Der Einzug in das Pokal-Viertelfinale war greifbar

ThSV Eisenach unterliegt beim HSV Hamburg 28:31 (16:14)

Ivan Snajder bei einem seiner 6 Treffer

Im DHB-Pokal-Achtelfinale gastierte der ThSV Eisenach am Dienstagabend bei Ligakonkurrent HSV Hamburg. „Wir wollen ins Viertelfinale“, lautete die klare Ansage von Eisenachs Geschäftsführer Rene Witte im Vorfeld. Zur Halbzeit schienen die Eisenacher auf dem Weg dahin, führten 16:14. In der 51. Minute, beim Stand von 25:25, war noch alles offen. Doch dann stotterte der ThSV- Angriffsmotor. Die Hausherren entgegen schlossen konsequent zum 28:25 ab (56.), ließen sich die Tickets für das DHB-Achtelfinale nicht mehr nehmen, bejubelten mit einem 31:28-Erfolg den Einzug in die nächste DHB-Pokal-Runde. Erfolgreichste Werfer vor 1201 Zuschauern waren für den ThSV Eisenach Manuel Zehnder mit 8 und Ivan Snajder mit 6 Treffern. 

Die Eisenacher setzten von Beginn auf Angriffs- und Abwehrwechsel. Im Angriff fehlte die Präzision, häuften sich Fehler. Nach dem 3:3 (5.) zogen dieGastgeber auf 9:5 davon (14.). Eisenachs Anzug passte nicht. Mit Jannis Schneibel, Simone Mengon und Alexander Saul im Rückraum gesellten sich zu Tempo auch Präzision und Schärfe. Eisenachs Abwehr um Philipp Meyer und Justin Kurch bremste den hanseatischen Angriff aus. Philipp Meyer netzte zum Anschlusstreffer ein, Alexander Saul glich zum 10:10 aus (20.). Unterstützung erfuhren die Eisenacher von ihrem Keeper Matija Spikic, der bis zum Seitenwechsel 6 Bälle parierte. Er kaufte dem Ex-Eisenacher Azat Valiullin und Niklas Weller im großen Stil das Leder ab. Der nach einer Verschnaufpause auf das Parkett zurückgekehrte Manuel Zehnder versetzte leichtfüßig die Hamburger Abwehr in helle Aufregung. Er netzte zum 10:11 (23.), 12:14 (27.) und 12:15(29., per Siebenmeter) ein. Der ins Hamburger Gehäuse eingewechselte Ex-Nationaltorhüter Johannes Bitter hatte das Nachsehen. Seine Vorderleute schienen beeindruckt von den Eisenachern. Nun unterliefen ihnen technische Fehler. Beim Stand von 14:16 wurden die Seiten gewechselt. 

Nach dem Seitenwechsel unterliefen den Eisenachern nun etliche Fehler. Beim 24:22 (49.) lagen die Hausherren vorn. Beim 24:24 (50.) und 25:25 (51.) war alles offen. Dann klemmte bei den Thüringern die Säge im Angriff….

Trainerstimmen: 

Misha Kaufmann (ThSV Eisenach): Zeitweise haben wir diszipliniert gespielt. In der 36. Minute kam ein Bruch in unser Spiel. Insgesamt 18 technische Fehler sind zu viel. Der HSV Hamburg hat verdient gewonnen.

Torsten Jansen (HSV Hamburg): Wir konnten ein Spiel gewinnen, das bis zum Ende knapp war. Psychologisch für uns als Mannschaft wichtig. Im ersten Abschnitt hatten wir unsere Probleme im 6:0-Deckungsverband. Wir haben im zweiten Abschnitt umgestellt, agierten aggressiver. 

 

Th. Levknecht

Peter Walz, Justin Kurch und Philipp Meyer in der Abwehr
Matija Spikic parierte 10 Bälle