News / Mannschaften

Unsere Zweite will auf dem heißen Ronneburger Parkett bestehen

Fragezeichen hinter dem Einsatz von Armend Alaj und Andreas Fehr

„Nach den Heimpleiten müssen wir auswärts gewinnen. Das ist unser Ziel für den Samstagabend“, erklärt Qendrim Alaj, der Kapitän des ThSV Eisenach II, geradezu trotzig. Drei verlorene Heimspiele in Folge wurmen das gesamte Team. Ein Sieg soll her. Doch nun geht es auf das heiße Ronneburger Parkett. Der HSV Ronneburg ist am Samstag, 16.11.2019 um 19.00 Uhr in der Sporthalle Zeitzer Straße Gastgeber. Eine heißblütige Kulisse macht es hier jedem Gast (und auch Schiedsrichter) besonders schwer.

Der Sonneberger HV entführte aus Ronneburg mit einem 32:22-Kantersieg beide Zähler, startete den Höhenflug zur Tabellenspitze. Alle folgenden Heimspiele sahen den HSV Ronneburg als Sieger. Mit zwei weniger absolvierten Spielen als der ThSV Eisenach II rangiert der HSV Ronneburg mit 8:6 Punkten auf dem 7. Tabellenplatz, der ThSV II belegt mit 9:9 Zählern den 4. Platz. Durch die unterschiedliche Zahl der absolvierten Spiele ergibt die Tabelle ein schiefes Bild. (Vorn thronen mit 15:1 Zählern die Oldies des Sonneberger HV.) Das Gesicht des Ronneburger HV prägen auch in dieser Saison Andre Stölzner, Silvio Stölzner und Torjäger Mirko Alexy, der mit 50 Treffern nach 7 Spielen (im Schnitt 7,14 Treffer) auf Platz 5 der Torjägerliste der Liga rangiert. In dieser Tabelle ist Armend Alaj vom ThSV Eisenach II mit 62 Treffern nach 9 Spielen (im Schnitt 6,89 Tore) auf Rang 3 zu finden. Christopher Stölzner, einst beim ThSV Eisenach und vor dem Sprung ins Bundesligateam, gesundheitsbedingt die leistungssportliche Kariere beendend und zu seinem Heimatverein HSV Ronneburg zurückkehrend, fungiert aktuell überwiegend nur noch als Co-Trainer. Das Schwergewicht, kürzlich als Beobachter beim Heimspiel des ThSV Eisenach II, springt ein, wenn Not am Mann ist.

 

Verantwortung soll auf mehr Schultern verteilt werden

„Wir müssen uns als geschlossene Mannschaft präsentieren, nicht als Einzelspieler. Wir müssen unsere Fehlerzahl gegenüber der Vorwoche deutlich senken, die Vorgaben des Trainers konzentriert über 60 Minuten umsetzen“, betont Qendrim Alaj, der Kapitän des ThSV Eisenach II. „Wir wollen nicht das Gefühl eines schlechten Laufes aufkommen lassen“, erklärt Michael Stegner-Guillaume. „Wir haben doch schon gezeigt, dass wir guten und erfolgreichen Handball spielen können“, fügt der Trainer des ThSV Eisenach II hinzu. Die Konstanz fehle selbst innerhalb einer Partie. Dabei dürfe nicht außer Acht gelassen werden, dass ganz junge Spieler, wie der 19-jährige Julius Brenner, schon viel Verantwortung übernehmen müssten. Qendrim Alaj ist mit 27 Lenzen der Senior der Feldspieler. „Die Verantwortung muss auf mehr Schultern verteilt werden“, erklärt Michael Stegner-Guillaume. Nach der knappen Führung im jüngsten Heimspiel gegen den VfB Mühlhausen, habe man sich in Einzelaktionen verstrickt, dadurch ein Spiel verloren, das man hätte nicht verlieren dürfen. Nun soll es auswärts besser gemacht werden. Hinter den Einsätzen der die Woche verletzungsbedingt beim Training pausierenden Andreas Fehr und Armend Alaj steht ein Fragezeichen. Michael Stegner-Guillaume hofft, beide einsetzen zu können. Torhüter John Martin steht nicht zur Verfügung, ist als Nachwuchstrainer gefordert. Ein Großteil der ThSV-Talente reist am Samstag per Sonderbus zu gemeinsamen Trainingseinheiten mit ihren Altersgefährten des HSC Coburg ins Fränkische, weilt am Abend zum Zweitbundesligaderby zwischen dem HSC Coburg und dem ThSV Eisenach in der HUK-Coburg Arena. Nahezu zeitglich muss der ThSV Eisenach II beim HSV Ronneburg ran.

 

Th. Levkneht