BAUBEGINN FÜR DIE WARTBURGARENA IM FEBRUAR
Winterwetter verzögert den Baubeginn

BAUBEGINN FÜR DIE WARTBURGARENA IM FEBRUAR
Der Baustart für die Wartburgarena im Industriedenkmal O1 verzögert sich wegen des Winterwetters um ein bis zwei Wochen. Ursprünglich sollten zum Termin am 2. Februar bereits zwei Kräne aufgebaut sein. Doch der Schneefall und die Minustemperaturen haben die vorbereitenden Arbeiten gestoppt.
Zur Vorbereitung gehörte, dass bereits eine Baustraße rund um das O1 angelegt worden ist. Außerdem wurden Container aufgestellt sowie Leitungen und Verteilerkästen für Baustrom installiert.
Baubüro im historischen Haupttor
Weiterhin ist das Baubüro im historischen Haupttor des früheren Automobilwerks Eisenach eingerichtet worden. Es verfügt über moderne Technik. So können sich Fachleute, die in anderen Städten ansässig sind, per Video zu den Bauberatungen zuschalten. Das gilt auch für die Repräsentanten der Fördermittelgeber, die mehrfach im Jahr konferieren. Insgesamt gibt es sechs Zuwendungsgeber, von der Europäischen Union über den Bund bis zum Freistaat. Der Großteil der Zuwendungsbescheide liegt vor. Für die restlichen Förderungen wurde jeweils ein sogenannter förderunschädlicher Vorhabensbeginn erteilt.
"Wir sind sehr froh, dass wir mit dem Baubüro in das Haupttor einziehen konnten", sagt Claus Zuschlag von der städtischen Stabsstelle O1. Damit befindet sich die Projektleitung in guter Nachbarschaft zur Geschäftsführung des Museums "Automobile Welt Eisenach". Nach Fertigstellung der Wartburgarena als Multifunktionsarena werden Automobilmuseum (O2), ehemalige Ostkantine (O5), Haupttor, Doppelkurbel-Kniehebel-Tiefziehpresse und O1 zu einem imposanten Denkmalensemble Eisenacher Automobilbaugeschichte.
Die Westfassade bleibt erhalten und wird saniert
Vom O1 soll letztlich die Westfassade, die Hauptansichtsseite in Richtung Ehrhardt-Platz, erhalten bleiben. Sie wird denkmalgerecht saniert und bildet in der Zukunft den Eingang bei den Großveranstaltungen. Dahinter wird es einen Hallenneubau geben. Das heißt: Der Alt-Bestand wird zu einem Großteil abgebrochen. Auf der Süd- und Nordseite ist geplant, die Fassaden unter der Verwendung von historischen Materialien wie Stahlsprossenfester und Träger wieder zu rekonstruieren. Die Ostseite wird als Neubau erkennbar sein. Dort befinden sich die Eingänge für Sportler, Trainer, Schiedsrichter oder Akteure der Kulturveranstaltungen und sämtliche Funktionsbereiche. Die Halle wird 4000 Plätze haben.
Baubeginn ist mit Sicherungsarbeiten an der Westfassade
Der in ein bis zwei Wochen geplante Baustart beinhaltet Sicherungsarbeiten an der zu sanierenden Westfassade. Deren Standfestigkeit muss gewährleistet werden, wenn im hinteren Teil der Abbruch beginnt. Zur Stabilisierung werden unter anderem bereits jetzt die zwei neuen Treppenhäuser in den Bestand eingebaut.
Außerdem werden Ende Februar die Abbrucharbeiten ausgeschrieben, sodass nach erfolgreicher Sicherung des Bestandes im 3. Quartal 2026 zügig mit den Rückbauarbeiten begonnen werden kann. Es schließt sich der Rohbau an, der auf alle Fälle noch in diesem Jahr beginnen soll. Nach wie vor bleibt es das große Ziel, die Wartburgarena Ende 2028 in Betrieb zu nehmen.
Anlage
Blick auf die Industrieruine O1: Vorbereitende Arbeiten haben begonnen und sind wegen der aktuellen Witterung gestoppt worden. © Stadt Eisenach/Birgit Schellbach
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