Kein Prüfstein für unsere A-Jugend

THV-Regionalliga: ThSV-Talente drehen nach dem Seitenwechsel auf und siegen mit 50:29 (20:15) über den HSC Erfurt/ Mitte beider Spielhälften Personalwechsel

Nach 50 Toren kann man auch gut gelaunt in der Kabine sein - Foto: K. Rauh

Punktspiele in der Regionalliga des Thüringer Handballverbandes  sind für die A-Jugend des ThSV Eisenach kein echter Prüfstein im Hinblick auf die bevorstehenden Qualifikationsspiele zur Jugendbundesliga. Die ThSV-Talente bezwangen den HSC Erfurt mit 50:29 (20:15).

 ThSV-Trainer Mark Dragunski war mit dem Verlauf der ersten Halbzeit nicht zufrieden. Es fehlte an der Einstellung, wir kassierten zu viele Gegentore§, so der Ex-Nationalspieler. „Im zweiten Abschnitt habe ich dann das gesehen, was wir wollten“, fügte Mark Dragunski hinzu. Sein Team knackte die 50-Tore-Marke. Mitte beider Halbzeiten wurde das Personal nahezu komplett gewechselt. Trotz reduzierter Spielzeit markierte Rückraum-Mitte-Spieler Louis Kryeziu 10 Treffer. Die nur mit kleinem Kader angereisten Gäste schöpften ihr Potential nahezu voll aus, bejubelten jede gelungene Aktion. Der erst 15-jährige Clemens Spittel freute sich über zwei erzielte Tore für den HSC Erfurt.

Der ThSV Eisenach begann mit Vincent Oelschläger auf Links- und Emil Heinlein auf Rechtsaußen, Yann Schiertz, Joel Juhnke und Tim Nothum im Rückraum, Felix Ohnesorge am Kreis und Lukas Mingram im Tor. Ungewohnte Konzentrationsschwächen in Angriff und Abwehr prägten das Spiel der Gastgeber. Nahezu alle Akteure fanden sich auf der Fehlerliste wieder. Licht und Schatten wechselten. Die Erfurter blieben dran (10:7/15.). Tim Knoth, Louis Kryeziu, Esteban Villoldo. Yannick Rahn und Alexander Namyslo kamen. Die wackeren Gäste verkürzten durch ihren torgefährlichen Peter Tschakert (8 Treffer) gar bis auf einen Treffer (12:11/20.). Bei den  Hausherren erhöhte Rückraum-Mitte-Spieler Louis Kryeziu Tempo und Angriffsschärfe, steuerte selbst die Nahtstelle im Deckungszentrum der Erfurter an, traf zum 19:14 (29.).

Wieder mit der Anfangsformation drehte der ThSV Eisenach nach Wiederanpfiff richtig auf. Aus der Abwehr wurde das blitzschnelle Tempogegenstoßspiel initiiert. Vincent Oelschläger traf zur erstmaligen 10-Tore-Führung (29:19/40.), Yann Schiertz schraubte das Toreploster auf 15 Treffer (35:20/45.). Bei den Gästen, ohne personelle Alternativen auf der Bank, schwanden die Kräfte. ThSV-Coach Mark Dragunski wechselte erneut durch. Per Gegenstoß netzte Esteban Villoldo zum 39:21 ein (50.). Alexander Namylo lochte vom Kreis zum 42:24 ein (54.). Jetzt war die 50-Tore-Marke das Ziel. Esteban Vollolda zeichnete sich für die erstmalige 20-Tore-Führung verantwortlich (45:25/57.). Binnen drei Minuten wurde dann noch die 50-Tore-Marke geknackt. Tim Nothum markierte den 50. Treffer (50:28/60.) Lars Torge Salzmann (HSC Erfurt) traf mit seinem 10. Treffer zum 50:29-Endstand.

Statistik

ThSV Eisenach: Mingram, F. Schiertz; Kryeziu (10), Nothum (3), Oelschläger (8), Heinlein (4), Y. Schiertz (7), Ohnesorge (3), Villoldo (6), Juhnke (4/2), Rahn (2/1), Namyslo (1), Knoth (2)

HSC Erfurt: Seilboth, Sondermann; Neumeister, Schinköth (2), Bös, Pfeifer (1), Tschakert (8/4), Geyersbach (6), Klemm, Salzmann (10), Spittel (2/1)

Siebenmeter: ThSV Eisenach 3/5 – HSC Erfurt 5/7

Zeitstrafen: ThSV Eisenach 3 x 2 Min. – HSC Erfurt 2 x 2 Min.

Schiedsrichter: Ehrhardt/ Frischbier

Zuschauer: 50

Th. Levknecht

Yann Schiertz auf dem Weg zum Gästekasten . Foto: K. Rauh
Klare Ansagen von Mark Dragunski während einer Auszweit - Foto: K. Rauh
Ein Gäste-Wurf wird geblockt - Foto: K. Rauh