Unser Manager präsentierte die ersten beiden Neuzugänge/ Jonas Ulshöfer unterzeichnete Vertrag auf dem Parkett

Meisterlicher Auftritt

07.04.2019 - Bundesliga

„Unsere Mannschaft wollte eine Reaktion zeigen. Sie hat eine Reaktion gezeigt“, fasste Manager Rene Witte kurz und prägnant zusammen

Sie hatten mehrfach Freude! Hallensprecher Jürgen Hausburg (li.) feierte am Spieltag seinen 59. Geburtstag, Jonas Ulshöfer (2.v.r.) unterzeichnete einen Zwei-Jahres-Vertrag beim ThSV Eisenach, Manager Rene Witte (re.) freute sich zudem über einen gelungen Schools`Day in Zusammenarbeit mit der Wartburg-Sparkasse und eine gute Nachricht aus dem Sponsorenbereich, die Hirschvogel Eisenach GmbH verlängerte ihr Engagement - sportfotoseisenach

In der Vorwoche, nach einer 24:25-Niederlage bei der HSG Hanau mit Kritik bedacht, wurde der ThSV Eisenach nach einem 34:24 (19:11)-Erfolg über die mit der Empfehlung von 6 Siegen in Folge angereisten HG Oftersheim/Schwetzingen von nahezu 2.000 (!!) Zuschauern frenetisch gefeiert.

Vor dem Anpfiff gab Eisenachs Manager Rene Witte zwei Neuverpflichtungen bekannt. Jonas Ulshöfer (25 Jahre) kommt von der SG Bruchköbel, Luka Kikanovic (22 Jahre) von Bregenz Handball. Beide spielen im Rückraum. Jonas Ulshöfer war vor Ort, unterzeichnete einen 2-Jahres-Vertrag vor der großen Kulisse auf dem Parkett. Rene Witte informierte zugleich über die Vertragsverlängerung vom erst kürzlich bis zum Saisonende verpflichten Torhüter Blaz Voncina (35 Jahre). Dieser durfte am Samstag von Beginn ran, Kollege Stanislaw Gorobtschuk wurde aufgrund einer leichten Verletzung geschont. Der junge Lars Kremmer, einer der Garanten des Sieges in Schwetzingen, kam in der Schlussviertelstunde. Auch vom wirtschaftlichen Sektor gab es Erfreuliches: Die Hirschvogel Eisenach GmbH verlängerte ihr Engagement beim Handball-Traditionsverein. Eine feine Geste eines Vertreters aus dem Fanblock der HG Oftersheim/Schwetzingen. Er ließ über den Hallensprecher beste Glückwünsche zum Staffelsieg des ThSV Eisenach übermitteln. Und auch das sei erwähnt, Jürgen Hausburg, seit 33 (!) Jahren Hallensprecher beim ThSV (und vormals Motor) Eisenach, verbrachte den Abend seines 59. Geburtstages am Mikrofon in der Werner-Aßmann-Halle. Und nicht zuletzt: Sie stehen oft in der Kritik, die „Pfeifenmänner“. Henning Bergmann und Daniel Stein machten als Schiedsrichter einen richtig guten Job!

Daniel Luther und Adrian Wöhler mit „obligatorischem“ Kempa
Adrian Wöhler auf dem Weg zu einem seiner 5 Treffer - sportfotoseisenach

„Wir haben mit unserer 6:1-Führung sofort die Richtung bestimmt“, konstatierte Eisenachs Rückraumspieler Daniel Luther. Der Dienstälteste im blau-weißen Trikot versenkte im Spielverlauf seinen 70. Saison-Siebenmeter, fand sich mit Adrian Wöhler zum „obligatorischen“ Kempa-Treffer (28:18, 49.).Apropos Daniel Luther, kaum vorstellbar, dass er nächste Saison nicht mehr dabei ist. Seit 21 (!) Jahren trägt der heute 31-Jährige das Trikot des ThSV Eisenach. Doch es soll seine letzte Saison sein. „Ich genieße noch einmal dieses tolle Flair. Doch die geschundenen Knochen melden sich besonders am Tag danach immer mehr mit Nachdruck“ erläutert der junge Familienvater. Die blau-weiße Fangemeinde hat nicht mehr viele Möglichkeiten, dem waschechten Eisenacher zuzujubeln. . Am Samstag dürfte es wohl sein drittletztes Heimspiel gewesen sein.

