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Unsere Zweite will Revanche!

Sonntag um 16.00 Uhr in der Werner-Aßmann-Halle: ThSV II - SG Suhl/Goldlauter

Am 4. Spieltag der Handball-Thüringenliga der Männer, am 28.09.2019, unterlag der ThSV Eisenach II im Finish, nach einem 22:22 eingangs der zehn Schlussminuten, bei der SG Suhl/Goldlauter mit 26:30. Der Spielplan will es so, am Sonntag, 03.11.2019 steigt um 16.00 Uhr in der Eisenacher Werner-Aßmann-Halle bereits das Rückspiel. Es ist das Aufeinandertreffen von zwei Teams, die im Sommer erhebliche personelle Änderungen erfuhren. Beim ThSV Eisenach II verabschiedeten sich beispielsweise die Routiniers Philipp Emmelmann (Karriereende) und Sascha Kleint (Wechsel zur HSG Werratal). Einstige ThSVler (Meyer, Ukaj, Fehr) kehrten zurück, von der SG Suhl/Goldlauter kam Renato Pauli, der sich in den letzten Spielen zu einem ganz wichtigen Faktor auf der rechten Angriffsseite und in der Deckung gemausert und stets einen flotten Spruch auf den Lippen hat. Der Kader der SG Suhl/Goldlauter wurde kräftig durchgemischt. Vorbei die Zeit, als Maik und Remo Gerstenberg, Lars Thieme, Steffen Wetzl und der Ex-Eisenacher Roland Frank das Gesicht prägten. Schon in der Vorsaison standen zahlreiche ausländische Akteure auf dem Spielprotokoll. Deren Zahl wurde noch einmal erheblich aufgestockt. Nun stehen die Namen wie Nenad Mirkovic, Nebosja Raljic, Atilla Prunner, Daniel Szenteszki, Nichita Savcenco und Vladimir Dimic für die Südthüringer auf dem Spielprotokoll. Trainiert wird die SG Suhl/Goldlauter indes weiterhin von Daniel Hellwig.

 

Daniel Hellwig: Wir bringen unsere Qualität noch nicht auf das Parkett

Die SG Suhl/Goldlauter kassierte am vergangenen Wochenende eine doch unerwartete 27:32-Niederlage unweit von Eisenach, beim SV Town & Country Behringen/Sonneborn. Die Auftakt-Viertelstunde ging an das Team aus Südthüringen, danach übernahmen die Gastgeber um Torhüter Sebastian Schenk und den torgefährlichen Steffen Moratschke, Lars Hellmund und Tim Rodrian (zusammen 22 Tore!) das Sagen, düpierten die Gäste selbst bei eigener Unterzahl. Ohne das in der Hanichhalle verbotene Haftmittel und mit einer offensiven Deckung gegen Torjäger Vladimir Dimic taumelte die SG Suhl/Goldlauter der Niederlage entgegen. Daniel Hellwig ist noch Tage danach sauer. „Wir sind noch lange nicht da, wo wir hinwollen. Die Qualität im Kader spiegelt sich auf dem Parkett nicht wieder“, so Daniel Hellwig, der mit der Abwehr und dem Angriff höchst unzufrieden ist. „Wir haben gegen Altenburg und Behringen über 30 Gegentore kassiert. Unfassbar. Aber auch im Angriff sind Abstimmungsprobleme unverkennbar. Es wird Zeit, dass jeder seinen Job erledigt, nicht mit Eigenbrötelei aufwartet, Jeder muss seine eigene Leistung endlich richtig reflektieren“, findet der Suhler Trainer klare Worte. Mit Vladimir Dimic steht die Nummer 2 der Torjägerliste der Liga (62 Treffer, im Schnitt knapp 9 Tore) im Aufgebot. Vladimir Dimic soll eigentlich als Spielgestalter seine Teamkollegen mit in Szene setzen, für sie Lücken schaffen. Doch die Kollegen im Rückraum befänden sich im Formtief. „Vladimir Dimic nutzt seine Dynamik zum direkten Weg in Richtung Tor“, schildert Daniel Hellwig die Lage in seinen Reihen. „Ich erwarte bei der zweiten Fahrt innerhalb einer Woche Richtung Wartburg eine Reaktion der Mannschaft. Wir laufen in der Werner-Aßmann-Halle auf, um beide Punkte mitzunehmen“, lässt Daniel Hellwig keinen Zweifel an der Zielvorgabe. Er geht davon aus, seinen kompletten Kader aufbieten zu können.

 

Michael Stegner-Guillaume: Na klar, ein Heimsieg ist unser Ziel!

Mit Abwehrproblemen kämpft auch Michael Stegner-Guillaume, seit dem Sommer Coach des ThSV Eisenach II. „Der neuen und jungen Formation fehlt noch die Abstimmung. Erste Fortschritte sind aber erkennbar“, bilanziert Michael Stegner-Guillaume. Anspiele zum Kreis würden inzwischen besser unterbunden. Mit Marius Noack, Andreas Fehr und John Martin verfügt der ThSV Eisenach II freilich über ein Top-Torhütertrio, das manchen Fehler der Vorderleute ausbügelt. „Aber sie bedürfen mehr Unterstützung von der Deckung“, betont der ThSV-Coach. Im Angriff läuft es bei seinen Schützlingen ganz gut, trotz des Mankos fehlender Distanzwerfer. „Wir wissen ja, dass wir vom Körperwuchs klein sind, keine Rückraum-Shooter im Kader haben“, bekennt ThSV-Coach Michael Stegner-Guillaume . Mit spielerischen Mitteln, viel Kreativität, Passgenauigkeit bei hohem Tempo initiiert der ThSV Eisenach II ein torgefährliches Angriffsspiel. Das soll auch am Sonntagnachmittag so sein. „Doch wir brauchen zwei gleichstarke erste Halbzeiten. Beim Hinspiel in Suhl boten wir eine Super erste Halbzeit, gingen am Ende aber als Verlierer vom Parkett der Wolfsgrube“, erinnert sich Michael Stegner-Guillaume. Er warnt seine Crew, der Suhler Niederlage in Behringen eine Bedeutung beizumessen. „Die Bedingungen in Behringen waren für fast alle in den Suhler Reihen völliges Neuland“, argumentiert der ehemalige Coach des SV Town & Country Behringen/Sonneborn. Personell dürfte er trotz dicker Fragezeichen beim Spielprotokoll die Qual der Wahl haben. „Wir werden weder bei Philipp Urbach noch bei Noah Streckhardt ein Risiko eingehen“, betont Michael Stegner-Guillaume mit Blick auf beide zuletzt verletzungsbedingt fehlende Akteure. Youngster Jannis Förster steht für Aufgaben am Kreis wieder zur Verfügung. Kapitän Qendrim Alaj dürfte wieder die Rolle des Spielgestalters übernehmen. Bruder Armend Alaj kann sowohl im rechten Rückraum auch als auf Rechtsaußen für Torgefahr sogen. Er belegt derzeit Platz 3 in der Torjägerliste der Liga. „Dass wir gewinnen wollen, versteht wohl jeder“, so Michael Stegner-Guillaume. Der ThSV II hofft auch auf Unterstützung von den Rängen. Th. Levknecht