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Unsere Zweite jubelt im Sportzentrum Breitungen!

Keeper Andreas Fehr sichert mit 18 Paraden den Auswärtssieg in der "Höhle des Löwen"

Damit hatte wohl keiner gerechnet. Der zuletzt insbesondere in heimischer Umgebung schwächelnde ThSV Eisenach II entführte aus der „Höhle des Löwen“, vom heißen Parkett des Sportzentrums Behringen, beide Zähler. Die Schützlinge von Michael Stegner-Guillaume, das geschlossen und mit unbändigem Siegeswillen auftretende Team, bejubelten ausgelassen einen 29:28 (15:14)-Erfolg bei der HSG Werratal. Herausragend ThSV-Keeper Andreas Fehr, bis zum Sommer im Trikot der HSG Werratal und hoch motiviert, der insgesamt 18 Bälle parierte, darunter drei Siebenmeter und mehrere Würfe aus Nahdistanz. Der ThSV Eisenach II glich mit diesem unerwarteten Doppelpunktgewinn vor 300 Zuschauern die Saisonbilanz auf 13:13 Punkte aus. Die HSG Werratal, mit der Zielstellung Platz 1 bis 3, erfuhr durch diese Heimniederlage einen unerwarteten Dämpfer.

Erfolgreicher Schachzug: Eisenachs offensive Abwehr

„Wir haben wahrlich nicht schlecht gespielt, doch das Torhüterduell gab den Ausschlag“, konstatierte Dejan Leskovcek, der Coach der HSG Werratal. „Ja, ich hatte sicherlich nicht meinen besten Tag. In Hermsdorf gelangen mir wesentlich mehr Paraden, doch wir haben dennoch verloren. Im Heimspiel gegen Ronneburg lief es bei mir auch gut, wir gingen als Sieger vom Parkett. Letztendlich verliert die Mannschaft. Zum Spielfilm gegen den ThSV Eisenach II gehört auch dazu, dass wir im ersten Abschnitt gleich 5 Konter nicht unterbrachten. Jede Heimniederlage, egal gegen wen, ärgert uns mächtig. Mit einem vollen Erfolg wollten wir uns aus den Punktspielen des Kalenderjahres verabschieden“, erklärte Lars Kremmer, der Torhüter der HSG Werratal, bis zum Sommer mehrere Jahre beim ThSV Eisenach, auch als sicherer Rückhalt im Jugendbundesligateam und mit positiven Kritiken bei seinen Einsätzen im Vorjahr in der ersten Männermannschaft. ThSV-Trainer Michael Stegner-Guillaume führte mehrere Gründe für den Spielausgang an. „Alle haben eine Super-Leistung abgerufen. Mit unserer 5:1- oder 3:2:1-Deckung, Maximilian Manys vorgezogen, hatten wir den Rückraum der Gastgeber ganz gut im Griff. Das war zwar kräftezehrend, doch der unbedingte Siegeswille ließ alle die letzten Körner herauskitzeln. Die Hausherren versuchten es oft mit individueller Qualität im Zweikampf, dem setzte unser Team mannschaftliche Kompaktheit entgegen“, bilanzierte Michael Stegner-Gullaume. Eine derart offensive Abwehr über den Kreisläufer auszumanövrieren, das versuchte der Gastgeber nur selten. Erfolgreichster Werfer aus dem Rückraum der HSG Werratal war der Ex-Eisenacher Tom Kreutzer mit 6 Treffern. „Der ThSV Eisenach II hat über 60 Minuten geduldig gespielt. Uns unterliefen hingegen zu viele Fehler“, räumte Dejan Leskovsek ein. Über die schnelle Mitte, über die erste Welle und mit ganz viel Bewegung fand der ThSV Eisenach II vielfach zum Torerfolg.

 

HSG Werratal lag ein einziges Mal in Führung

Ein einziges Mal, beim 19:18 (38. Min.), lagen die Gastgeber vorn. Acht Minuten später leuchtete eine 25:20-Gästeführung an der Anzeigetafel (46.). Eine Vorentscheidung? Nein! In heimischer Halle das Derby gegen den ThSV Eisenach II verlieren, das wollte die HSG Werratal unbedingt vermeiden. Überzahlphasen nutzten die Hausherren zur Aufholjagd. Armend Alaj brachte das Leder von der Siebenmeterlinie nicht am Werrataler Schlussmann Lars Kremmer vorbei. Anton Kalic glich für die Gastgeber zum 26:26 aus (52.). Spannung pur war angesagt. Renato Pauli, mit eigener Werratal-Vergangenheit und bis in die Haarspitzen motiviert, traf zum 26:27 (52.) und 27:28 (54.). Maximilian Manys, dem sein Coach eine starke Leistung bescheinigte, netzte zum 27:29 ein (57.). Knapp 60 Sekunden später markierte Dino Bacic den 28:29- Anschlusstreffer. Da waren noch über zwei Minuten zu spielen. Viel Zeit im heutigen Handball! „Bei einem Pass von Rechtsaußen zu Rückraum rechts verloren wir das Leder“, schüttelte Dejan Leskovcek das Leder. Doch die Hausherren kamen erneut in Ballbesitz, ThSV-Keeper Andreas Fehr parierte. Ballbesitz für den ThSV Eisenach II. Das Zeitspiel drohte. Auszeit. Wenige Sekunden später kassierte Dino Bacic eine Zeitstrafe. Der Weg zum Eisenacher Sieg war endgültig frei.

 

Statistik

HSG Werratal : Kremmer, Smolny; Panasenko, Cetnik (5), A. Katic (5/1)), Rothämel, Kreutzer (6/1), Armstroff-Goller, Bacic (4/1), Cuturic (5), I, Katic (3), Tosino

 

ThSV Eisenach II : Fehr, Martin; Brenner (2), Pauli (6), Urbach (2), Manys (4), Ukaj (4), Schunke (1), A, Alaj (5), Warlich, Streckhardt (2), Q. Alaj (3), Förster

 

Siebenmeter : HSG Werratal 3/7 – ThSV Eisenach II 2/4

 

Zeitstrafen : HSG Werratal 10 Min. – ThSV Eisenach II 4 Min.

 

Schiedsrichter : Hausdörfer/Löwe

 

Zuschauer : 300 im Sportzentrum Breitungen

 

Th. Levknecht