News / 03.08.2019
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Standing ovations für Jo Deckarm

ThSV Eisenach überaus passabel gegen den SC Magdeburg

Emotionen pur! Jo Deckarm mit unserem Geschäftsführer und Mager Rene Witte, mit dem Kapitän unserer B-Jugend Philipp Bourtal und Hallensprecher Jürgen Hausburg - Foto: sportfotoseisenach

Der Turnierplan hielt in der Vorrundengruppe B gleich einen Hit bereit, das Aufeinandertreffen von zwei Traditionsvereinen aus den neuen Bundesländern: SC Magdeburg, contra ThSV Eisenach. Trotz Ferien- und Urlaubszeit sowie sommerlicher Temperaturen bevölkerten über 1.200 Zuschauer die Werner-Aßmann-Halle, sahen beim 25:35 (9:17) gegen den SC Magdeburg einen überaus passablen Auftritt ihres Teams.

Stehende Ovationen für Handballlegende Joachim Deckarm

Emotionaler Höhepunkt, die Begrüßung und Ehrung von Handballlegende Joachim Deckarm! Er wurde mit minutenlangen stehenden Ovationen gefeiert, erhielt von ThSV Manager Rene Witte als besonderes Geschenk das erste neue Trikot der Wartburgstädter für die Saison 2019/20120.

( Joachim „Jo“ Deckarm wurde mit dem VfL Gummersbach dreimal Deutscher Handballmeister und zweimal Europacupsieger . Darüber hinaus absolvierte er 104 Länderspiele für die Deutsche Nationalmannschaft , mit der er die Handball-Weltmeisterschaft 1978 gewann. In einem Europacup-Spiel im März 1979 erlitt er nach einem Zusammenstoß mit einem anderen Spieler bei einem harten Sturz ein schweres Schädel-Hirn-Trauma , in dessen Folge er monatelang im Koma lag und bis heute auf Hilfe angewiesen ist.)

Happy birthday für Sead Hasanefendic – ThSV-Coach zufrieden mit Auftritt seines neuformierten Teams

Unser Coach zeigte sich mit dem Auftritt gegen ein deutsches und internationales Topteam zufrieden - sportfotoseisenach

Unmittelbar vor dem Anpfiff erhielt ThSV Coach Sead Hasanefendic herzlichste Glückwünsche zum 71. Geburtstag, den er am Vortag feierte. Mit dem Auftritt seines neuformierten Teams war die Trainerikone durchaus zufrieden.

„Wir habe nicht nur gegen ein deutsches Topteam sondern auch ein europäisches Spitzenteam gespielt. Die große Zuschauerkulisse hatte sicherlich viel Freude. Die 10-Tore-Differenz spiegelt das Geschehen auf dem Parkett nicht so richtig wieder. Unsere Deckung stand im Positionsangriff der Magdeburger bereits recht stabil. Die Elbestädter bekamen viele, meines Erachtens, zu viele Siebenmeter zuerkannt. Viele Treffer gelangen ihnen über den Gegenstoß, Der SCM profitierte natürlich von den individuellen Qualitäten seiner Asse. Ich habe viele gute Aktionen bei uns gesehen. An der Torgefährlichkeit aus dem Fernwurfbereich müssen wir noch arbeiten. Wir haben mit drei Mittelmännern (Yoav Lumbroso, Jonas Ulshöfer und Kristian Volar), drei Kreisläufern (Marko Racic, Justin Mürköster, Hannes Iffert), drei Rückraum-Rechten (Alexander Saul, Jonas Richardt, Duje Miljak) zwei Rückraum-Linken (Andrej Obranovic und Luka Kikanovic) zwei Linksaußen (Adrian Wöhler und Ivan Snajder), zwei Rechtsaußen (Willy Weyhrauch und Ante Tokic) sowie zwei Torhütern (Stanislaw Gorbtschuk und Denis Karic) gespielt. Wir sehen, es passt immer besser zusammen“, bilanzierte Eisenachs Trainer. Die Wurfquote von Ante Tokic (4 Versuche – 4 Treffer), Marko Racic (4 Versuche – 4 Treffer) und Willy Weyhrauch (6 Versuche – 5 Treffer) wird er positiv registriert haben. Seine Rückraumspieler Luka Kokanovic und Alexander Saul müssen in punkto Wurfeffektivität freilich zulegen. Für 25 Treffer benötigte der ThSV Eisenach 44 Würfe, was einer Effektivität von knapp 57 Prozent entspricht.

