Halbzeit der Saison überhaupt. Bayer Dormagen befindet sich aktuell in guter Form. Wir verspüren schon ein wenig Druck. Wir trainieren gut. Wir sind eine Mannschaft, die erfolgreich spielen kann. Das werden wir am Samstagabend auch zeigen.

In der Vorwoche fehlte Adrian Wöhler krankheitsbedingt. Wie schaut es für diesen Samstag personell aus?

Ich gehe davon aus, die komplette Mannschaft zur Verfügung zu haben. Adrian Wöhler ist wieder dabei. Ich hoffe auf einen alten torgefährlichen Adi Wöhler!

 

Th. Levknecht