„Für mich persönlich ein riesiges Ding“: Vincent Büchners Länderspieldebüt
In der vergangenen Woche absolvierte ThSV-Linksaußen Vincent Büchner seinen ersten Lehrgang mit der deutschen Nationalmannschaft. Am Freitagabend gab er sein Debüt in der Royal Arena in Kopenhagen. Die Nationalmannschaftswoche sah zwei Härtetests gegen die Könige des Handballs, die dänische Auswahl, vor. In Kopenhagen kam Büchner in Abwehr und Angriff zum Einsatz, erzielte seine ersten beiden Tore beim 28:36 aus deutscher Sicht. Die Stimmen zum Spiel, in dem Büchner debütierte:
Bundestrainer Alfred Gislason
zu den Gründen für die Niederlage: "Wir spielen über das gesamte Spiel eine sehr gute Abwehr, haben in der ersten Halbzeit aber zu viele Fehlwürfe. Hinzu kommt, dass wir nicht unsere gewohnte Torhüterleistung gezeigt haben. In der zweiten Halbzeit spielen wir einen viel besseren Angriff, kommen auf drei Tore heran, nur um das am Ende wieder zu verschenken. Dennoch nehmen wir viel Positives mit."
zum Aufbäumen in der zweiten Hälfte: "Wir machen viele dumme Fehler in der ersten Hälfte, verschenken viele Bälle. Ich bin dann aber sehr stolz auf die zweite Hälfte der Jungs. Das haben wir sehr, sehr gut gemacht. Kamen wieder ran, haben die Dänen richtig unter Druck gesetzt und vorne wie hinten sehr gut gespielt."
Johannes Golla
zum Spiel: "Es ist schade, dass es mal wieder so deutlich geworden ist. Wir starten eigentlich gut ins Spiel, lassen aber zu viele freie Chancen liegen. Das Sieben-gegen-Sechs spielen wir eigentlich ganz gut, haben aber auch hier zu viele Fehler gemacht, wodurch sich Dänemark schon zur Halbzeit deutlich absetzen kann. Der Start in die zweite Hälfte gelingt uns dann sehr gut. Die Abwehr steht so, wie wir uns das vorstellen. Auch vorne schließen wir besser ab. Am Ende entgleitet uns das Spiel durch schlechte Abschlüsse und Zeitstrafen, was die Dänen eiskalt bestrafen, sodass es wieder deutlich wird."
Vincent Büchner
zu seinem Länderspiel-Debüt: "Gerade ist die Stimmung natürlich getrübt. Wir haben uns viel vorgenommen. Einiges hat auch gut funktioniert, letztendlich hat uns Dänemark aber gezeigt, warum sie die beste Mannschaft der Welt sind. Für mich persönlich war es dennoch ein riesiges Ding. Ich freue mich, dass ich mein erstes Tor werfen und Akzente in der Abwehr setzen konnte. Die Jungs haben es mir aber auch einfach gemacht."
David Späth
zu den Gründen für die Niederlage: "In der entscheidenden Phase machen wir ein, zwei Fehler zu viel. Da fehlt die Konsequenz im Abschluss und dann kommt Dänemark mit ihrem brutalen Tempospiel. In der zweiten Hälfte kämpfen wir uns wieder auf drei Tore ran, aber dann hat Emil Nielsen hinten zugemacht und vorne Gidsel das Ding entschieden."
Nils Lichtlein
zur Abwehr: "Der Innenblock hat phasenweise wirklich gut gearbeitet. Die Dänen haben keine leichten Eins-gegen-Eins gewonnen. Dahinter standen unsere Torhüter, haben die Bälle aus dem Rückraum gehalten. Dann ist es auch schwer, unsere Abwehr zu bespielen. Matthes und Tom aber auch Fischi und Golli haben da hinten sehr gut gearbeitet."
Die zweite Partie konnte Deutschland deutlich enger gestalten, verlor mit nur 29:31.
Stimmen: SID
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