News / 04.08.2019
Topnews

Unser Team unterliegt im Siebenmeter-Werfen dem EHV Aue

Trotz 4 Treffern (bei 5 Versuchen) von Alexander Saul, der ThSV Eisenach unterlag dem EHV Aue - sportfotoseisenach

Wie Im Vorjahr, der SC Magdeburg steht im Finale des Sparkassencups im Handball, trifft hier – ebenfalls wie im Vorjahr - auf die MT Melsungen (Sonntag um 17.00 Uhr on Rotenburg a. d. Fulda). Der SC Magdeburg hatte in einer spannenden Partie gegen Ligakonkurrent HC Erlangen das bessere Ende, siegte nach einem 14:18-Halbzeitrückstand Dank eines starken Finish noch mit 29:27. Christoph Steinert war mit 5 Treffern bester Werfer der Elbestädter, die im jungen Keeper Tobias Thulin im zweiten Abschnitt einen bärenstarken Rückhalt hatten (parierte binnen 30 Minuten 12 Bälle!). Antonio Metzner und Jan Schäffer netzten für die Franken je 4 Bälle ein. Die MT Melsungen bezwang den TBV Lemgo mit 27:24.

Der ThSV Eisenach unterlag nach einer passablen Vortages-Leistung gegen den SC Magdeburg am zweite Vorrundentag in heimischer Halle dem EHV Aue nach Siebenmeter-Werfen mit 25:26. Nach der regulären Spielzeit hieß es 21:21, Halbzeit 13:8 für das Team aus dem Erzgebirge. Eine Torwurfeffektivität von nur knapp 57 Prozent beschreibt die Schwachstelle der Wartburgstädter. Im entscheidenden Siebenmeter-Werfen war es der Ex-Eisenacher Radek Musil, der den big point für seine Team setzte. Der 45-jährige Schlussmann parierte den Wurf von Eisenachs Kristian Volar. Alle anderen 9 Werfer hatten eingenetzt. Im normalen Spielverlauf waren Yoav Lumbroso und Alexander Saul mit je 4 Treffern für den ThSV Eisenach erfolgreich. Benas Petreikis wurde für den EHV Aue mit 10 Treffern, 8 per Strafwurf, notiert. Die Wartburgstädter treffen damit am Sonntag um 11.00 Uhr in Rotenburg auf Erstligist Eulen Ludwigshafen, die dem VfL Gummersbach knapp mit 26:27 den Sieg überlassen mussten.

EHV Aue-ThSV Eisenach 26:25 n. Siebenmeterwerfen, 21:21 (13:8) nach 60 Minuten

Ante Tokic mit einer 50-Prozent-Wurfquote - sportfotoseisenach

Am zweiten Spieltag der in Eisenach stattfindenden Vorrundengruppe B sah die Werner-Aßmann-Halle das ewig junge Traditionsderby zwischen dem ThSV Eisenach und dem EHV Aue. Seit Jahrzehnten liefern sich beide Teams heiße Duelle in der ersten oder zweiten Liga. Nun das Aufeinandertreffen beim Sparkassencup 2019.

Der ThSV Eisenach war gegenüber der guten Leistung vom Vortag gegen den SC Magdeburg nicht wiederzuerkennen. Der EHV Aue präsentierte sich als das deutlich homogenere Team, mit zielsicheren Angriffsaktionen. Beim ThSV Eisenach war von Beginn viel Sand im Angriffsgetriebe. Die Gäste aus dem Erzgebirge zwangen die Hausherren immer wieder zu Würfen aus ungünstigen Positionen, zudem war der junge EHV-Schlussmann Erik Töpfer immer wieder zur Stelle, parierte bis zum Seitenwechsel 10 Bälle. Die Eisenacher begannen mit Yoav Lumbroso auf der Regieposition; auch nach dem Wechsel zu Christian Volar fehlten dem Eisenacher Angriffsspiel Kreativität und Präzision beim Torwurf. Anders der EHV Aue, der nach dem 4:3 (12.) das Sagen übernahm. Spielzüge zum Kreis vermochten die Eisenacher vielfach nur auf Kosten von Siebenmeter-Pfiffen zu stoppen. Benas Petrelkis besorgte mit dem 10. Siebenmeter der Partie das 11:7 für den EHV Aue (23.) Ein nahezu kompletter Personalwechsel beim ThSV Eisenach brachte nicht den gewünschten Erfolg. Auch zwei Treffer von Justin Mürköstner leiteten die erhoffte Wende nicht ein. Der EHV Aue erhöhte stattdessen in der Schlussminute durch Adrian Kammlodt und Kevin Roch auf 13:8.

