Malte Donker, ehemals ThSV, jetzt TVB Stuttgart, im Gespräch
„Vielleicht spiele ich ja schon am Donnerstagabend mehr im Angriff.“ - Nachgefragt beim Ex-Eisenacher Malte Donker, der am Donnerstag mit dem TVB Stuttgart in der Wartburgstadt gastiert
Linkshänder Malte Donker kam im Sommer 2021 von der TSV Hannover-Burgdorf zum ThSV Eisenach, bejubelte mit den Wartburgstädtern den Aufstieg in die 1. Handballbundesliga, wechselte zur Spielzeit 2025/2026 zu GWD Minden. Nach nur einem Jahr zog es den deckungsstarken rechten Rückraumspieler zum TVB Stuttgart, mit dem er am Donnerstag, 01.10.2026 beim ThSV Eisenach gastiert. Anwurf ist um 19.00 Uhr. Tickets sind im Vorverkauf online unter www.thsv-eisenach.de und telefonisch unter 07618884999 erhältlich.
Wir sprachen mit Malte Donker am Dienstag:
Der TVB Stuttgart hat nach 5 absolvierten Punktspielen 5:5 Zähler aufzuweisen. Sind Sie damit zufrieden?
So richtig nicht. Bei uns passt noch nicht alles. Unsere 7 Neuzugänge zu integrieren, das braucht einfach noch Zeit.
Woran haperte es beim Pokal-Aus im Heimspiel gegen den HC Erlangen?
Wir boten unsere wohl bisher schlechteste Saisonleistung. Das betrifft den Angriff und die Abwehr. Wir haben uns sehr schlecht verkauft, befinden uns – wie der ThSV Eisenach – nicht im Lostopf für das Achtelfinale im DHB-Pokal.
Was läuft insgesamt gut, wo besteht Nachholbedarf?
Im Angriff überzeugen wir mit sehr variablem Spiel. In der Abwehrarbeit hapert es noch. Verletzungen wichtiger Spieler, wie bei Marco Mengon und Philipp Meyer, sind nicht so leicht zu kompensieren.
Haben alle im Team das System Kaufmann verinnerlicht?
Für mich war das leichter, kenne ich dieses ja aus der Zeit beim ThSV Eisenach. Die anderen neuen Spieler brauchen hierzu Zeit, das zu verinnerlichen, um dann mit der Mannschaft erfolgreich aufzuspielen.
Wie sehen Sie Ihre Rolle beim TVB Stuttgart, bei GWD Minden waren Sie, obwohl Kapitän, mit Ihren Spielanteilen nicht so ganz zufrieden?
Auch ich brauche Zeit zur Integration im neuen Team. In der Abwehr komme ich, gefühlt zu meiner Zeit in Minden, mehr zum Einsatz. Im Angriff noch nicht so, aber vielleicht wird das ja am Donnerstagabend der Fall sein….
Sie schauen bestimmt noch ein wenig zum ThSV Eisenach. Wie beurteilen Sie dessen Entwicklung nach Ihrem Abschied?
Na klar, ich schaue noch zum ThSV Eisenach. Im vergangenen Jahr hatte mein Ex-Verein frühzeitig den Klassenerhalt perfekt gemacht. Er baut natürlich auf seine Heimstärke. Eine Entwicklung ist zu sehen. Das Team hat sein Potential noch nicht ausgeschöpft.
Der Donnerstagabend in der Werner-Aßmann-Halle, eine besondere Begegnung für Sie?
Die 4 Jahre in Eisenach bildeten eine wichtige, eine besondere Etappe in meinem Leben. Ich freue mich auf Mitspieler aus der gemeinsamen Zeit, auf viele bekannte Gesichter. Und ja, ich freue mich auch auf die Atmosphäre in der Werner-Aßmann-Halle.
Was erwarten Sie für eine Partie?
Der ThSV Eisenach in heimischer Halle, das dürfte ein ausgesprochen kampfbetontes Spiel werden. Ich rechne mit einem engen Spiel, das erst in den letzten Minuten entschieden wird.
Th. Levknecht
1. Handball Bundesliga
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