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Was für ein Hammer! Unsere B-Jugend bezwinbgt den SC Magdeburg mit 33:27

Am ersten Spieltag der neuen Saison in der Mitteldeutschen Oberliga der männlichen Jugend B sorgten die Talente des ThSV Eisenach für eine faustdicke Überraschung. Sie bejubelten ausgelassen einen 33:27 (14:12) -Erfolg über den SC Magdeburg. Aus einer geschlossenen Mannschaftsleistung ragten Paul Jegminat mit 10 sowie Karl-Marius Schnell und Tizian Reum mit je 8 Treffern sowie Torhüter Louis Kleinschmidt (parierte 17 Bälle) heraus. Der ThSV Eisenach profitierte von der einjährigen Erfahrung in der Mitteldeutschen Oberliga gegen die überwiegend mit dem jüngeren Jahrgang angereisten Talente aus dem Magdeburger Handballgymnasium. Die Wartburgstädter hatten an diesem Tag, im Gegensatz zu sonstigen Duellen mit den Leistungszentren aus Magdeburg und Leipzig, keine körperlichen Nachteile. Erwähnenswert, nach dem Abpfiff trafen sich beide Teams auf Einladung des ThSV Eisenach zu einem Imbiss im Schulungsraum der Werner-Aßmann-Halle.

Fundament des Erfolges in der Abwehr gelegt

Trainer Uwe Seidel freute sich über seinen gelungenen Einstand. Er hatte gegen die überaus offensive Abwehr der Elbestädter den richtigen taktischen Anzug geschneidert, den seine Schützlinge bestens umsetzen. Mit viel Bewegung wurden Räume geschaffen, die insbesondere Karl-Marius Schnell und Tizian Reum mit ihren individuellen Qualitäten zu Torerfolgen nutzten. „Wir haben im Rückraum richtig Betrieb gemacht, dadurch auch unseren Kreisläufer und die Außen freigespielt“, analysierte Uwe Seidel. Er verwies aber im gleichen Atemzug auf die Defensivleistung: „Unsere mit ganz viel Herzblut und Kampfgeist operierenden 6:0-Abwehr legte das Fundament.“

Karl-Marius Schnell nicht zu stoppen

Die ThSV-B-Jugend, mit Paul Jegminat auf Links- und Max Schlotzhauer auf Rechtsaußen, Tizian Reum im linken und Ole Gastrock-Mey im rechten Rückraum, Karl-Marius Schnell als Spielgestalter, Philipp Bourtal am Kreis und Louis Kleinschmidt im Tor, sprühte von Beginn vor Ehrgeiz und Einsatzbereitschaft. Die 3:3-Abwehr der Gäste war kein „Buch mit sieben Siegeln“. Louis Kleinschmidt heizte mit einem parierten Siebenmeter einschließlich Nachwurf die Stimmung zusätzlich an. Obwohl die Seidel-Schützlinge schon in der 12. Minute die dritte Zeitstrafe kassierten, lagen sie nach einem von Paul Jegminat abgeschlossenen Konter mit 7:5 vorn. Die Gäste versuchten es mit einem Wechsel auf der Regieposition, mit kurzzeitigem Erfolg zum 10:10 (21.). Der letztmalige Gleichstand! Immer wieder marschierte Karl-Marius Schnell mit Vehemenz in die sich bietenden Räume Richtung SCM-Kasten und vollendete. Paul Jegminat ließ sich beim 11:10 nicht abschütteln. Einen Gegenstoß nach Ballgewinn vollendete Philipp Bourtal zum 12:10 (22.). Hernach waren Tore erst einmal Mangelware. Mit einem 14:12 ging es in die Halbzeitpause.

Beseelt vom Glauben, den großen SC Magdeburg zu bezwingen

Ungebremst, mit Leidenschaft pur, kehrten die ThSV-Youngster von den Pausengetränken zurück. Jeder hatte nun begriffen, den großen SC Magdeburg an diesem Tag bezwingen zu können. Hinten wurden die Räume mit gegenseitigen Aushelfen geschlossen, SCM-Würfe immer wieder geblockt (Ole Gastrock-Mey). Nach vorn waren Power, Kreativität und entschlossener Torwurf angesagt. „Wir fanden stets die richtigen Lösungen“, strahlte Trainer Uwe Seidel. Rückraumspieler Tizian Reum markierte das 19:15 (31.). Keeper Louis Kleinschmidt gab die Vorlage für Paul Jegminat zum 23:17 (36.). Nun taute auch Ole Sandrock-Mey im Angriff auf, gab aus dem Fernwurfbereich Proben seines Repertoires. Zwei Auszeiten kurz hintereinander nutzten den Talenten des SC Magdeburg nichts. Tom Steiner vollendete zum 26:19 (41.), Paul Jegminat gar zum 28:20 (42.). Jetzt war mehr als eine Vorentscheidung gefallen, auch wenn sich die Gäste noch einmal aufbäumten, Niklas Döbbel aus dem rechten Rückraum erfolgreich abzog. Die Hausherren hatten auch nach dem 30:25 (47.) stets die richtigen Antworten parat. Wer wollte es ihnen verdenken, dass sie nach dem Abpfiff ausgelassen tanzten und sangen. Einen SC Magdeburg schlägt man wahrlich nicht alle Tage…!

 

Statistik

ThSV Eisenach: Kleinschmidt, Trapp, Büchner; Schnell (8), Bourtal (2), Lapacz, Jegminat (10/2), Cech, Reum (8), Gastrock-Mey (3), Steiner (1), Stegner, Seidel, Schlotzhauer (1)

SC Magdeburg : Kuhs, Lücke; Hammer (3), Döbbel (5), Löwen (2), Langner (2/1), Krist (2), Kölling, Katzwinkel (6), Fenyö (6/2), Schipper, Wahnschaap (1)

Siebenmeter : ThSV Eisenach 2/2 – SC Magdeburg 5/3

Zeitstrafen: ThSV Eisenach 4 x 2 Min. – SC Magdeburg 2 x 2 Min.

Schiedsrichter : Robin Arnold/Johannes Kunze

Zuschauer: 125

Th. Levknecht