Marko Racic, unser 2,08-Meter-Mann am Kreis, bejubelt einen seiner zwei Treffer - sportfotoseisenach

Der ThSV Eisenach kam wie umgewandelt aus der Kabine, mit viel Biss und viel Zielstrebigkeit. Der EHV Aue schien gedanklich noch bei den Halbzeit-Getränken. Beim 13:12 (35., Ulshöfer) trafen die Eisenacher zum Anschluss-Treffer. Danach scheiterten Alexander Saul und Willy Weyhrauch am Holz. Das Team aus dem Erzgebirge zeigte sich in dieser Phase kaltblütiger, netzte zum 16:12 (40., Bornhorn) ein. Auch von Fehlwürfen ließen sich die Eisenacher nicht entmutigen. Keeper Stanislav Gorobtschuk sendete wichtige Signale an seine nun mehr zupackende Vorderleute. Jonas Ulshöfer traf per Freiwurfablage zum 16:16 (48.). Ante Tokic brachte den ThSV Eisenach gar mit 17:16 in Führung (50.). Aue antwortete postwendend. Der eingewechselte EHV-Keeper Radek Musil leitete per Steilpass die 18:17 Führung für seine Farben ein (53.). Eine spannungsgeladene Schlussphase war eingeleitet. Was blieb, Eisenachs Abschlussschwäche. Das 21:20 für den Hausherren durch Yoav Lumbroso glich Nico Schneider für den EHV Aue aus. Den letzten Eisenacher Ball von Jonas Richardt parierte der 45-jährige EHV-Keeper Radek Musil. Letztendlich ging es in die Verlängerung

 

Beim anschließendem Siebenmeter-Werfen entschied ein von Radek Musil parierter Volar-Ball mit 26:25 nach Siebenmeterwerfen für den EHV Aue. Alle anderen Werfer hatten getroffen.

 

Statistik

Radek Musil, der 45-jährige ehemalige Eisenacher im Kasten des EHV Aue, sorgte mit seinem parierten Siebenmeter für die Entscheidung - sportfotoseisenach

EHV Aue : Musil, Töpfer; de Santis, Roch (3), Ebert (1) , Bornhorn (2) , Petreikis (10/8), Kozubik (1), Schneider (1), Slachta (2), Schauer (1), Kammlodt (5), Krauß, Tuminskis

ThSV Eisenach : Gorobtschuk, Karic; Iffert, Volar, Kikanovic, Wöhler (3/1), Ulshöfer (2), Miljak, Tokic (3), Richardt (2), Mürköster (2), Obranovic (1), Lumbroso (4/1), Snajder, Racic (2), Weyhrauch (2), Saul (4/1),

Siebenmeter: ThSV 5/3 - EHV 10/8

Zeitstrafen: ThSV 4x2 Min. - EHV: 4x2 Min.

Schiedsrichter: Friedel / Herrmann

Zuschauer: 450

SC Magdeburg zieht mit mehr Cleverness und einem guten Torhüter Tobias Thulin ins Finale ein -

Deutschlands Top-Torjäger Matthias Musche (SCM) beim Siebenmeter - sportfotoseisenach

Um den Einzug in das Finale des diesjährigen Sparkassencups duellierten sich in der Vorrundengruppe B in Eisenach die ambitionierten Erstbundesligisten SC Magdeburg und HC Erlangen.

