News / 07.08.2019
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Aktuelles vom HSC Coburg

Jan Gorr (li.), Trainer des HSC Coburg, und ThSV-Pressesprecher Thomas Levknecht schätzen sich seit vielen Jahren - Foto: sportfotoseisenach

Gummersbach, Nettelstedt, Bietigheim, Hamm, Lübeck Michael Häfner,

Geschäftsführer des HSC 2000 Coburg, hat neben seinem Verein gleich fünf

Kontrahenten parat, die sich um die begehrten zwei Erstligaaufstiegsplätze

streiten werden. Er verweist darauf, dass noch einige mehr dafür in Frage

kommen: „Wer einmal dort war, will wieder hin.“ Somit gilt das auch für Coburg.

Die haben aus der vergangenen Saison gelernt. „Wir haben vieles schon sehr gut

gelöst, aber auch genau gesehen, wo es hakt. Aus den da gemachten Fehlern

werden wir auch irgendwann profitieren“, analysierte Coburgs Trainer Jan Gorr.

Das dürfte vor allem für den Angriff gelten, dem nicht selten die Präzision gefehlt

hat.

Ex-Eisenacher Girts Lilienfelds soll punktuell aushelfen

Girts Lilienfelds soll punktuell aushelfen

Aber wie schon in den Vorjahren wird er nicht mit seinem kompletten Kader in die

Saison starten können, ein großes Fragezeichen steht auf der rechten

Rückraumposition zu Buche. Auf Jakob Knauer muss der Vorjahres-Dritte

mindestens bis Dezember verzichten. Auch die Rückkehr von Pontus Zettermann,

der sich mit Schulterproblemen durch die gesamte Rückrunde „schleppte“, ist

noch offen. Trotzdem sieht Gorr dort nicht unbedingt Handlungsbedarf: „Da

haben wir ein paar Möglichkeiten. Eine ist Flo Billek, der als Rechtsaußen auch im

rechten Rückraum spielen kann. Eine andere ist Girts Lilienfelds, der eigentlich

kürzer tritt, im Berufsleben steht, punktuell noch mal helfen kann.“ Das ist ein

Vabanque-Spiel mit viel Risiko, das der Verein jedoch bewusst geht. Denn

aufgrund von Steuernachforderungen, die fast zehn Jahre zurückliegen, musste

der Etat des Zweitligakaders abgespeckt werden. In den vergangenen drei

Spielzeiten ist dies den Coburgern gelungen und gleichzeitig hat die Spielstärke

dennoch zugenommen. „Wir haben uns entgegengesetzt entwickelt, sind aus

meiner Sicht sportlich noch besser geworden“, betont Gorr. Das wird auf Dauer

nicht gehen. Wenn das große Ziel erste Liga erreicht werden will, muss da der

Turnaround geschafft werden, die Entwicklung auch etattechnisch wieder nach

vorne gehen.

Zudem steht der Coburger Trainer vor einer Herkulesaufgabe im bisherigen

Prunkstück der Mannschaft, der Abwehr. Er muss einen neuen Innenblock

installieren. Nachdem Markus Hagelin in seine schwedische Heimat

zurückgekehrt ist und Anton Prakapenia vorzeitig aus seinem Vertrag nach

Nordhorn-Lingen entlassen wurde, sollen es die Neuzugänge Andreas Schröder

und Stepan Zeman zusammen mit Marcel Timm reißen. Der ist aufgrund der

Junioren-WM jedoch verspätet in die Vorbereitung eingestiegen. Eine weitere

Rechnung mit einer Unbekannten, ob das klappt wie gewünscht.

Zu seinem Hobby, dem Angeln, wird Gorr in seiner siebten Saison beim HSC in

den nächsten Monaten kaum Zeit finden. Im zurückliegenden Urlaub hatte er

zusammen mit einem Freund elf Dorsche aus der Ostsee gezogen. Beim wohl

nächsten Besuch dort sollen es am Nikolaustag zwei Punkte beim VfL Lübeck-

Schwartau sein. Spätestens dann weiß Gorr, wohin der Weg des HSC 2020 führen

kann.                                                                                                                  RBI