Ballgewinne als Ausgangpunkt für temposcharfes und kreatives Angriffsspiel
Kreisspieler ist kein Zuckerschlecken. Das weiß Hannes Iffert, dessen Trikot hier einer Festigkeitsprobe unterzogen wird - sportfotoseisenach

Beim 11:9 (21., Max Barthelmeß) durften die Gäste hoffen. Kurzzeitig. „Insgesamt zeigten wir zuviel Respekt, scheiterten immer wieder an der kompakten und robusten 6:0-Abwehr der Eisenacher“, resümierte Gästetrainer Holger Löhr. Er wartete mit verschiedenen taktischen Kniffen auf, brachte vielfach den 7. Feldspieler. „Uns fehlt die Durchschlagskraft aus dem Rückraum“, ergänzte der nahezu 100-fache Ex-Nationalspieler, der auf etliche Stammkräfte verzichten musste. Die auf Ballgewinne orientierte Abwehrarbeit der Eisenacher, die mehrfach Würfe blockte, war Auslöser für zahlreiche Tempogegenstöße. Nach dem 11:9 zogen die Wartburgstädter um Kapitän Marcel Schliedermann mit temposcharfem Handball und Torgefahr von allen Positionen auf 19:11 bis zum Seitenwechsel davon. Dabei auch ein spektakulärer Rückhandtreffer von Adrian Wöhler zum 18:11 (30.), seinem 130. Saisontreffer. Hannes Iffert verwertete einen Steilpass praktisch mit der Sirene zum Halbzeitstand.

Coach Hasanefendic: Wir haben unseren breiten Kader genutzt
Auch mit 70 noch ein (Handball-) Vulkan: unser Coach Sead Hasanefendic - sportfotoseisenach

Alexander Saul (5 Tore bei 6 Versuchen) und der formverbesserte Andrej Obranovic (4 Treffer bei 4 Versuchen) gefielen auch im zweiten Abschnitt aus dem linken und rechten Rückraum. Zogen die Eisenacher das Tempo an, zelebrierten Spielzüge über mehrere Stationen, hatten die Gäste um den sich redlich mühenden Regisseur Lukas Sauer das Nachsehen. Sie sahen sich zudem im Torhüterduell nur als zweiter Sieger. Beim 25:15 durch Alexander Saul (44.) rollte erstmals die Laola über die Traversen. „Einstellung und Disziplin waren heute unsere Gütesiegel. Im Laufe der Woche hatten wir viel miteinander gesprochen. Grandios die Unterstützung von unseren Zuschauern, die uns die Niederlage der Vorwoche verziehen hatten“, befand der junge Kreisspieler Hannes Iffert (5 Würfe – 4 Treffer). Insgesamt nur 6 Technik- und Regelfehler, in der Vorwoche wurde die doppelte Anzahl notiert, verlieh dem Eisenacher Spiel Sicherheit. Wie in gemeinsamen A-Jugend-Bundesligazeiten - unter Trainer Christoph Jauernik - fand sich Hannes Iffert im zweiten Abschnitt mit dem eingewechselten Jonas Bogatzki zum 29:19 (51.). „Wir haben unseren breiten Kader genutzt. Das möchte ich auch in den verbleibenden Ligaspielen so halten“, erläuterte ThSV-Coach Sead Hasanefendic. Die Trainerikone weiß nur zu gut, die alles entscheidenden Spiele um den Aufstieg in die v2. Handballbundesliga finden im Mai statt (11. und 18.). Fast alle Feldspieler beteiligten sich am Trefferreigen. Auch Qendrim Alaj (31:19, 53.) netzte ein. Armend Alaj vertrat den noch an einer leichten Verletzung laborierenden Willy Weyhrauch bestens auf Rechtsaußen.

 

Beste Wünsche von Holger Löhr
Andre Obranovic zeigte sich formverbessert - sportfotoseisenach

„Wir haben Unser Ziel nach dem vorzeitigen Klassenerhalt nach oben korrigiert, würden gern die Qualifikation für den DHB-Pokal schaffen, hierzu wollen wir unsere restlichen drei Spiele erfolgreich abschließen“, erklärte Holger Löhr, der in seiner Bundesligalaufbahn 999 Treffer markierte. Der Coach der HG Oftersheim/Schwetzingen wünschte dem ThSV Eisenach für die alles entscheidenden Aufstiegsspiele viel Erfolg.

 

ThSV Eisenach bereits am Freitag in Coburg

Bereits am Freitag, 12.04.2019 gastiert der ThSV Eisenach beim HSC Coburg II. Anwurf ist um 20.00 Uhr in der über 3.000 Zuschauer fassenden HUK Coburg Arena.

Statistik

ThSV Eisenach : Voncina, Kremmer; Iffert (4), Bogatzki (1), Wöhler (5), Luther (7/5), Miljak (1), Schliedermann (2), Richardt (1), A. Alaj (2), Mürköster (1), Obranovic (4), Q. Alaj (1), Lumbroso, Saul (5)

 

HG Oftersheim/Schwetzingen : Herb, Gabel; Barthelmeß (4), Messerschmidt (3), Jansen (6), Zipf, L. Sauer (5/3), Krämer (1), Suschlik, Demel (3), Mehl (2), Krepper, Kubitschek, Carius

 

Siebenmeter :ThSV Eisenach 6/5

HG Oftersheim/Schwetzingen 3/3

 

Zeitstrafen : ThSV Eisenach 4 x 2 Min.

HG Oftersheim/Schwetzingen 2 x 2 Min.

 

Schiedsrichter : Bargmann/Stein

 

Zuschauer : 1.975

 

Th. Levknecht