Angriffslast auf mehr Schultern verteilen

ThSV-A-Jugend fightet im MHV-Pokal mit ganz viel Herz, unterliegt beim körperlich überlegenen SC DHfK Leipzig II mit 26:30 (11:14)

Tim Nothum markierte 11 Treffer - sportfotoseisenach

 

Zum ersten Spiel im Pokal des Mitteldeutschen Handballverbandes der männlichen Jugend A lief der ThSV Eisenach in der Kleinen Arena Leipzig auf. Mit einem Mix aus B- Jugendlichen sowie A-Jugendlichen, die in der Nachwuchsbundesliga nicht so oft zum Einsatz kommen, bezwang der SC DHfK Leipzig II die Talente von der Wartburg mit 30:26 (14:11). „Die Jungs haben alles reingehauen. Die Einstellung stimmte zu 100 Prozent. Ein wichtiges Fundament, darauf können wir aufbauen“, konstatierte Mark Dragunski, Nachwuchskoordinator und Trainer der A-Jugend des ThSV Eisenach.

Der größte Unterschied zwischen beiden Teams bestand in der Körperlichkeit. Das stach sofort ins Auge. „Wir haben uns im gesamten Spiel schwergetan, uns Wurfchancen zu erarbeiten“, bilanzierte Mark Dragunski. Er wurde in Leipzig von Rene Witte, Geschäftsführer der ThSV-Marketing GmbH, unterstützt. Die Hauptlast im Angriff hatten Yann Schiertz und Tim Nothum zu tragen, die zusammen 19 Bälle im Kasten der Gastgeber versenkten. Zum Leipziger Torhüterduo gehörte auch der bis vor zwei Jahren das ThSV-Trikot tragende Jakob Thiele.

Nach dem 6:6 (12.) enteilten die Gastgeber, unterstützt durch Fehler des ThSV Eisenach, auf 11:6 (21.). „Unsere Jungs haben sich vom 0:5-Tore-Lauf erholt, haben mit viel Herz gekämpft und dagegengehalten“, unterstrich Mark Dragunski. Die fehlende Körperlichkeit sei natürlich ein Thema in der Abwehr gewesen. „Es war schwer, die Leipziger zu stoppen. Punktuell haben wir das geschafft“, so Mark Dragunski. „Wir müssen unser Spiel breiter anlegen, auf mehr Schultern verteilen. Dann steigt natürlich unsere Siegchance“, lautete das Fazit des ehemaligen Erstbundesliga-Spielers.

Sein Team ließ nach dem 6:11-Rückstand die Gastgeber nicht enteilen. Im Gegenteil, sie trafen zum 9:12 (24.) und 12:14 (31.). Auch von neuerlichen 6-Tore-Rückständen (16:22, 43./ 20:26 (49.) ließen sie sich nicht entmutigen, kämpften gegen die körperliche Übermacht auf der Gegenseite an. Yann Schiertz und Tim Nothum, in der Schlussphase auch Marten Lange und Felix Ohnesorge, trafen ins Gehäuse der Sachsen.

 Statistik

SC DHfK Leipzig II: Thiele; Häfner (5), M. Greilich (1), L. Greilich (5), Potschies, Schneider, Hillgruber, Wagawa (1), Hamperl, Stricker (1), Schneider (1), Stolle (4), Grunow (8/3), Schäfer (4), Viehmann

ThSV Eisenach: Mingram, Mignot; Kryeziu, Nothum (11/6), Heinlein (2), Y. Schiertz (8), Ohnesorge (1), Villoldo (1), Juhnke (1), Pascalichio, Lange (1), Namyslo, Knoth (1),

Siebenmeter: SC DHfK Leipzig II 3/3 – ThSV Eisenach 6/7

Zeitstrafen: SC DHFK Leipzig II 2 x 2 Min. – ThSV Eisenach 3 x 2 Min.

Schiedsrichter: Klafki/ Schmidt

                                                                                                                             Th. Levknecht

Louis Kryeziu blieb noch ohne Torerfolg
Jules Mignot gehörte zu unserem Torhütergespann - sportfotoseisenach
Yann Schiertz wurde mit 8 Feldtoren notiert (Archivfoto)