Kampfspiel in Wuppertal: ThSV Eisenach unterliegt mit einem Tor beim Bergischen HC!
Die Bundesliga-Handballer vom ThSV Eisenach haben ihr Auswärtsspiel beim Bergischen HC am Donnerstagabend knapp verloren! Nach einer kampfbetonten und auf beiden Seiten fehlerbehafteten Partie feierte der BHC das sechste ungeschlagene Heimspiel in Serie!
Der ThSV Eisenach reiste zwar als Tabellenzwölfter, aber doch mit einer Hypothek ins Bergische Land. Noch keinen seiner elf Pluszähler in dieser Bundesligasaison holte der Kultklub in Blau in der Fremde, lediglich in der zweiten Pokalrunde konnte bei GWD Minden ein Erfolg gefeiert werden. In der Uni-Halle Wuppertal eröffnete der ThSV schwungvoll, stellte durch einen frühen Doppelschlag von Oskar Joelsson auf 2:0, nach fünf Minuten traf Stephan Seitz, kürzlich von Nationaltrainer Alfred Gislason in den erweiterten EM-Kader 2026 berufen, auf 4:2 pro Eisenach.
Die Gastgeber schlossen auf, und in der Folge sollten die Schlussmänner zum Faktor werden. Gästekapitän Peter Walz vergab nach knapp zehn Minuten erstmals gegen Rudeck, Fuchs wenig später auf der Gegenseite gegen Spikic. Sechs Minuten kein Eisenach-Tor, sechs Rudeck-Paraden, 8:6 für den BHC. Schwede Joelsson brach den Bann im Alleingang aufs BHC-Tor, traf entschlossen zum Anschluss in Minute 16.
Ineffizient in Halbzeit eins, Aufwind nach der Pause
Nach der ersten ThSV-Auszeit in der 19. Minute spielte sich Eisenach Angriff um Angriff gut vors Tor, vergab aber in Person von Hangstein mittig, Leu am Kreis, Aellen vom Siebenmeter-Strich, Joelsson traf gewaltsam aus der Distanz nur die Querlatte – die eigene Chancenverwertung machte dem ThSV vor der Pause das Leben schwer, 11:14 der Rückstand zum Seitenwechsel.
Die Halbzeitansprache von Eisenach-Cheftrainer Sebastian Hinze zeigte Wirkung: Direkt zum Start in den zweiten Durchgang war die ThSV-Defensive deutlich griffiger, entschlossener und ekliger zu bespielen für den Angriff des BHC. Durch einen 4:0-Lauf stellten Tillman Leu nach Joelsson-Anspiel, Seitz mit einem Doppelschlag und schließlich Oskar Joelsson selbst die 18:17-Führung her. Auch den 19. Treffer erzielte der Schwede aus dem linken Rückraum, bester Eisenacher in Wuppertal.
Ein Fehler zu viel: ThSV verpasst Big Points!
Bis tief in die Schlussphase konnte sich kein Team trotz mehrerer Führungswechsel absetzen und einen Puffer auf das jeweils andere aufbauen. Immer wieder hatten Rudeck auf Bergischer und Spikic auf Eisenacher Seite ihre Momente, immer wieder technische Fehler der Angriffsreihen, immer wieder Zwei-Minuten-Strafen. Alles andere als Hochglanz-Handball, was die beiden Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt in der Uni-Halle boten.
Stattdessen grober Abnutzungskampf, in dem sich die Gastgeber in den fünf Schlussminuten Oberwasser verschaffen konnten. Die 25:24-Führung in der 56., das 26:24 in der 57. und das 27:24 in der 58. Minute – in der Zwischenzeit ein vergebener freier Wurf Seitz‘ gegen Rudeck, ein ungenaues Anspiel Aellen auf Seitz. Zwar gelang noch die Ergebniskosmetik auf nur ein Tor Differenz, mit einem Pluspunkt aber konnte der ThSV nicht die Rückreise in die Wartburgstadt antreten.
„Uns fehlt der Killerinstinkt“ – Fazit
Tillman Leu, Kreisläufer und Abwehrakteur beim ThSV Eisenach: „In der ersten Halbzeit ist das von uns zu wenig. Eigentlich machen wir es im zweiten Durchgang gut, aber uns fehlt der Killerinstinkt. Wir scheitern an unserer Chancenverwertung, 15 Paraden vom gegnerischen Torwart sind einfach zu viele.“
„Wir verwerfen in der ersten Hälfte zu viele freie Bälle“, befand Linksaußen Timmy Reichmuth, „hinten stehen wir okay. Wir kommen gut in die zweite Hälfte und können schnell ausgleichen, vergeben aber mehrfach die Chance darauf, mit zwei oder drei Toren in Führung zu gegen. Nach Fehlern in der entscheidenden Phase ist das Spiel durch.“
ThSV-Cheftrainer Sebastian Hinze sprach im Nachgang in der Pressekonferenz über die Partie: „Glückwunsch an Cheftrainer Markus Pütz und den BHC! Ich habe von meinem Team zwei unterschiedliche Halbzeiten gesehen. Nach den ersten zehn Minuten kriegen wir unseren Rückzug besser unter Kontrolle, kriegen den BHC ins passive Spiel. Wir verwerfen bis zur Pause aber auch drei freie Chancen und suchen die Tiefe in den Zweikämpfen nicht, wie wir es uns vorgenommen haben. In der zweiten Halbzeit sind wir in der Abwehr deutlich rattiger, nehmen ihnen das Tempospiel, schaffen es auch, in Führung zu gehen. Leider können wir uns in der Phase keinen Puffer erarbeiten, lassen zwei Bälle in der Crunchtime liegen. Diese Situationen entscheiden das Spiel - leider haben wir nur in einer Halbzeit geschafft, wie gewollt aufzutreten.“
Für den ThSV bleibt keine Zeit zum Ausruhen. Schon am Samstag steht das nächste Spiel in der heimischen Werner-Aßmann-Halle an. FRISCH AUF! Göppingen reist nach Eisenach und fordert das Team von Sebastian Hinze in dessen letztem Heimspiel vor Weihnachten und dem vorletzten vor der Winterpause.
J. Gante
Bergischer HC - ThSV Eisenach 27:26 (14:11)
Bergischer HC: Rudeck (15 P.), Diedrich; Beyer 5/2, Servos, Becher, Schöttle 4, Babarskas, Kooij 3, Babak 3, Michalski, Fuchs 1, Seesing 5, Steinhaus 3, Wasielewski 3
ThSV Eisenach: Spikic (13 P.), Heinevetter; Joelsson 7, Reichmuth 2, Hangstein, Attenhofer, Walz 1, Ende, Aellen 6/3, Meyer, Antonijevic 1, Seitz, Kurch, Büchner, Saul, Leu 3
Strafminuten: 4 x 2 Min. / 3 x 2 Min.
Schiedsrichter: Friedel / Herrmann
Zuschauer: 2.279 (Uni-Halle, Wuppertal)
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