Viele gelungene Angriffszüge, sehenswerte Tore von beiden Teams

Denis Karic (Foto) und Stani Gorobtschuk konnten einige Bälle entschärfen. - Foto: sportfotoseisenach

"Wir freuen uns auch in diesem Jahr wieder Gast beim Handball-Sparkassen-Cup in Eisenach sein zu dürfen. Eisenach verfügt über viel Tradition im Handball und diese ist sicher auch mit älteren Wettkämpfen gegen uns verbunden. Ich freue mich sehr unser neu formiertes Team in Eisenach präsentieren zu können“, SCM-Coach Bennet Wiegert im Vorfeld erklärt. Er wüsste nur zu gut, gegen den Zweitbundesliga-Rückkehrer war sein Team haushoher Favorit.

Beim ThSV Eisenach gab U 21-Viezeweltmeister und 2,08 Meter Mann Marko Racic seinen Einstand an der Kreis-Mitte. Die Magdeburger setzten von Beginn auf ihre spielerischen Qualitäten, mit Spielzügen auf beide Außenpositionen, die erfolgreich abgeschlossen wurden. Der Zweitligist hielt jedoch couragiert dagegen. Viel Beifall, als ThSV Keeper Stanislav Gorobtschuk einen Siebenmeter von SCM-Mann Christoph Steinert parierte (7.). Nach dem 6:5 (11.) schlossen die Elbestädter ihre Angriffszüge effizient ab. Bis zum 9:7 (16.), Luka Kikanovic hatte für den THSV Eisenach eingenetzt, blieben die Eisenacher noch auf Schlagdistanz. Bennet Wiegert, der SCM-Coach, brachte seine Top-Außen Tim Hornke und Mathias Musche. Der SCM traf zum 14:9 (24.). Kurz darauf brachte Tim Hornke einen Strafwurf nicht an ThSV-Keeper Denis Karic vorbei. Die Eisenacher wechselten ebenso durch, brachten Ante Tokic auf Rechtsaußen und Jonas Ulshöfer auf Rückraum-Mitte. Die Elbestädter stockten ihre Trefferausbeute auf. Die Eisenacher scheiterten hingegen an ihrer Abschlussschwäche aus dem Fernwurfbereich sowie an SCM-Keepern Tobias Thulin und Jannik Green. Eisenachs Linkshänder Alexander Soul brachte einen Siebenmeter nicht unter. Sekunden später netzte Deutschlands Top-Torjäger Mathias Musche zum 17:9 Pausenstand ein.

Auch ein 10-Tore-Rückstand (11:21, 35.) ließ die Wartburgstädter nicht entmutigen. Publikums-Liebling Willy Weyhrauch sprang erstmals als Siebenmeter-Werfer ein und versenkte drei Bälle von der ominösen Linie. Das deutsche Top-Team ließ sich das Ruder freilich nicht entreißen (24:14,40., Hornke). Die Eisenacher brachten ihren 2,08 Meter Riesen Marko Racic immer wieder erfolgreich in Position. Die ThSV-Fans trieben ihr Team unaufhörlich lautstark nach vorne, honorierten jede gelungene Aktion mit viel Beifall. Wie im ersten Abschnitt wechselten beide Trainer kräftig durch. Beim SCM kam beispielsweise sein Stamm-Spielgestalter Marko Bezjak. Mit Kempa-Treffern würzten die Magdeburger ihr Angriffsspiel, wie beim 29:18 (50.). Sehenswert die Eisenacher Treffer Nr. 24 und 25 durch Ante Tokic. Enteilen ließen die Eisenacher den deutschen Titelanwärter nicht. ThSV-Keeper Denis Karic heimste für gelungene Paraden Sonderbeifall ein. Es blieb bei der 10-Tore-Differnz (35:25).

Statistik: SC Magdeburg – ThSV Eisenach 35:25 (17:9)

SC Magdeburg : Green, Thulin; Musa, (3), Chrapkowski, (1), Musche (5/1), Steinert (4/2), Pettersson(6/2), Hornke (7/1), Kuzmanovski (3), Schmidt, Mertens (4), O´Sullivan, Bezjak (1), Damgaard (1),

ThSV Eisenach : Gorobtschuk, Karic; Iffert, Kikanovic (4), Wöhler, Ulshöfer (1), Miljak, Tokic (5), Richardt, Mürköster, Obranovic (1), Lumbroso (2), Snajder (1), Racic (4), Weyhrauch (5/3 ), Saul (2/1), Volar

Siebenmeter : SCM 9/6 - ThSV 5/4

Zeitstrafen : SCM 3x 2Min. - ThSV 1x 2Min.