Die Franken gingen hochmotiviert in diese Partie, trafen durch Sebastian Firnhaber zum 4:1 (7). Zunehmend wurde es ein Schlagabtausch auf Augenhöhe, tempostark und einsatzfreudig. Der SCM setzte zunächst wie am Vortag auf Angriffszüge über die Außenposition. Tim Hornke traf von Linksaußen zum 5:5 (11.) und 8:8 (16.). Der Ex-Magdeburger und Ex-Nationalspieler Michael Haaß brachte den HC Erlangen per Gegenstoß mit 9:8 in Führung (16.). Nach dem 10:9 durch Sebastian Firnhaber (20.) übernahmen die Franken das Sagen, eroberten sich in der Abwehr immer wieder das Leder. SCM-Torjäger Mathias Musche scheiterte von der Siebenmeter-Linie (23.). Antonio Metzner traf zum 13:10, Jan Schäffer zum 15:11 (25.) und 16:12 (26.). In dieser Phase hatte der HC Erlangen Vorteile bei Würfen aus der Distanz. Dem SC Magdeburg unterliefen zu viele Zuspiel-Fehler, Antonio Metzner versenkte zum 18:14-Halbzeitstand. Das Fehlen von Rückraumspieler Michael Darmgard war beim SC Magdeburg nicht zu übersehen.

Der Kampf um den Ball - sportfotoseisenach

In der SCM-Kabine dürften von Coach Bennet Wiegert klare Worte gefallen sein, schließlich wollten die Elbestädter als Titelverteidiger wieder ins Finale des Sparkassencups. Beim 18:18 durch Daniel Petterson trafen die Magdeburger rasch zum Ausgleich (36.). Der HC Erlangen schloss als Antwort im Angriff seine Angriffszüge effizient ab (22:20, 41.). Das Signal für den SCM für ein Zwischenspurt. Der junge Keeper Tobias Thulin avancierte zu einem wichtigen Faktor für die Elbestädter, parierte im zweiten Abschnitt 12 Bälle! Der 24-Jährige war bei Würfen aus dem Fernwurf- und Nahwurfbereich zur Stelle. Beim 22:24 durch O´ Sullivan (44.) lagen die Magdeburger wieder vorn. Beide Trainer nutzten ihre prallgefühlten Wechselbänke, brachten frisches Personal. Beim Stand von 26:26 (54.) ging es in die Schlussphase. Eine turbulente! Zunächst war SCM-Keeper Tobias Thulin wieder doppelt zur Stelle. Filip Kuzmanovski traf zum 27:28 (58.). Der Treffer zum 27:29 fand nach Debatten am Kampfgericht keine Anerkennung, der SCM blieb aber in Ballbesitz. Petterson traf in der Schluss-Sekunde zum 27:29-Endstand. Der SCM steht damit wieder im Finale!

 

Statistik

SCM-Kreisläufer Zeljko Musa beim erfolgreichen Torwurf - sportfotoseisenach

SC Magdeburg : Green, Thulin; Musa (4), Chrapkowski (1), Musche (4/2), Steinert (5/1), Pettersson (4), Hornke (4/1), Kuzmanovski (3), Schmidt, Mertens (1), O´Sullivan (3), Bezjak , Branche

HC Erlangen : Lichtlein, Katsiganis ; Mosindi, Marschall, Sellin (2/1) , Haaß (2) , Kellner (2), Firnhaber (3), Ivic (1), Büdel (3), Bissel (2), Schäffer (4), Metzner (4), Link, Minel (2), von Gruchalla (2)

 

Siebenmeter: SCM 6/4 - HC Erlangen: 2/1

Zeitstrafen: SCM: 2x2 Min. - HC Erlangen: 3x2 Min.

Schiedsrichter: Hörath, Hofmann

Zuschauer: 450

Th. Levknecht