News / 2. Handball Bundesliga

Zur 63. Derby-Auflage nach Dessau

Unser Team gastiert am Mittwoch, 12.05.2021 um 19.30 Uhr beim Dessau-Roßlauer HV. Beide Teams brauchen die Punkte!

Non Stopp geht es für den ThSV Eisenach um Punkte in der 2. Handballbundesliga der Männer. „Wir biegen jetzt in die Crunchtime der Saison ein. Wir müssen Bock auf körperliche Schmerzen in englischen Wochen haben und uns dafür belohnen“, beschreibt Markus Murfuni, der Coach des ThSV Eisenach, die Lage mit klaren Worten. Zehn Punktspiele stehen bis zum 19.06.2021 für die Wartburgstädter an. Die für den Ligaverbleib noch nötigen Punkte sollen so schnell wie möglich eingefahren werden. „Dem ist alles untergeordnet. Im Team. Im gesamten Verein“, unterstreicht Markus Murfuni. Der Traditionsverein von der Wartburg will da nicht nach links oder rechts schauen müssen, hält es da mit der Auffassung von Uwe Jungandreas, dem Coach des Ligakontrahenten Dessau-Roßlauer HV: „Wenn du dich auf andere verlässt, dann bis du verlassen.“

ThSV-Coach Murfuni erwartet „knallhartes Spiel“

Knapp 30 Punkte, so der allgemeine Tenor, sollten den sicheren Klassenerhalt bedeuteten. Der ThSV Eisenach und der Dessau-Roßlauer HV haben aktuell 23 Zähler aufzuweisen. Beide Teams treffen am Mittwoch, 12.05.2021 um 19.30 Uhr in der Anhalt-Arena aufeinander. Es ist die 63. Auflage des Aufeinandertreffens! Beide Teams brauchen dringend beide Punkte. „Wir haben bei der 27:35-Heimniederlage gegen den VfL Gummersbach Gutes gesehen, wir haben aber auch ungewohnte Baustellen ausgemacht“, erklärte Markus Murfuni rückblickend auf den vergangenen Spieltag. Der Fokus habe sich schnell auf das Derby in Dessau gerichtet, das er als „knallhartes Spiel“ erwartet. Die Eisenacher werden vermutlich in der Formation des Wochenendes auflaufen. Sie wollen ihr vor der Quarantäne-Pause so erfolgreiches Tempospiel aufziehen. Blaz Voncina, Thomas Eichberger und Andreas Fehr werden sich die Aufgaben im Tor teilen. Sie hoffen auf Unterstützung ihrer Vorderleute, insbesondere im Deckungs-Innenblock. Viel Verantwortung wird im Vorwärtsgang auf den jungen Mittel-Männern Martin Potisk (22 Jahre) und Jannis Schneibel (20) liegen.

DRHV-Coach Jungandreas: „Wir müssen uns straffen!“

„In Ferndorf haben wir 30 Minuten eine gute Abwehr gestellt, das muss uns gegen Eisenach über 60 Minuten gelingen. In der Angriffseffektivität müssen wir deutlich zulegen“, konstatierte Uwe Jungandreas, der Trainer des Dessau-Roßlauer HV, reflektierend auf die 21:27-Niederlage seiner Mannschaft am Wochenende. „Wir müssen uns straffen“, ergänzte der 59-Jährige, seit 2014 auf dem Trainerstuhl in Dessau. Er selbst konnte seine Mannschaft in Ferndorf erstmals wieder betreuen. Eine Covid 19-Erkrankung hielt ihn einige Wochen davon ab. „So richtig körperlich fit fühle ich mich noch nicht“, so der erfahrene Handball-Lehrer. Ohne ihn an der Seitenlinie wurde im letzten Heimspiel eine 20:22-Niederlage gegen die Rimpar Wölfe kassiert. Die Spieler des Dessau-Roßlauer HV hatten in jüngster Zeit auch mit Corona zu kämpfen, befanden sich zwischenzeitlich in Quarantäne. Alles nicht ohne Folgen. „Im Moment sind einige Spieler aufgrund von gesundheitlichen Problemen nicht in der körperlichen und konditionellen Verfassung, die man in der 2. Handball-Bundesliga benötigt“, beschreibt Uwe Jungandreas die Situation in seinen Reihen. Ihm fehlen gegen den ThSV Eisenach vermutlich die Linkshänder Lenart Gliese und Joshua Saleh sowie Kreisspieler Libor Hanisch. Dreh- und Angelpunkt ist der torgefährliche Rückraum-Mitte-Spieler Vincent Sohmann. Mit 149 eingenetzten Bällen belegt Dessaus tschechischer Linksaußen Jakub Hrstka Platz 3 der Torjägerliste der Liga. Keeper Philipp Ambrosius wird mit 249 parierten Bällen in der Tabelle der Torhüterparaden unten den Top 5 notiert. Bei der jüngsten Niederlage in Ferndorf bekam er allerdings nur 2 Bälle vor der Linie zu greifen. An das Hinspiel in Eisenach haben Uwe Jungandreas und seine Schützlinge ungute Erinnerungen. Sie gaben eine 6-Tore-Führung aus der Hand. Der ThSV Eisenach siegte 32:29. „Aber auch daran wird deutlich, man darf nicht aufgeben“, erklärt Markus Murfuni mit Blick auf die Partie vom 12. Dezember des Vorjahres.

Drei Heimspiele binnen knapp 2 Wochen bestreitet der Dessau-Roßlauer HV. Nach der Partie gegen Eisenach folgt am Sonntag das Derby beim HC Elbflorenz. Dann kommen die heißen Aufstiegsanwärter HSV Hamburg und VfL Gummersbach in die Anhalt-Arena. Das unterstreicht die Bedeutung der Partie gegen den ThSV Eisenach.

 

Th. Levknecht