News / 2. Handball Bundesliga

Viel Lob für die Neuzugänge

ThSV Eisenach blickt auf vier Trainingswochen zurück

„In punkto Zubringereigenschaften für das Handballspielen haben wir die nächste Stufe der angestrebten Entwicklung erreicht“, berichtet Alexander Nöthe, der Athletiktrainer des ThSV Eisenach, zum Ende der 4. Trainingswoche des Handball-Zweitbundesligisten nach der mehrmonatigen Trainingspause aufgrund der Corona-Pandemie. Reaktiv- und Schnellkrafttraining hätten zuletzt einen größeren Block gebildet.

Monitoring vermittelt wichtige Erkenntnisse

Als wichtiges Hilfsmittel werde, so Cheftrainer Markus Krauthoff-Murfuni, ein Monitoring bei jedem Spieler genutzt. (Monitoring ist ein Überbegriff für das systematische Erfassen von Daten und Messungen. Eine Funktion des Monitorings besteht darin, bei einem beobachteten Ablauf oder Prozess festzustellen, ob dieser den gewünschten Verlauf nimmt und bestimmte Schwellwerte eingehalten werden, um andernfalls steuernd eingreifen zu können. Monitoring ist deshalb ein Sondertyp des Protokollierens.) „Alexander Nöthe hat das eingeführt. Wir bekommen dadurch wichtige Erkenntnisse über die Belastung eines jeden einzelnen Spielers, können entsprechend reagieren, steuernd eingreifen“, erläutert Markus Krauthoff-Murfuni, der die sehr gute Zusammenarbeit mit Athletiktrainer Alexander Nöthe hervorhebt. Dieser erarbeitete mit Akribie und großem Fachwissen Handballspezifisches für die Athletikeinheiten aus. Viele Intervall-Trainingseinheiten stehen auf dem Plan. „Obwohl es bis zum Punktspielstart noch ein langer Weg ist, alle sind mit großem Engagement dabei, gehen bis an ihre Grenze“, lobt Alexander Nöthe die Akteure. Kleine „Wehwehchen“ (Wadenverhärtung, Achillessehnenprobleme) seien aufgrund der Intensitätssteigerung, aber auch auf die unterschiedlichen Untergründe der Trainingseinheiten zurückzuführen. Diese schreibt der Athletiktrainer auch auf „Anpassungserscheinungen des Organismus nach so langer Trainingspause“ zurück. In den intensiven Trainingseinheiten seien, so Markus Krauthoff-Murfuni, wichtige Erkenntnisse zu sammeln: „Wie reagieren die Spieler in Stresssituationen, bei hoher Belastung, wie ist ihre Körpersprache?“  

„Die Stimmung im Team ist bestens!“

Markus Krauthoff- Murfuni, erst seit 4 Wochen Cheftrainer des Thüringer Traditionsvereines, gewährt auch einen Einblick in seine Philosophie. Er will mit seinen Spielern gemeinsam Spielideen entwickeln, dabei freilich steuernd eingreifen. Im Angriff soll frühzeitig und zügig Druck auf die gegnerische Abwehr ausgeübt und dieser hochgehalten werden, um Torchancen zu erarbeiten und diese zu nutzen. Daran werde bis zum Pflichtspielstart Anfang Oktober mit Intensität gearbeitet.  „Die Stimmung im Team ist bestens“, berichtet Markus Krauthoff-Murfuni. „Jeder trägt Verantwortung, die Spieler, die Trainer, das gesamte Team um das Team. Das sollen auch alle verinnerlichen und sich dessen bewusst sein“, ergänzt der Eisenacher Cheftrainer. Voll des Lobes ist er über die Neuzugänge, die österreichischen Auswahlspieler Thomas Eichberger und Daniel Dicker sowie den kroatischen Auswahlspieler Kristian Beciri. „Das sind Super-Kerle, sehr kommunikativ, mit ganz viel Professionalität, die wir haben wollen. Gestandene bei der EM erfolgreiche Nationalspieler sowie ein championsleagueerfahrener Kreisspieler, die ihre Stärken einbringen, das Training bereichern. Ihre Einstellung soll andere anstecken“, so Markus Krauthoff-Murfuni. Rückraum-Mitte-Spieler Martin Potisk ist nach einem Magen- und Darminfekt wieder ins Training eingestiegen. Rechtsaußen Ante Tokic ist durch einen in der Vorwoche zugezogenen Bruch eines Fingers, der schon erfolgreich operiert wurde, gehandicapt. „Im athletischen Bereich kann er dennoch vieles mitmachen. Ansonsten setzt er individuell ausgearbeitete Kraftpläne um“, berichtet Alexander Nöthe.

Hygieneauflagen werden nicht diskutiert, sondern konsequent eingehalten

Auch in dieser Woche wird das intensive Training, im Freien und in der Halle, planmäßig fortgesetzt. Unter Einhaltung der Hygieneauflagen! "Die Corona-Pandemie bleibt bis auf Weiteres ein Teil des Alltags und betrifft damit auch den Handballsport. Wir diskutieren nicht die Sinnhaftigkeit der Maßnahmen, verwenden dafür weder Kraft noch Zeit Wir halten sie ein“, betont Markus Krauthoff-Murfuni. Er selbst hat gerade eine kleine Wohnung in einem Plattenbaugebiet im Norden der Eisenacher Kernstadt bezogen. „Inmitten vieler ThSV-Fans“, fügt der 43-Jährige hinzu. Durch seine einjährige Co-Trainertätigkeit weiß er ohnehin, was die blau-weiße Anhängerschaft erwartet und was wieder mehr in den Fokus rücken soll: unbändiger Kampfgeist bis zur letzten Sekunde.

Th. Levknecht