Schiedsrichter : Ramesh Thiyagarajah/ Suresh Thiyagarajah

Zuschauer: 1200

HC Erlangen kontert ersatzgeschwächten EHVAue aus

An einstiger Wirkungsstätte: Erlangens Coach Adalsteinn Eyjolfsson - Foto: sportfotoseisenach

Zum Auftakt der Vorrundengruppe B standen sich in der Eisenacher Werner-Aßmann-Halle der erzgebirgische Zweitligist EHV Aue und der fränkische Erstligist HC Erlangen gegenüber. Zwei Ex-Eisenacher, EHV Torhüter Radek Musil und Erlangens Trainer Adalsteinn Eyjolfsson, wurden vor dem Anpfiff herzlich begrüßt.

Beide Teams starteten nervös. Der erste Treffer fiel erst nach 6 Spielminuten, durch einen von Johannes Sellin verwandelten Siebenmeter. Nach dem 2:3 (13.) eroberten die Franken immer wieder das Leider aus den Reihen des Teams aus dem Erzgebirge. Konter auf Konter rollten in Richtung des EHV Kastens (2:8, 18 Min.). Selbst eine Überzahl verlor der EHV Aue mit 0:2. Der Erstbundesligist schloss seine Angriffsaktionen konsequent ab. Jan Schäffer versenkte vom Kreis im Doppelpack zum 3:13 (23.). Erst danach wurde der EHV Aue kesser, hatte nun auch das richtige Wurfrepertoire zur Hand. Ihm gelangen noch 4 Treffer zum 8:16 Pausenstand.

Auch mit 45 noch ein Klasse-Keeper: Radek Musil - Foto: sportfotoseisenach

Der EHV Aue, verletzungsbedingt nur mit kleinem Kader, wurde auch zu Beginn der zweiten Halbzeit klassisch Ausgekontert (11:23, 39.). Der mit Beginn der zweiten Halbzeit in den Erlanger Kasten gekommene Ex-Nationalspieler, Carsten Lichtlein entschärfte in Serie Bälle der Schützlinge von Aues Trainer Stephan Swat, der herzliche Glückwünsche zu seinem 43. Geburtstag erhielt. Sven Schäffler besorgte die erstmalige 15-Tore-Führung des ambitionierten Erstbundesligisten (32:17, 48.). Resignieren war beim EHV Aue nicht angesagt, alle mühten sich redlich. Allerdings sah Franz Schauer (EHV Aue) nach überhartem Einsatz den roten Karton; ohne Folgen für den 2. Spieltag. EHV-Schlussmann Radek Musil, auch mit 45 Jahren noch ein Klasse-Mann, sah sich immer wieder frei vor ihm auftauchenden Erlangern gegenüber. Florian Gruchalla für den HC Erlangen netzte zum 17:37 (53.) ein. Die Franken knackten in den letzten Sekunden noch die 40-Tore-Marke. Beim Stand von 23:40 ertönte die Schluss-Sirene.

Statistik: EHV Aue – HC Erlangen 23:40 (8:16)

Gegenstoßspezialist Johannes Sellin markierte für den HC Erlangen fünf Treffer - Foto: sportfotoseisenach

EHV Aue : Musil, Töpfer; de Santis (3), Roch (3), Ebert (1/1), Bornhorn (1), Petreikis(6/4), Kozubik (4), Schauer, Kammlodt (3), Tuminskis (1), Slachta(1)

HC Erlangen : Lichtlein, Katsiganis ; Mosindi (1), Marschall, Sellin (5), Haaß (2), Kellner (2), Firnhaber (5) Ivic, Büdel (2), Bissel (4), Schäffer (5), Metzner (7), Link, Minel (1), von Gruchalla (6/3)

Siebenmeter : Aue: 7/5 - Erlangen: 5/4

Zeitstrafen : Aue: 2 x2 Min., Rot (Schauer, 47.)

Erlangen: 3 x 2Min.

Schiedsrichter : Markus Kauth / Andre Kolb

Zuschauer : 650

Th. Levknecht